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Klassische Fotoalben: Mit Kitsch, Kordeln und Büttenpapier

Der Aufstieg der digitalen Fotografie bedeutet den Abstieg der klassischen Fotoalben. Die Zeit von Papierabzügen und Fotoecken ist vorbei. Doch die Photokina in Köln zeigt: Zwei menschliche Großereignisse halten die Branche der Albenhersteller am Leben.

Von Ralf Sander, Köln

Dunkel glänzt der Einband des Folianten, das Leder geprägt mit Schmuckmustern. Was steht auf dem Einband in riesigen Buchstaben? "Die Bibel"? Nein. "Our Wedding". Dieses Monster von Buch gehört in keine historische Sammlung. Es ist ein Hochzeitsalbum. Die Halle 9 der Photokina in Köln ist voller Beispiele, wie eine ganze Branche der Digitalisierung der Fotografie trotzt. Oder von ihr profitiert, indem sie eine analoge Verkleidung für digitale Bilder schafft.

Eigentlich sind die Zeiten von Papierabzügen, die mit schlecht haftenden Fotoecken in riesige leere Bücher geklebt werden, vorbei. "Seit ungefähr fünf Jahren, also seit dem Boom der Digitalkameras, verkaufen wir jedes Jahr weniger Alben", beschreibt Wolfgang Dropmann die Situation der ProNa Gmbh, deren Verkaufsleiter er ist. Seit 15 Jahren produziert und importiert die Firma aus dem westfälischen Senden Fotoalben und ist gezwungen, sich dem verändernden Fotografier-Verhalten der Deutschen anzupassen. "Für die Jugendlichen von heute ist es normal, dass Bilder online, auf einem PC oder kleinen Geräten wie dem iPod gespeichert und angeschaut werden. Mit Papierfotos kommen sie nur selten in Berührung, schon gar nicht kennen sie eingeklebte Bilder", sagt Dropmann. Wenn dann doch etwas zum Anfassen benötigt werde, sei das Fotobuch vom Bilderdruckservice das Buch der Wahl. Dropmann: "Diese Bücher lassen sich am PC gestalten und man kann sie sogar beim Discounter oder in der Drogerie bestellen. Das ist einfach und vor allem billig." Die Sammlung der peinlichsten Fotos vom Betriebsausflug oder das Best-of von Omas 69. Geburtstag benötigen halt keine Buchdeckel aus handgeschöpftem Büttenpapier, mit asiatischer Stroh-Bindung und Lederapplikationen oder einer Zimtstange als Hingucker. "Wir machen nur noch außergewöhnlich gestaltete Alben, die einen individuellen Charakter haben", beschreibt Dropmann die Überlebensstrategie von ProNa, "sonst hätten wir gegen die ausgedruckten Fotobücher keine Chance." Ablehnung des Fortschritts hilft auch nicht weiter. Deswegen bietet ProNa auch ein Veredelungsprogramm für Fotobücher an: Man kauft nur die Buchdeckel und -rücken seiner Wahl und klebt einfach das Fotobuch dazwischen.

Geschmäcker sind Kulturgut

Genau zwei Ereignisse gibt es, die die Menschen immer noch zum edlen Album greifen lassen: die Hochzeit und die Geburt eines Kindes. Dementsprechend reihen sich in dieser Messehalle Wiegen an Ringe, Störche an weiße Tauben, Schnuller an Sektgläser. Bei Vermählung und Vermehrung wird wenig experimentiert: Ästhetisch außergewöhnliche Entwürfe verschwinden unter einem Berg von Kitsch. Nirgendwo auf der Photokina wird so deutlich, dass es sich um eine internationale Messe handelt. Jeder Stand ist hier auch ein Krieger im Kampf der Kulturen.

Die Deutschen mögen’s vergleichsweise schlicht. Dropmann beschreibt die aktuelle Hochzeitsalben-Mode so: helle Farben, Champagner oder Eierschale, der Einband mit edlem Papier, vielleicht ein kleines Symbol darauf. "Die kosten zwischen 20 und 50 Euro, das ist für deutsche Verhältnisse schon viel Geld für ein Album", sagt der ProNa-Verkaufsleiter - und schaut mit leichtem Kopfschütteln zum Stand schräg gegenüber.

Geiz ist ungeil - im Süden

Dort hat man für Sparsamkeit dieser Art nicht den Hauch von Verständnis. Die Firma Konpoli kommt aus Griechenland und verkauft Alben der Superlative: Alles wird handgefertigt, aus Materialien wie Leder, Seide, Baum- und Blütenblättern und edlen Papieren wird das Buch gebunden. Dazu - abhängig von der Brieftasche - Schriften und Motive aus Swarowski-Kristallen oder eine edle Holzbox zur standesgemäßen Aufbewahrung. Die Preise für ein leeres Album zum Selbereinkleben beginnen bei rund 150 Euro. Wie antik und Ehrfurcht einflößend die Folianten auch aussehen sollen, zwischen vielen Buchdeckeln steckt modernste Technik. Ein Muss, weil die meisten Hochzeitsfotografen inzwischen digital fotografieren. Im Hochpreissegment kümmert sich der Albenbauer selbst um den Druck der Fotos, um die geforderte Qualität zu gewährleisten. Und weil die riesigen Bücher sowieso Spezialgrößen erfordern, die keine Massendruckmaschine parat hat. Bei Konpoli kostet so ein Digitalalbum 300 bis 500 Euro, der vierstellige Euro-Bereich ist mit ein paar Sonderwünschen aber schnell erreicht.

"In Deutschland haben Hochzeit und Geburt einen relativ geringen Stellenwert, wenn man es mit Südeuropa vergleicht", erklärt Hugo Mettler, Konpoli-Repräsentant für die Schweiz. "Wie wichtig diese Ereignisse in Italien, Griechenland, Spanien oder der Türkei sind, sieht man den Alben auch an." Die Stände der Hersteller aus diesen Ländern bestätigen diese Einschätzung: Die Bücher sind riesig, überbordend gestaltet und für norddeutsche Augen ungeheuer übertrieben und aufdringlich (siehe Fotostrecke). Aber sie erteilen auf einem Buchdeckel Unterricht in kulturellen Unterschieden. Das muss ein Bilderbuch aus dem Fotodrucker erstmal nachmachen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.