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NEULICH IM NETZ: German TV: fast umsonst

Amerika hat circa 52.000 Fernsehprogramme. Jetzt gibt es noch eins mehr: German TV. Der vielleicht beste Grund, das Fernsehgerät direkt durchs geschlossene Fenster zu werfen. Und den Computermonitor gleich mit.

Amerika hat circa 52.000 Fernsehprogramme. Jetzt gibt es noch eins mehr: German TV. Der vielleicht beste Grund, das Fernsehgerät direkt durchs geschlossene Fenster zu werfen. Und den Computermonitor gleich mit.

German TV - starker Tobak für die ganze Welt

Was sich die Macher von Bund und Ländern dabei gedacht haben? Möglicherweise wieder einmal nicht besonders viel. Noch-Intendant Dieter Stolte vom ZDF beispielsweise schwärmte wolkig vom Programm, das »vielleicht eines Tages« das Zeug habe, »Paradebeispiel öffentlich-rechtlicher Zusammenarbeit« zu sein. So richtig scheint er es nicht zu glauben. Muss er ja auch nicht, denn ab März 2002 räumt er seinen Intendanten-Schreibtisch. Den räumt zu Urlaubszwecken übrigens auch gern George W. Bush, die »Nackte Kanone« unter den amerikanischen Präsidenten. Waren es vier oder sechs Wochen im vergangenen Jahr, als er in Texas den Hyänen und Klapperschlangen lauschte? Hauptsache, er hat sich gut erholt. Denn mit German TV gibt's ab sofort starken Tobak.

Hat jemand den Programmauftrag gesehen?

Einen erkennbaren Programmauftrag hat der Sender nicht. Offiziell kann man sich als Ableger der gebührenfinanzierten Auslandsrundfunks »Deutsche Welle« allerdings auf einen solchen berufen. Der klingt recht seriös und hehr: Ein »umfassendes Bild des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland« soll hinausgetragen werden in die weite Welt. Nach Aserbaidschan und Kirgisien, in die öde Endlosigkeit der Tundra und die Sandmeere in Zentralafrika, in die wassernasse Tristesse auf den Ozeanen und den undurchdringlichen Dschungel Amazoniens. Und jetzt eben auch in die Vereinigten Staaten. Mit ihren circa 52.000 Fernsehprogrammen, Radiostationen nicht mitgezählt.

Dennoch ist man zuversichtlich, dass man auch unter diesen Bedingungen gehört wird. Auf die Mattscheiben schickt German TV dazu das Beste aus rund 50 Jahren deutscher Fernsehgeschichte. Vor allem »Tatort«. Damit das nicht ganz so langweilig mit der Zeit wird, gibt's einen zweiten TV-Buster dazu: »Forsthaus Falkenau«, ein Heimatroman aus einer längst vergangen Zeit mit dem unvergessenen Theodor Heuss in der Titelrolle des Forsthauses. Neben Meilensteinen televisionärer Kurzweil zeigt der Sender »seriöse, aktuelle Informationssendungen, aufwändige Dokumentationen, ansprechende Fernsehspiele« und was sonst noch in den Archiven vergammeln würde. Ach ja, logisch: Sport darf nicht fehlen. Bundesliga beispielsweise. Fang den Ball!

Was man damit alles anstellen könnte

Das schafft Zuversicht, und die lässt sich die Bundesregierung auch etwas kosten: 5,1 Millionen Euro pro Jahr. Was man damit alles anstellen könnte! Und: War es nicht der Staatsminister der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, kurz: Julian Nida-Rümelin, der einerseits das gemeinsame Auslandsprogramm von ARD, ZDF und DW ausdrücklich begrüßte, andererseits aber auch den Finger in die Wunde legte: Die »140 Millionen« für das Deutsche Welle Fernsehen seien nicht sinnvoll eingesetzt.

»Da kriegst einen Vogel«

Immerhin: Das mehr als zweifelhafte Unternehmen soll nicht nur Geld kosten, sondern auch welches reinbringen. 15 Euro pro Seher verlangt German TV. Dass manche Rechnung nicht aufgeht, hat jüngst ein Mogul aus München bewiesen. Oder um es mit dem stets leutseligen »Kaiser« Franz zu sagen: »Da kriegst einen Vogel.« Auch und gerade beim Blick auf die Webseite der Deutsche Welle mit Nachrichten, Analysen und noch etwas in »31 Sprachen«. Schade beispielsweise, dass das chinesische Angebot nur begrenzt oder überhaupt nicht zur Verfügung steht.

Möglicherweise auch interessant: Die Beiträge für Pakistan. Viel zu schreiben ist anscheinend nicht, weswegen ein paar Bilder und Klänge genügen sollen fürs »umfassende Bild des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland«. Theoretisch zumindest. Tatsächlich aber sind sie weg. Ebbe bei der Deutsche Welle. Die andernorts zu sehenden Bilder aber sind sehr schön. Besonders die drei Gartenzwerge. Etwas klein zwar, aber so ist das eben im Internet. Nicht zuletzt zeichnen sich Gartenzwerge auch im richtigen Leben nicht durch riesige Größe aus. Sonst wären sie ja Riesen. Wie George W. Bush und noch ein paar andere.

Thomas Hirschbiegel

H&A Medien

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.