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Atlantik-Überquerung: Fossett wiederholt Menschheitstraum

Nach Ballons und Zeppelinen hat Retroflieger Steve Fossett ein weiteres Fluggerät erfolgreich reaktiviert: Im Doppeldecker überquerte er den Atlantik.

Der Abenteurer Steve Fossett ist mit einem Kopiloten in einem alten Doppeldecker über den Atlantik geflogen und erinnerte damit an den ersten Transatlantikflug vor 86 Jahren. Am Samstagabend stiegen Fossett und Mark Rebholz in Neufundland in einen Nachbau der Vickers "Vimy". Am Sonntag landeten sie sanft auf einem Golfplatz im irischen Clifden, wo sie von 2.000 begeisterten Flugfans empfangen wurden.

Die 3.040 Kilometer lange Strecke wurde 1919 von dem Briten John Alcock und dem Amerikaner Arthur Whitten-Brown gemeistert - acht Jahre vor dem legendären Atlantikflug Charles Lindberghs von New York nach Paris. Die Wiederholung durch Fossett nach 86 Jahren war eigentlich schon am Jahrestag, dem 14. Juni, geplant, musste aber wegen schlechten Wetters mehrmals verschoben werden.

Der in alte Fluggeräte verliebte Amerikaner bezeichnete den Atlantik-Überflug als echten "Ausdauertest". "Das Flugzeug ist sehr primitiv, man darf die Hände nicht einen Moment vom Steuer lassen, sonst verliert man die Kontrolle." Der 60-jährige Fossett war im März als erster Mensch ohne Zwischenlandung oder Auftanken rund um die Erde geflogen. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Erstflug als Solo-Ballonfahrer rund um die Welt.

AP / AP