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So! Viele! Kameras! Diese sechs Smartphone-Trends erwarten uns 2020 – darunter ein neuartiger Akku

Falt-Smartphones gelten als Trend der Zukunft, doch zunächst müssen noch einige Kinderkrankheiten behoben werden.
Falt-Smartphones gelten als Trend der Zukunft, doch zunächst müssen noch einige Kinderkrankheiten behoben werden.
© Getty Images
Auch in diesem Jahr werden Smartphones schneller und die darin verbauten Kameras besser - das dürfte niemanden überraschen. Bei Akkus könnte uns allerdings ein großer Sprung erwarten. Das sind die Telefon-Trends des Jahres.

Endlich mal was Neues: 2019 war eines der spannendsten Jahre in der noch recht jungen Geschichte des Smartphones. Sony zog sein Display lang, Huawei, Samsung und Motorola experimentierten mit faltbaren Bildschirmen und beinahe alle Hersteller steckten mehr Kameras in ihre Telefone. Doch welche Trends erwarten uns dieses Jahr? Mit dem Galaxy S11 und Huawei P40 Pro stehen zwei Spitzen-Smartphones bereits in den Startlöchern, und natürlich wird es auch dieses Jahr ein neues iPhone geben. Das sind unsere sechs Prognosen.

5G wird Mainstream

Ultraschnell und ohne Verzögerung unterwegs surfen - das ist das Versprechen des Mobilfunkstandards 5G. In den ersten Städten und Ballungsräumen kann man 5G bereits empfangen, allerdings mangelt es in der breiten Masse noch an kompatiblen Geräten. Das ändert sich 2020: Sowohl das neue Galaxy-Flaggschiff als auch das diesjährige iPhone werden 5G unterstützen, schätzen Experten. Zudem werden diverse chinesische Anbieter 5G in Mittelklasse-Geräte bringen. Ende des Jahres dürften sich Dutzende Millionen 5G-Smartphones in den Hosentaschen befinden - bis dahin haben die Netzbetreiber rund um den Globus noch jede Menge zu tun.

Clever knicken

2019 war das Jahr, in dem faltbare Smartphones endlich Wirklichkeit wurden. Die Technik ist vielversprechend, fühlt sich bislang aber noch unfertig an - und ist derzeit kaum bezahlbar. Das Samsung Galaxy Fold etwa kostet rund 1700 Euro. In diesem Jahr dürfte die Technik nicht nur günstiger, sondern auch besser werden: Hersteller wie LG, Xiaomi und TCL steigen ebenfalls in das Geschäft mit Falt-Telefonen ein. Letzterer will etwa mit einem Gerät punkten, das sich dreimal zu einem 10-Zoll-Tablet auseinanderfalten lässt. Vermutlich wird man die ersten neuen Modelle zum Mobile World Congress Ende Februar in Barcelona zu sehen bekommen.

120 Hertz für die Masse

Smartphone-Bildschirme wurden in den vergangenen Jahren immer größer und heller. Nun werden sie schneller. Hm, der Bildschirm wird schneller? Ganz genau: Bei Premiummodellen dürfte eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz zum Standard werden. Die Zahl gibt an, wie häufig der Bildschirm sich pro Sekunde aktualisiert. Je höher die Frequenz, desto schärfer erscheinen Inhalte, zudem profitieren Augmented-Reality-Anwendungen von einer besseren Darstellung. Bislang ist bei den meisten Geräten bei 60 Hertz Schluss. Einige Geräte, darunter das Oneplus 7T und das Google Pixel 4, unterstützen die 120-Hertz-Technik bereits jetzt schon, Gerüchten zufolge steckt sie demnächst auch im neuen Galaxy-Smartphone.  

Schneller und ausdauernder

Smartphone-Prozessoren werden auch in diesem Jahr schneller. Beim Chip vom Typ Snapdragon 865, der viele Android-Flaggschiffe antreiben wird, rechnet man mit einem Plus von 30 Prozent. Noch größer könnte der Sprung beim iPhone ausfallen: Der A14-Chip dürfte der erste sein, der im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Dadurch lassen sich die Schaltkreise enger packen, das Ergebnis ist eine bessere Energieeffizienz. Apropros Energie: Womöglich sieht man bereits in diesem Jahr die ersten Smartphones mit einem Graphen-Akku. Aus diesem Material werden etwa auch Bleistiftminen hergestellt. Der Graphen-Akku, der im Huawei P40 stecken soll, verfügt angeblich über eine Kapazität von satten 5.500 mAh und lässt sich mit 50 Watt in gerade mal 45 Minuten vollständig aufladen. Beides wäre ein enormer Sprung verglichen mit aktuellen Modellen.

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Bessere Bilder

Die neuen Prozessoren ermöglichen nicht nur aufwendigere Spiele, sondern auch die Unterstützung mächtigerer Kamera-Sensoren. Xiaomi etwa hat mit dem Mi Note 10 Pro ein Gerät im Sortiment, das schon jetzt 108 Megapixel unterstützt. Samsung wird Gerüchten zufolge auf diesen Zug aufspringen. Damit die Bilder nicht riesig werden, nutzt der Prozessor die Pixelmasse, um mit Hilfe cleverer Algorithmen die Bildqualität zu erhöhen. Die Technologie heißt Pixel Binning und kommt etwa auch in Huawei-Smartphones zum Einsatz.

Zudem wird sich die Zahl der Kameras weiter erhöhen: Wer das iPhone 11 Pro mit seinen Linsen auf der Rückseite schon nicht besonders hübsch fand, sollte besser einen Bogen um das Huawei P40 Pro machen. Ersten Leaks zufolge wird das Gerät auf der Rückseite vier bis fünf Kameras verbaut haben. Da fragt man sich bloß: In welche Linse muss man am Ende eigentlich schauen?


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