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Umfrage eines Dating-Portals: "Red Flags", "Green Flags" und emotionale Männer – das sollen die Dating-Trends 2023 werden

Singles
Das Dating-Jahr 2023 wird spannend: Es gibt so viele Singles wie schon lange nicht mehr
© Getty Images
Auf sich selbst achten, nicht zu viel Geld ausgeben und flexibler sein: Das ist Singles laut einer Umfrage beim Dating wichtig. Und vor allem Männer fangen an, sich selbst zu hinterfragen.

Worauf achten Menschen besonders bei der Partnersuche? Die Dating-App Bumble gibt dazu regelmäßig Umfragen in Auftrag. Jährlich extrahiert Bumble daraus einige Dating-Trends für das kommende Jahr – sie enthalten Einstellungen, Wünsche und Vorlieben der Nutzer:innen. In diesem Jahr wurden mehr als 14.000 User:innen befragt.

Dabei zeigte sich vor allem, dass Menschen, die über die App nach Partner:innen suchen, sehr viel mehr als bisher auf sich selbst achten wollen. "Singles übernehmen die Kontrolle in ihrem Datingleben, in dem sie festlegen, was für sie funktioniert und was nicht", heißt es in der Zusammenfassung.

So gab mehr als die Hälfte der Befragten an, im vergangenen Jahr mehr Grenzen als zuvor gesetzt zu haben. Sogar 63 Prozent sagten, sie würden ihre emotionalen Bedürfnisse und Grenzen jetzt klarer kommunizieren.

Eindeutig ist auch der Trend zu reflektierteren Männern. Offenbar machen sich viele männliche Befragte (74 Prozent) Gedanken über ihr Verhalten und ihre Rolle in der Gesellschaft – Stichwort "toxische Männlichkeit". Auch die Zeit der Geschlechterstereotype scheint endgültig zu Ende zu gehen.

Mehr als die Hälfte der befragten Männer stellten sich gegen das Klischee, Männer dürften keine Gefühle zeigen, mehr als ein Drittel gab an, mit Freunden offener über Gefühle zu reden. Ein Trend, von dem sowohl Männer als auch Frauen wohl nur profitieren können.

Singles sind in verschiedener Hinsicht offener

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Bumble-Umfrage eine zunehmende Offenheit und Flexibilität – und zwar in verschiedenen Bereichen. So sind viele Singles nicht mehr auf einen bestimmten äußeren Typ festgelegt. 38 Prozent erklärten sich bereit, jemanden zu daten, der oder die eigentlich nicht seinem oder ihrem Typ entspricht. 63 Prozent gaben sogar an, auf innere Werte mehr zu achten als auf das Aussehen.

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Auch die Bereitschaft für Fernbeziehungen ist signifikant gestiegen. Ein Drittel der Befragten ist offen dafür, eine Beziehung mit jemandem einzugehen, der oder die nicht in der gleichen Stadt lebt. Wobei die räumliche Distanz nicht immer viel bedeuten muss: Durch das mobile Arbeiten sind viele Singles nicht mehr auf eine bestimmte Stadt festgelegt oder können auch länger ihren Wohnort verlassen. Hier zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die das Zusammenleben langfristig verändern könnten.

Außerdem zeigen die Daten, dass das Reden über Geld und Sex kein Tabu mehr sein soll. Das liegt auch an der Inflation: 28 Prozent der Befragten erklärten, verstärkt darauf zu achten, wofür sie ihr Geld ausgeben. Sparen ist angesagt, das kann aber auch den Druck aus der ganzen Angelegenheit nehmen. So gaben 57 Prozent an, keine teuren Dates zu brauchen. Spazierengehen reicht oft schon aus. Was Sex angeht, so hält es jede:r Zweite:r für wichtig, schon früh in einer Beziehung über sexuelle Bedürfnisse zu sprechen. 

Die Zahl der Singles ist gestiegen

Außerdem achten Singles stark auf ihre Work-Life-Balance (49 Prozent) – und auf die von potenziellen Partnern. Immerhin 13 Prozent haben keine Lust auf jemanden, der beruflich zu stark eingespannt ist. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit ist sogar 52 Prozent der Befragten wichtiger als berufliche Erfolge ihres Gegenübers.

Dann kann die Partnersuche im neuen Jahr also beginnen – es gibt so viele Singles wie schon lange nicht mehr. Auch hier schlägt der Corona-Effekt durch: Während der Pandemie gab es viele Trennungen, und die Getrennten wagen nun einen neuen Anlauf. Laut der Bumble-Daten haben 39 Prozent der Befragten in den vergangenen zwei Jahren eine Beziehung oder sogar Ehe beendet.

Quelle: Bumble

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