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Diese Technik weckt Ängste: Können neue US-Spionagesatelliten durch Wände sehen?

Sehen Sie im Video: Können diese neuen US-Spionagesatelliten durch Wände sehen?






Satelliten, die durch Wände sehen können – was klingt wie ein Schreckensszenario aus einem Science Fiction Film, ist jetzt Wirklichkeit geworden: Das US-Raumfahrtunternehmen Capella Space hat einen neuen Satelliten entwickelt. Der Capella 2 kann unabhängig von Wetter- und Lichtverhältnissen jederzeit scharfe Bilder aufnehmen. Jetzt hat das Unternehmen den ersten Satelliten in den Weltraum geschossen. Der Spionagesatellit umkreist die Erde und kann mit Radartechnologie hochauflösende Bilder von nahezu jedem Ort auf unserem Planeten erstellen - und er ist stark genug, um die Wände von Gebäuden zu durchdringen. Das Unternehmen hat erste Bilder der Möglichkeiten veröffentlicht. Das kommerzielle Satellitenprogramm stellt die Daten zahlenden Kunden aus der Wirtschaft, aber auch Behörden zur Verfügung. 
Dabei sendet der Satellit selber Funkwellen aus, was ihn unabhängig von vorhandenem Licht macht, denn die Radarwellen können Wolken und Gegenstände durchdringen. 
Die Genauigkeit der Darstellung ist auf dem kommerziellen Markt nur von den US-amerikanischen Vorschriften begrenzt. Das heißt ein zahlender Kunde kann zwar lediglich Bilder mit einer Genauigkeit von 50x50 cm des Gebiets erhalten, das er überwachen möchte. Technisch dürften noch viel hochauflösendere Aufnahmen möglich sein, die allerdings nur von militärischen Einrichtungen genutzt werden dürfen. Die Technik des „Synthetic Aperture Radar“, die in den Satelliten genutzt wird, erlaubt eine Auflösung im Dezimeterbereich. 
Bei dem einen Satelliten im Weltraum soll es nicht bleiben. Das Unternehmen plant eine Satellitenkonstellation von 36 Geräten, die zusammen jeden Ort auf der Welt einmal pro Stunde überwachen können.
Die Genauigkeit, um Unterschiede in den Aufnahmen erkennen zu können, soll laut Aussage des Herstellers im Millimeterbereich liegen.   Derzeit bietet Capella Space Regierungen oder privaten Unternehmen an, Bilder von allem aus der ganzen Welt anzufordern. 
Wer nun Angst hat, in seinen eigenen vier Wänden ausgespäht zu werden, wird von dem Hersteller beruhigt. Laut Aussage des Unternehmens sind die reflektierten Signale aus Innenräumen zu schwach um deutliche Bilder zu erzeugen.  
Ein unentdeckter Spaziergang im Wald unter dem schützenden Blätterdach dürfte mit dieser Überwachungstechnologie nicht mehr möglich sein. 
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Ein Blick in die Zukunft: Ein US-Raumfahrtunternehmen hat einen neuen und extrem hoch-entwickelten Satelliten vorgestellt. Er kann unabhängig von Wetter- und Lichtverhältnissen schärfste Bilder aufnehmen und sogar Räume aus dem Weltall scannen.

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