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Mobile World Congress Das neue Samsung Galaxy S6: Schick und geknickt


Das Warten hat ein Ende: Samsung hat endlich seine neuen Topmodelle vorgestellt. Das Samsung Galaxy S6 gibt es jetzt auch als Edge-Variante - mit gleich zwei Knicken.
Von Malte Mansholt

Samsung hat auf dem Mobile World Congress offiziell seine neuen Topmodelle vorgestellt: Samsung Galaxy S6 und Samsung Galaxy S6 Edge sind die neue Spitzenklasse des Konzerns. Entsprechend badet er sie in Superlativen.

So soll der extra für die beiden Geräte entwickelte 64-Bit-Prozessor der schnellste jemals in einem Smartphone verbaute sein. Glaubt man den von Samsung genannten Werten, ist das durchaus plausibel, beide sollen bis zu 24 Prozent schneller sein als das bisher schnellste Galaxy Note 4. Um die Geschwindigkeit noch weiter zu erhöhen, setzt Samsung erstmals in einem Smartphone auf DDR4-Ram als Arbeitsspeicher.

Das 5,1 Zoll große Display der beiden Geräte hat eine Quad-HD-Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten - das entspricht 577 PPi. Zudem soll es deutlich heller ausfallen als das des Vorgängers. Damit hätte Samsung eine der größten bisherigen Schwächen der farbstarken AMOLED-Technologie bezwungen.

Samsung Galaxy S6: Mehr Farbwahl

Beim Design hat Samsung deutlich zum Konkurrenten Apple geschielt. Die beiden neuen Galaxys haben abgerundete Ecken, wie sie Apple auch schon beim iPhone 6 und 6 Plus benutzte. Samsung verzichtet zudem auf die umstrittene Kunstlederrückseite und setzt stattdessen auf das extrem stabile Gorillaglas.

Außerdem kommen zu den bekannten Farbtönen Schwarz und Weiß nun auch noch Gold, Smaragdgrün und Topasblau hinzu - eine edel wirkende Abwechslung. Dabei sind zwei farben aber auf jeweils ein Modell beschränkt: Nur das Edge gibt es in Grün, Blau ist dem regulären S6 vorenthalten. Alle Farbvarianten haben einen leichten Metallic-Effekt. Sie ändern also je nach Blickwinkel ganz leicht die Farbe.

Beim Samsung Galaxy S6 Edge biegt sich das hochaufgelöste Display auf beiden Seiten um die Ecke. Anders als beim Note 4 sehen die Nutzer hier aber keine Benachrichtigungen - der Unterschied ist also in erster Linie kosmetisch. Neben der markanteren Optik hat die Kante aber immerhin einen kleinen Mehrnutzen: Liegt das Smartphone auf dem Display, kann es über den Edge-Bereich trotzdem den Eingang von Anrufen anzeigen. Sie lassen sich dann über den Fingerabdrucksensor auf der Rückseite annehmen.

Samsung Galaxy S6: Glas statt Kunstleder

Auch bei den Kameras hat Samsung eine Schippe draufgelegt. Die beiden Galaxys haben selbst auf der Frontkamera eine Echtzeit-HDR-Funktion und schießen auch bei extrem schlechten Lichtverhältnissen noch gute Bilder. Vor allem das durch dunkle Lichtverhältnisse entstehende Bildrauschen geht laut Samsung stark zurück. Zudem bietet die Kamera eine optische Bildstabilisierung. Glaubt man Samsung, muss sich selbst das für seine tollen Fotos bekannte iPhone 6 Plus nun hinter den Fotokünsten der Galaxys verstecken.

Die Startzeiten der Kamera hat Samsung mit einem cleveren Trick verkürzt: Die App ist imer aktiv, der Nutzer "weckt" die Kamera nur. Das soll in unglaublichen 0,7 Sekunden passieren.

Samsung Galaxy S6: Kabelloses Laden

Besonders stolz scheint Samsung außerdem auf die Weiterentwicklungen beim Akku zu sein. Der ist bei den neuen Geräten fest verbaut - ein Schritt den Samsung nach eigenen Angaben nur zu gehen bereit war, weil die Akkus so weit fortgeschritten sind. So soll der Akku in nur zehn Minuten Ladezeit auf einen Akkustand kommen, der vier Stunden aktive Nutzung zulässt - ein Segen für alle, die ständig vergessen, ihr Smartphone zu laden. Auch die vollständige Ladung erfolgt laut Samsung pfeilschnell: Die Galaxys sollen demnach nur halb solange von 0 bis 100 Prozent brauchen, wie das iPhone 6.

Das Galaxy S6 und das Galaxy S6 Edge lassen sich beide kabellos laden. Sie unterstützen dabei die beiden gängigsten Ladetechnologien - so soll man auch die Ladestationen anderer Geräte nutzen können. Ob Samsung damit wirklich wie angekündigt dafür sorgt, dass kabelloses Laden im Mainstream ankommt, muss sich zeigen.

Samsung Galaxy S6: Speicherausstattung

Die beiden S6-Modelle kommen jeweils in Varianten mit 32, 64 und 128 Gigabyte Speicherplatz auf den Markt. Anders als bei den Vorgängern hat sich Samsung allerdings entschieden, auf den Speicherkartenschacht zu verzichten - er lässt sich also nicht mehr bei Bedarf erweitern. Für viele Samsung-Fans dürfte das eine herbe Enttäuschung sein. Wie groß der Preisunterschied zwischen den Speicher-Varianten ausfällt, ist noch nicht bekannt.

Samsung Galaxy S6: Samsung Pay

Ebenfalls für den Massenmarkt bereit machen, will Samsung die mobile Zahlung per Smartphone. Nachdem die Technologie durch Apple Pay einen ordentlichen Boost erhalten hat, will Samsung ihr nun endgültig zum Durchbruch verhelfen. Das Konzept ist tatsächlich sehr interessant: Samsung Pay funktioniert anders als Apple Pay nicht ausschließlich über NFC-Chips (Near-Field-Communication), sondern auch mit gängigen Bezahl-Terminals. So sollen sofort zum Start des Dienstes 90 Prozent der US-Händler über kompatible Kassensysteme verfügen - ohne dafür umrüsten zu müssen. Im Sommer geht es mit Samsung Pay zunächst nur in den USA und Samsungs Heimat Südkorea los. Wann auch andere Staaten hinzukommen, ist aber noch nicht bekannt.


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