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Geschenke: Drama unterm Baum: Wie mir Paypal die Weihnachts-Überraschung versaute

Wie alle kauft auch stern-Autor Malte Mansholt seine Geschenke im Netz. Die Überraschung unter dem Tannenbaum ist nun deswegen verdorben - und das trotz geschickter Verschleierungs-Taktiken.

Zu Weihnachten gehört auch die Überraschung (Symbolbild)

Zu Weihnachten gehört auch die Überraschung (Symbolbild)

Getty Images

Ich muss zugeben, dass mir Geschenke an Weihnachten eher Gräuel denn Freude ist. Wie schlimm Fußgängerzonen in der Weihnachtszeit sind, muss ich wohl niemandem erzählen. Trotzdem schenkt man natürlich, schließlich will man den anderen ja durchaus gern eine Freude machen. Seit man eigentlich alles online kaufen kann, ist mein Weihnachts-Leid immerhin erträglicher geworden. Und trotzdem hätte ich das wichtigste Geschenk dieses Jahr lieber offline kaufen sollen.

Dabei hatte ich mich so angestrengt, meiner Frau ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen - ohne dass sie das mitbekommt. Gar nicht so einfach, wenn man wegen der Arbeit kaum Zeit für Ladenbesuche hat, sich viele Accounts in Online-Shops teilt und sie meist auch noch die Pakete annimmt. Der Ring, um den sich das Drama dreht, war zudem nur in einem Laden erhältlich, der nur zu meinen Arbeitszeiten geöffnet hat. Und: Es waren nur noch einige wenige Modelle übrig. Selbst, wenn ich es anders gewollt hätte, blieb mir gar keine Wahl: Ich musste online zuschlagen. Natürlich unter besonderer Geheimhaltung.

Geheimhaltung ist alles

Das klappte zunächst ganz gut. Als meine Frau schon im Bett lag, maß ich heimlich einen ihrer Ringe aus, am nächsten Tag bei der Arbeit legte ich mir das ersehnte Modell in den Einkaufswagen. Damit das Geschenk nicht bei der Lieferung auffliegt, wählte ich die Option, den Ring im Shop abzuholen. Die Idee: So muss ich nur einen Abend, wenn es zeitlich passt, mal früher gehen - und den Ring kurz vor Ladenschluss abholen. Das beste aus Online und Offline-Welt. Ich kann mir den Abend flexibel aussuchen, der Ring ist auf jeden Fall vorrätig, meine Frau hat nicht aus Versehen das Paket in der Hand. Ein perfekter Coup, dachte ich.

Doch wenn wir eines aus Heist-Filmen à la "Oceans 11" gelernt haben, dann das: Auch der beste Plan kann an kleinen Fehlentscheidungen scheitern. Bei mir war das die Wahl der Bezahlmethode. Statt einfach bei der Abholung mit Cash, Karte oder vielleicht sogar Apple Pay meine Rechnung zu begleichen, wollte ich das gleich hinter mich bringen - und entschied mich für die Zahlung per Paypal. Dabei wollte ich so sogar Fehlerquellen ausschließen: Wenn alles schon bezahlt ist, kann mir ein nicht funktionierender Kartenleser oder fehlendes Bargeld einen Strich durch die Rechnung machen, so mein Gedanke.

Petze Paypal

Doch die Entscheidung rächte sich quasi sofort. Was ich nicht wusste: Meine Frau war gerade dabei, unserer Tochter Zuhause das iPad zu entsperren - und wurde von der dort eintrudelnden Bezahlungs-Benachrichtigung der Paypal-App gewissermaßen angesprungen. Sie sah den Namen des Shops und wusste sofort, was ich gekauft hatte. Schließlich hat sie sich diesen Ring explizit gewünscht.

Ich war aufgeflogen und ahnte davon noch nichts, bis mir meine geliebte Gattin Abends gestand, was passiert war. Immerhin hielt sich das Drama in Grenzen. Nur weil man von einem Geschenk weiß, kann man sich schließlich immer noch darüber freuen. Danny Ocean wäre wohl trotzdem enttäuscht gewesen. "Stell dir vor, du hättest etwas für deine Geliebte gekauft", zogen mich die Kollegen am nächsten Tag auf. Für ausgefuchste Juwelendiebstähle oder Fremdgeh-Vertuschung bin ich wohl nicht gemacht. Das nächste Mal bezahle ich also lieber bar. Schließlich ist die Überraschung unter dem Baum mindestens genauso wichtig, wie das Geschenk selbst.

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