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"Helge Ingstad": Fregatten-Untergang - Besatzung verwechselte Tanker mit dem Festland

Menschliches Versagen und ein Konstruktionsfehler führten zum Untergang der "Helge Ingstad". Die Kollision wurde durch die Besatzung verschuldet, doch nach dem Zusammenstoß führte ein Konstruktionsfehler zum Untergang.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Die "Helge Ingstad" im Einsatz.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Die "Helge Ingstad" im Einsatz.

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Erst Leichtsinn, dann auch noch Pech - so lässt sich die vorläufige Einschätzung des Accident Investigation Board Norway, zusammenfassen. Dieser basiert auf den Aussagen der Crew der "Helge Ingstad" und der zivilen Besatzung des Tankers "Sola TS". Zusätzlich wurden die Daten den "Ingstad", der "Sola TS" und die der norwegischen Küstenverwaltung untersucht.

Dem Bericht zufolge fuhr die "Helge Ingstad" mit Navigationslichtern. Obwohl es sich um ein Stealth-Schiff handelte, war sie für die zivilen Schiffe und Festlandstationen auf dem Radar gut sichtbar. Die Fregatte übermittelte jedoch nicht den AIS-Schiffspositionierungscode. Der Code wird von allen zivilen Schiffen benutzt. In ihm wird der Name des Schiffes, Kurs und genaue Position übermittelt. Ein weiterer Vorteil: Diese Daten kann man mit jedem Smartphone auswerten, wie man hier sehen kann.

Das Radar liefert dagegen nur ein Signal, ob sich ein Objekt auf dem Meer befindet. Um welches Schiff es sich dabei handelt und welchen Kurs es hält, verrät das Radar nicht. Außerdem kann ein Schiff in den Radarschatten der Küstenlinie oder eines anderen Schiffes geraten, dann ist es unsichtbar. Mit dem AIS passiert das nicht.

Aus dem Bericht kann man schließen, dass die Besatzung der "Helge Ingstad" nicht allein darauf verzichtet, so ein Signal zu senden. Sie überwachte offenbar auch nicht die AIS-Signale anderer Schiffe. Dann hätte sie den Tanker sofort identifiziert. Offenbar übte die Besatzung das Navigieren nach Sicht - ohne technische Hilfsmittel, ganz so wie schon die Wikinger ihre Schiffe bewegten.

Tanker voll illuminiert

Um etwa 3.40 Uhr bemerkte die Crew den hell erleuchteten Tanker, der das ganze Deck illuminiert hatte. Wegen der Lichterflut hielt die Crew den gleißenden Tanker jedoch für eine Einrichtung an Land. Auch diese Verwechslung mutet merkwürdig an, denn das Sture-Terminal, an dem der Tanker lag, ist in jeder Karte verzeichnet. Schiffsverkehr in seiner Nähe ist nicht ungewöhnlich.

Kurz darauf legte die "Sola TS" vom Öl-Terminal ab und fuhr in Richtung offenes Meer auf die Fregatte zu. Der Tanker und die Leitstelle an Land bemerkten die Fregatte, konnten den Fleck auf dem Radar aber wegen des fehlenden Signals zunächst nicht identifizieren.

Als die "Helge Ingstad" immer näher kam, versuchte das Handelsschiff, die Fregatte zu erreichen, damit diese sich nach Steuerbord wenden würde. Nur so war eine Kollision zu vermeiden.

Auf der Brücke der "Helge Ingstad" herrschte nun komplette Verwirrung. Dort hatte man den unmittelbar vorauslaufenden Tanker immer noch nicht erkannt. Man glaubte, statt mit ihm mit einem ganz anderen Schiff zu sprechen. Den dringenden Wunsch auf Kursänderung wollte man nicht folgen. Da die Crew den Tanker für das Festland hielt, hätte die Kursänderung die Fregatte auf Land gesetzt.

Tatsächlich war diese Annahme falsch. Nur mit Sicht war die "Sola TS" schwer zu erkennen. Doch sowohl auf dem AIS-System wie auch auf dem Radar hätte die Crew der Fregatte erkennen müssen, dass es sich um ein Schiff im Wasser und keine Hafenanlage an Land handelt.

Um 4 Uhr bemerkte die Crew der "Ingstad" den Irrtum. Doch für ein erfolgreiches Ausweichmanöver war es zu spät, die Schiffe kollidierten. Nach dem Zusammenstoß verlor die Brücke die Kontrolle über Antrieb und Steuerung. Kurz darauf traf das führerlose Schiff auf die Uferlinie. 

Bis dahin wurde der Zusammenstoß wohl durch die unkonventionelle Navigation der Fregatten-Crew verursacht. Aber nun, nachdem das Unglück geschehen war, zeigten sich bauliche Mängel des Schiffstyps. Die Fregatte nahm in drei Abteilungen Wasser auf. Die Besatzung hoffte, den Einbruch einzudämmen und das Schiff über Wasser zu halten. Doch die einzelnen Sektionen der Fregatte waren nicht wasserdicht voneinander getrennt. Durch die Propellerwellen geriet Wasser in den Technikraum. Nachdem der überflutet war, floss es weiter in den hinteren und den vorderen Maschinenraum. Mit so vielen Sektionen unter Wasser war die Fregatte nicht zu halten. Schlepper konnten einen Untergang nur verhindern, indem sie das Kriegsschiff auf Grund an die Küste setzen. Dort wurde es festgemacht. Aber die Verankerung war zu leicht, das Schiff löste sich später und ging dann endgültig verloren. Das dritte Malheur in Folge.

Quelle: Den Report "Norwegian Frigate Helge Ingstad Accident Report" können Sie hier einsehen.


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Würde diese Theorie Funktionieren ( Die Entstehung eines Universums aus einem schwarzen Loch )?
(Der Anfang der Theorie von mir ist unter dem Text der der nachvollzieungs hilfe mit einem 🙃 gekennzeichnet). Ich bin ein recht analysierendender und über mehrere Richtungen hinterfragender Menschen. Eine Theorie die mir in den sin Kamm aber die ich aus eigenemen Ermessensen erst zu grob und simple Fand aber Recht gut mit gängigenen Theorienen Einhergeht wie die (finde ich zu Erprobt stopende) Urknall Theorie, deren Ausbau wo sie durch ein höher dimensiodimensionales Schwarzes Loch aus ging und auch etwas von der multiversums Theorie. 🙃 Meine (mir imer noch zu vorkommende) Theorie geht davon das Der Urknall eine Explosion im und nicht des raumes ist, das ein extrem massereiches Schwarzes Loch das aufgrund des von mangelndem Nachschub Explodierte und durch diese kinetische Energie wie in der Urknall Theorie den Inhalt freisete. aber die Expansion des universums nicht die Ausbreitung des Raumes ist sondern viel ehr eine Zerstreuung Des Inhaltes in einem Raum stattfindet, vergleichbarear mit anderen Explosionen die Inhalt freizusetzenen. PS. ist zwar recht grob für meine persönlichpersönlichen Verhältnisse- (mache meist komplexere, effizientere und schlusvolgerungs fähigere Theorien und ist mir selber etwas schwammig ist eine meinens erachtens funktionell ergänzung zum Thema Uhrknall ) -und und verändertrt im grunde nur etwas den Blickwinkel gängiger Theorien aber in einen effektivenen und nachvollziehbaren weg. Diese Theorie ist Vorwiegend mit sipelerer hrangehensweise aufgebaut als meine anderen und dementsprechend mir etwas Unwohl sie zu veröffentlichen aber im Grunde eine meiner Meinung legitime logische Ergänzung. Was meint ihr?
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?