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Ikea Tradifri: Ab dem 1. April gibt es bei Ikea eine smarte Beleuchtung

Smarte Lichtsteuerung zum Schnäppchenpreis wird ab dem 1. April in allen Ikea-Filialen angeboten. Das System verspricht Lichtsteuerung per App und Bewegungsmelder. Ikea greift damit die Platzhirsche an.

Neben Glühbirnen, Bewegungsmelder und zentraler Steuerung bietet Ikea auch maßgeschneiderte Leuchtelemente für die eigenen Möbel an.

Neben Glühbirnen, Bewegungsmelder und zentraler Steuerung bietet Ikea auch maßgeschneiderte Leuchtelemente für die eigenen Möbel an.

Der erste Schritt zum Smarthome ist die Beleuchtung. Mit einem Knopfdruck kann jeder ein klares Arbeitslicht in eine stimmungsvolle Leuchte verändern. Diese Möglichkeiten locken viele, nur empfinden sie die bestehenden Systeme als zu teuer und wohl auch als zu kompliziert.

Das glaubt zumindest Ikea. Zum 1. April bringt der Möbelgigant auch in Deutschland eine eigene Smart-Lighting-Kollektion in die Filialen. In vier Testländern werden einzelne Module schon seit dem Herbst 2016 angeboten, der allgemeine Marktstart fällt nun mit der Einführung der Tradifri-App zusammen. Mit ihr kann die Beleuchtung auch ohne eine spezielle Fernbedienung über das Smartphone oder Tablett angesteuert werden. "Man kann beispielsweise ein Licht für früh morgens einstellen, ein weiteres für den späten Abend und ein drittes zum Kochen und Arbeiten", sagt Björn Block, der Chef von Ikea Home Smart.

Installation ohne Vorkenntnisse

Und natürlich sollen die Käufer die Geräte ohne Installateur oder Fachmann in Betrieb nehmen können. Ikea verspricht eine "Plug and Play-Lösung", die alten Glühlampen werden lediglich durch Tradifri-LED-Birnen ersetzt. Bisher gab es schon LED-Lampen, LED-Lichtpaneele und LED-Türen. Ergänzt wird die Kollektion durch eine Reihe von neuen Produkten wie kabellose Dimmer, ein Bewegungsmelder, ein Gateway und die Tradifri-App. Das Gateway dürfte eine zentrale Basisstation sein, welche die Leuchten miteinander vernetzt. Mit ihr und der App lassen sich dann die gewünschten Lichtstimmungen ansteuern. Wie komfortabel und leistungsfähig das Ikea-System ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen. .

So retten sie ihr nasses Handy

Der Preis spricht für Ikea 

Wegen der Marktmacht des Möbelhauses, dürfte Smart-Lightning eine ernstzunehmende Konkurrenz für Philips Hue und Osram Lightify werden. Denn das Preisniveau von Ikea ist deutlich niedriger: Ein Bewegungsmelder von Philipps kostet etwa 40 Euro, das Gerät von Ikea 25 Euro. Ähnlich sieht es bei den Birnen aus, eine 1000-Lumen-Leuchte mit Tageslicht kostet bei Ikea 20 Euro, eine Philippsleuchte "White Ambiance" mit etwas geringerer Lichtstärke 35 Euro. Soll die Phillips-Lampe in 16 Millionen Farben leuchten können, muss man fast 60 Euro bezahlen. 

Generell liegt das Preisniveau des Ikea-Sortiments bei etwa 60 Prozent der Preise von Philipps Hue.  Dafür nimmt man allerdings ein kleineres Sortiment in Kauf. Den ersten Kauf sollte man nicht spontan entscheiden. Auch wenn Einsteigersets für 70 Euro angeboten werden, wird eine Umstellung aller Lichtquellen sehr teuer. Da die Systeme nicht kompatibel sind, ist man auf Jahre an einen Anbieter gebunden. Ein späterer Umstieg auf ein Konkurrenzsystem ist sehr kostspielig.

Smart bleibt ein teurer Spaß

Billig ist die Lichterpracht von Ikea immer noch nicht. Verzichtet man auf smarte Beleuchtung ist das Licht sehr viel günstiger zu haben: Eine ganz normale Led-Leuchte von Philipps gibt es pro Stück ab 2 Euro, wenn man eine 10er Schachtel wählt. Entschließt man sich zum Einstieg in die smarte Beleuchtungswelt, muss man also dauerhaft mit mindestens zehnmal höheren Kosten für Leuchtmittel rechnen. Wer es bunt mag, muss sogar das 30-fache einplanen.