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Mega-Update im Juni Nach Nutzer-Kritik: Apple Music wird komplett überarbeitet


Apple Music hat 13 Millionen Abonnenten, doch so richtig zünden konnte der Musikstreamingdienst bislang nicht. Im Juni will Apple die Plattform deshalb  überarbeiten. Nun sind erste Details durchgesickert.

Apple ist hauptsächlich für seine Geräte bekannt. Doch im Schatten von iPhone, iPad, Mac und Co. haben sich die sogenannten Services - dazu zählen etwa der App Store und die iCloud - zu einem der größten Umsatztreiber entwickelt. Die wohl größten Hoffnungen setzt der Konzern auf den Musikstreamingdienst Apple Music, der im vergangenen Juni startete.

Seit dem Start im letzten Juni konnte Apple 13 Millionen zahlende Kunden gewinnen, doch Spotify spielt mit mehr als 30 Millionen Abonnenten immer noch in einer anderen Liga. Außerdem setzen die stagnierenden iTunes-Downloads dem Konzern zu. Deshalb ist es wenig überraschend, dass Apple nun einen Relaunch seiner Musikplattform plant. Das will der Finanznachrichtendienst "Bloomberg" aus gut informierten Kreisen erfahren haben.

Viele Baustellen auf Apple Music

Demnach wird Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC Mitte Juni einen komplett runderneuerten Musikdienst vorstellen. Die Überarbeitungen erstrecken sich auf alle Bereiche, so soll das Radio-Angebot ausgebaut und das User-Interface modernisiert werden. Vor allem an der überladenen Oberfläche und der umständlichen Bedienung - sonst eigentlich eine Stärke von Apple - müssen die Software-Ingenieure ordentlich schrauben, diesbezüglich gab es nach dem Marktstart die größte Kritik.

Doch auch andere Bereiche haben eine Frischzellenkur nötig: Die vielgepriesenen sozialen Funktionen etwa erwiesen sich größtenteils als Rohrkrepierer. Die von Apple beworbene "Direktverbindung ins Herz der Musik mit großartigen Inhalten direkt von den Künstlern" führt bei vielen Künstlern nur auf verwaiste Profilseiten. Selbst Aushängeschild Taylor Swift hat in den vergangenen vier Monaten nur fünf Posts hinterlassen,  zwei davon waren Werbepostings für den Livefilm zur "1989"-Welttournee, den es exklusiv auf Apple Music zu sehen gibt. Und einen Web-Player gibt es auch ein Jahr nach dem Start noch nicht.

Apple Music bekommt neuen Look

Für den neuen Look sind hauptsächlich Apples Inhalte-Chef Robert Kondrk und der Musiker Trent Reznor ("Nine inch Nails") verantwortlich, Unterstützung gab es "Bloomberg" zufolge von Jony Ives Team, Beats-Mitbegründer Jimmy Iovine und dem Onlinedienste-Verantwortlichen Eddy Cue. Anhand der Personalliste ist deutlich zu erkennen, wie wichtig Apple Music für den Konzern ist.

Dass der Konzern mit Hochdruck an Apple Music arbeitet, war bereits in den letzten Monaten erkennbar: So wurde der Dienst vor kurzem um eine Programmierschnittstelle erweitert, mit der externe Entwickler den Streamingdienst besser in Apps integrieren können.


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