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Weiblich! Ledig! Na und?: Der dritte Single-Geburtstag tut schon nicht mehr weh

Als ich vor drei Jahren in der Adventszeit aus der gemeinsamen Wohnung auszog, bastelten einige Freunde schon an einem Betreuungsplan, auf dass ich in der dunklen Jahreszeit und am Fest der Liebe nicht in Melancholie verfallen würde. Es war eine unberechtigte Sorge, denn Weihnachten hatte meinem Ex nie etwas bedeutet, ich ging pragmatisch damit um und feierte mit meiner Familie anstatt mir Genörgel über Gans, Lametta und Geschenke anzuhören. Das erste Silvester allein war unproblematisch – ich feierte in meiner neuen Wohnung mit allen Freunden, samt Ex. Und dann kam mein erster Single-Geburtstag.

Den Geburtstag verschlafen
Auch der hatte in den Jahren zuvor wenig Beachtung erhalten, daher hatte ich ihn auch mit Singlestatus nie für bedrohlich gehalten. Einige Tage vor dem Datum packte mich von jetzt auf gleich die Panik. Wie es wohl werden würde? Allein aufwachen, niemand da, der morgens „Guten Morgen, herzlichen Glückwunsch“ sagte und einen Geburtstagskuss anschließt. Am Vortag ging ich weit vor 24 Uhr ins Bett, um ja nicht zu merken, wie ich allein älter wurde. Natürlich vollkommener Quatsch. Jetzt lache ich darüber. Es war wohl einfach die neue Situation. Ich lud Freunde ein – von morgens bis abends. Den ganzen Tag klingelte es an der Tür, piepte das Handy, duftete es nach Kuchen und Pizza, knallten die Korken. Langeweile? Einsamkeit? Nicht die Spur.

Flucht in die Einsamkeit
An meinem zweiten Single-Geburtstag suchte ich die Einsamkeit geradezu. Ich flog weg, nach Südostasien, reiste mit dem Rucksack und war kurz vor DEM Tag auf einer Mini-Insel angekommen. Ich verbrachte einen halben Tag mit der Suche meines Geburtstags-Bungalows. Ich fand einen am Steilhang im Dschungel, durch die Blätter sah man noch das Meer und aus der Hängematte auf der Veranda die aufgehende Sonne. Nie werde ich vergessen, wie mein erster Blick im neuen Lebensjahr auf den glutroten Punkt am Horizont fiel, der sich so schnell aus dem Meer zu erheben schien. Ich hatte mir einen Mini-Kuchen gekauft, dazu gab es Eiskaffee und herrliche Stille, wenn man mal von den Affen- und Vogelgeräuschen absieht. Ich lieh mir ein barbierosanes Moped und düste damit über die Insel: Frühstück in einem Café, baden an einem einsamen Strand, noch ein Geburtstagskuchen, nächster Strand, ein trubeliger Markt, eine Massage mit Meerblick, ein fantastisches Abendessen, ein Cocktail in der Hängematte. Niemand wusste, dass ich Geburtstag hatte. Niemandem erzählte ich davon. Ich traf an diesem Tag viele Menschen, genoss ihre Gesellschaft für ein paar Minuten, genoss noch mehr die Zeit allein und vergoss ein paar Freudentränen als ich abends auf mein Handy blickte und sah, wie sehr in der Heimat an mich gedacht wurde. Es war der schönstmöglichste Geburtstag.

Mit Kind und Kegel ans Kuchenbuffet
Aber Flucht ins Alleinsein kann nicht immer die Lösung sein. Am Tag vor meinem dritten Single-Geburtstag kam ich erst spät nach Hause und anstatt die ersten Minuten des neuen Lebensjahr zu verschlafen, öffnete ich eine Flasche Crémant, stieß mit mir auf mich an und freute mich auf den Tag. Der Wecker klingelte früh, damit ich bis zur Kaffeezeit auch genügend Kuchen fertig hatte. Freundinnen mit ihren Kindern kamen am Nachmittag, mein Wohnzimmer ähnelte einem Kindergarten, später kamen die Väter und die Freunde, die nicht in Elternzeit sind, und alle blieben bis spät in die Nacht - bis der Flammkuchen aufgegessen, das Bier ausgetrunken, die Geburtstagsplaylist ein drittes Mal begann. Als es in der Wohnung wieder still war und ich auf das herrliche Chaos blickte, fiel mir auf, dass ich keine einzige Sekunde Unbehagen verspürt hatte, dass ich niemanden vermisste, der jetzt noch mit mir den Abwasch macht oder mich drückt und mir zum Ausklang einen Geburtstagskuss aufdrückt.

Manchmal braucht es eben etwas länger, bis ich mich an neue Situationen gewöhne. Geburtstag allein – nicht einsam – das kann ich. Es gibt sicherlich noch den ein oder anderen Moment, den ich allein schwerer ertrage und vielleicht wird der vierte Single-Geburtstag ganz scheußlich – aber das ist ja noch fast zwölf Monate hin.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.