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Überblick: Mekka für Wissenschaft und Technik

Das Deutsche Museum wurde heute von 100 Jahren eröffnet, und im Verlauf seiner langen Geschichte hat das weltweit größte Museum seiner Art bei großen wie kleinen Besuchern die Liebe zu Wissenschaft und Technik entfacht.

Es gilt als Mekka für Naturwissenschaft und Technik: Das Deutsche Museum feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag, und im Verlauf seiner langen Geschichte hat das weltweit größte Museum seiner Art bei großen wie kleinen Besuchern die Liebe zu Wissenschaft und Technik entfacht. Den Schriftsteller Umberto Eco inspirierte es für weltbekannte Werke wie "Das Foucault'sche Pendel". Nobelpreisträger wie der Chemiker Ernst Otto Fischer und der Physiker Rudolf Mößbauer betonen immer wieder, dass sie hier das Interesse für ihre Profession entdeckten. Am 28. Juni 2003 jährt sich die Eröffnung des Museums zum 100. Mal. Das Jubiläum wird mit einem Tag der offnenen Tür begangen, an dem der Eintritt frei ist und jede Menge Blicke hinter die Kulissen gewährt werden.

Vorbild für große Museen der Welt

Für zahlreiche berühmte Einrichtungen wie das Chicagoer Museum of Science and Industry, das Franklin-Institute in Philadelphia oder das National Science Museum in Tokio stand das Deutsche Museum Modell. Und dennoch: Die Münchner Einrichtung ist einzigartig. "Das erste Auto, das erste Telefon und die erste Röntgenröhre gibt es halt eben nur bei uns. Genauso wie die erste elektrische Lokomotive oder die Magdeburger Halbkugel", sagt Museumsdirektor Wolf Peter Fehlhammer. Ein Museum lebe von seinen Ausstellungsobjekten und der Einzigartigkeit seiner Originale. "Das ist wie in einer weltbekannten Gemäldegalerie. In Bezug auf Qualität und Quantität unserer Ausstellungsschätze sind wir mit führend", sagt der Museumschef.

Ehre den Erfindern

Renommierte Förderer wie Wilhelm Conrad Röntgen, Albert Einstein und Carl von Linde öffneten dem Museum viele Türen und vermachten ihm zahlreiche Schätze. Doch auch nach 100 Jahren ist das Deutsche Museum untrennbar mit dem Namen Oskar von Miller (1855-1934) verbunden. Der studierte Bauingenieur und autodidaktische Elektroingenieur hatte die zündende Idee für ein solches Museum. Es sollte Erfindungen der Naturwissenschaft und Technik als Meisterwerke ehren. Die damals als Ausbildungsberufe zweiter Klasse angesehenen Ingenieure und Techniker sollten stärker anerkannt werden.

50.000 Bettelbriefe in einem Jahr

Miller legte bei der Verwirklichung seines Lebenswerkes ein solches Engagement an den Tag, dass er bald berühmt und gefürchtet wurde für seine offensive Anwerbung von Ausstellungsstücken. Allein 1905 verfasste er rund 50.000 Bettelbriefe. Bei einem Überfall auf einer Mexiko-Reise im Jahr 1925 sollen ihn Banditen angeblich mit den Worten "Der Miller! Aus München vom Deutschen Museum? Nein, von Kollegen nehmen wir nichts!" begrüßt haben. Bei der Firma Krupp wurde vor einem Besuch Millers angeblich die Anweisung ausgegeben, die besten Stücke wegzuschließen. So wuchs der Fundus des Museums unter Millers Leitung bis 1925 auf 55.000 Exponate - fast alle wurden gespendet.

Legendär: die Knopfdruckexperimente

Miller wollte Wissenschaft und Technik von Anfang an anschaulich präsentieren. Naturwissenschaftlich-technische Zusammenhänge sollten spannend und populär vermittelt werden. Hierzu entwickeln die Ausstellungsmacher bis heute immer neue Präsentationstechniken. Legendär sind die in München entworfenen Knopfdruckexperimente, bei denen Versuche auf Tastendruck vorgeführt werden.

Ganze Besuchergenerationen hat das Deutsche Museum mit der eindrucksvollen Vorführung eines von einem Metallkäfig - dem so genannten Faraday’schen Käfig - abgeleiteten künstlichen Blitzschlags beeindruckt. Neben Klassikern aus den Gründerjahren wie dem Nachbau einer Kohlemine gibt die Ausstellung Einblicke in die hochmoderne Produktion von Computerchips und die Gentechnik.

Eher Wissensstadt als Museum

Das Deutsche Museum ist jedoch seit einigen Jahrzehnten weit mehr als eine 20 Kilometer lange Ausstellung von rund 20.000 Exponaten. Auf der so genannten Museumsinsel in der Isar wird geforscht, Vorträge geben Einblicke in neueste Erkenntnisse der Wissenschaft. Bei den Workshops der Besucherlabore können die insgesamt 1,3 Millionen Museumsgäste im Jahr ihre eigene DNA analysieren. "Die Insel ist kein Museum im herkömmlichen Sinn, sondern etwas, was ich Wissensstadt nenne", sagt Fehlhammer. "Wir sind ein guter Mix aus einer Ausstellung von historischen Objekten und eigenem Experimentieren."

In den kommenden Jahren bis 2005 soll die Ausstellung mit der Einrichtung des neuen Verkehrszentrums in den früheren Münchner Messehallen weiter ausgebaut werden - auf dann 73.000 Quadratmeter. Die Ausstellungsfläche des größten Wissenschafts- und Technikmuseums hat sich dann seit 1980 etwa verdoppelt.

Michael Ihly / DPA
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.