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Jochen Heizmann: Der Herr der Mittagspause spricht

Intermediaware entwickelt mit großem Erfolg "Casual Games" wie "Dr. Germ", Spiele für Zwischendurch also. stern.de-Mitarbeiter Carsten Scheibe sprach mit dem Geschäftsführer Jochen Heizmann.

Sie bieten Games auf Ihrer Homepage an. Kaufen viele Spieler inzwischen eine Software über das Internet?

Ja, klar - und es werden von Monat zu Monat mehr. Mittlerweile vertreiben wir unsere Produkte aber nicht mehr nur über unsere eigene Website, sondern arbeiten eng mit externen Partnern wie etwa den großen Spieleportalen zusammen. Die betreiben teilweise einen riesigen Marketing-Aufwand, um Menschen aus vielen Ländern der Erde auf die Spiele aufmerksam zu machen.

Lange Zeit galten Casual Games als uninteressant und minderwertig, jetzt erleben sie einen wahren Boom. Stimmt es, dass diese Mittagspausenspiele vor allem von Rentnern und Hausfrauen gekauft werden?

Der Boom hängt natürlich in erster Linie mit der stetig steigenden Qualität dieser Spieletitel zusammen - und mit dem Fakt, dass mittlerweile in nahezu jedem Haushalt ein PC steht. Es ist wahr, dass vor allem die großen Spieleportale hauptsächlich Frauen und auch ältere Menschen ansprechen, die bisher nur wenig mit dem Computer zu tun hatten. Das ganze Portfolio der Spieleportale ist inzwischen an diese Zielgruppe angepasst.

Auch bei unseren eigenen Spielen "Psychoballs" und "Dr. Germ" machen die weiblichen Spieler einen sehr großen Anteil aus. Bei unserem 2D-Shooter "Absolute Blue" verhält es sich allerdings ein wenig anders. Der gefällt vor allem Leuten, die früher intensiv auf den Maschinen von Commodore, Atari, Sega oder Nintendo gedaddelt haben, die aber keinen Gefallen an den aktuellen und für sie viel zu komplexen 3D-Spielen finden können.

Entwickeln Sie Ihre Spiele selbst oder kaufen Sie sie im Ausland ein, um sie dann "einzudeutschen"?

Wir entwickeln unsere Spiele selbst und werden dies auch in Zukunft tun. Gerade das ist ja der Part, der am meisten Spaß bringt (lacht). Eine Ausnahme bildet unser Spiel "Dr. Germ", das in Zusammenarbeit mit dem englischen Spieleentwickler Game Savant entstanden ist, für den wir nun auch den Online-Vertrieb in Deutschland übernommen haben. Dies wird aber auch künftig ein Ausnahmefall bleiben, da wir uns doch in erster Linie als unabhängigen Entwickler und nicht als Vertrieb sehen.

Wie lange dauert es, ein Spiel selbst zu programmieren?

Die Entwicklungszeit hängt natürlich stark von der Art des Spiels und den technischen Anforderungen ab. Für ein qualitativ hochwertiges Spiel, das die Gelegenheitsspieler anspricht, sollte man mittlerweile mit mindestens fünf bis sechs Monaten Entwicklungszeit rechnen.

In "Absolute Blue" erwecken Sie das klassische Genre des 2D-Weltraumballerspiels zu neuem Leben. Hier wird geballert, was das Zeug hält. Wie stehen Sie zur Gewaltdebatte und zur Diskussion darüber, Gewaltspiele am PC zu verbieten?

Ich halte ein Verbot für übertrieben. Wir haben in Deutschland als Institution die USK, die jedes im Handel erscheinende Spiel mit einer Altersfreigabe versieht. Das heißt, das unser Nachwuchs offiziell gar nicht die Spiele kaufen darf, die für sie als nicht geeignet eingestuft sind. Leider schaffen es die Kids jedoch immer wieder, den Besitz solcher Produkte zu kommen, für die sie eigentlich noch viel zu jung sind. Natürlich sollten Kinder nur die Spiele verwenden, die für ihre Altersgruppe geeignet sind - genau darauf sollten vor allem die Eltern akribisch achten. In der Realität ist es leider oft so, dass die Eltern keine Ahnung haben, was ihre Sprösslinge da gerade in ihrem Kinderzimmer treiben. Als Erziehungsberechtigte sollten sie sich jedoch genau mit dem Thema Computerspiele beschäftigen und darauf achten, was sich in den Laufwerksschächten der PCs ihrer Kinder so tummelt. Im Falle von "Absolute Blue" geht es aber konkret nicht darum, auf realistische Art und Weise auf Menschen zu schießen. Stattdessen ist alles sehr abstrakt gehalten. Der Spieler schießt nur auf Objekte wie fantasievoll gestaltete Raumschiffe oder auf Asteroiden. Das ist auch der Grund, warum Absolute Blue von der USK die Altersfreigabe "ab 6 Jahre" erhalten hat.

Eine Frage zur Preisbildung: Waren Shareware-Spiele in der Vergangenheit meist für 5 bis 15 Euro zu haben, so scheinen alle Entwickler weltweit auf einmal unisono 19,95 Dollar oder Euro zu verlangen. Eine Absprache?

Der immer höher angesetzte Qualitätsstandard führt zu einem Anstieg der Entwicklungskosten, die natürlich auch an den Endverbraucher weitergegeben werden. Dass plötzlich alle Spiele zum Einheitspreis zu haben sind, liegt aber ganz und gar nicht an einer Absprache der geheimen Spieleentwickler-Sekte, sondern vielmehr an der Politik der großen Internet-Spieleportale wie RealArcade oder BigFishGames, die vor allen Dingen in Amerika sehr erfolgreich sind. Diese haben den Standard-Preis von knapp 20 Dollar eingeführt. Er wurde dann, da er gut funktioniert, auch von anderen Entwicklern und Portalen übernommen. Gut für unsere Kunden ist, dass wir unsere eigenen Games deutlich unter dem Standardpreis verkaufen - nämlich für derzeit noch 14,95 Euro.

Im Internet schießen immer mehr Spielesammelportale aus dem Boden, die die Spiele von zahlreichen Entwicklern vermarkten - etwa "Deutschland-spielt.de" oder "GamePueblo.com". Wie verändern diese Portale die Spiele-Szene?

Für die Entwickler eröffnen die Portale zunächst einmal ganz neue Absatzkanäle - es wird eine breitere Zielgruppe erreicht, was sich zunächst einmal in einem höheren Umsatz widerspiegelt. So kann dann auch die Qualität der Spiele gesteigert werden, da mehr finanzielle Mittel für die Entwicklung zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird aber natürlich auch die Konkurrenz zwischen den einzelnen Programmiererteams größer. Und da der Spieleentwickler angesichts der Konkurrenz lieber rein gar nichts riskieren möchte, nimmt er sich für seine neuen Games meist doch wieder ein Spielkonzept vor, das in der Vergangenheit bereits erfolgreich über diese Portale verkauft wurde.

Interview: Carsten Scheibe
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(