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Weiblich! Ledig! Na und?: Schon wieder Weihnachten. Schon wieder Single

In den wenigen Tagen bis zum Fest der Liebe wird sich der Beziehungsstatus der Singlefrau wohl nicht mehr ändern. Für sie ist das schon in Ordnung - aber für ihre Familie leider nicht.

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Wieder ein Jahr rum! Und immer noch Single … Bis zum Fest der Liebe bleibt nicht mehr viel Zeit. Ich fürchte – das wird nichts mehr. Das Diskussionsthema zu Gans und Bratapfel steht schon jetzt fest: Warum ist das Töchterchen auch mit Mitte 30 (meine Mutter sagt: "Du gehst stramm auf die 40 zu") noch immer nicht unter der Haube?

Tja, wo soll ich da anfangen? Sich frühzeitig eine Kommunikationsstrategie für die Feiertage zurechtzulegen, kann auf keinen Fall schaden. Es könnte daran liegen, dass es kurz nach halb elf am Samstagabend ist. Hunderte flirtwillige Menschen sich in den Bars und Clubs dieser Stadt tummeln. Nur ohne mich. Denn ich sitze auf dem Sofa und schaue gedankenverloren meinen Mistelzweig an. Unter dem hat mich in den letzten Wochen niemand geküsst. Kunststück – es war auch niemand außer mir in meiner Wohnung. Noch dazu habe ich ihn so platziert, dass auch der zufällig vorbeischauende Postbote oder Nachbar sich gar nicht erst aufgefordert fühlen. Ich will ganz offensichtlich nicht geküsst werden.

Zu viel Nähe auf dem Weihnachtsmarkt
Will ich gerade echt nicht. Seit Wochen rase ich durch mein Leben, packe Umzugskisten ein und aus, verabschiede mich, lerne neue Menschen kennen, muss mich in einer neuen Stadt zurechtfinden, sitze in einem neuen Büro, finde neue Wege. Das blockiert alle emotionalen Kanäle. Außerdem – bei zu viel Nähe werde ich ja ungehalten ...

Bestes Beispiel heute Nachmittag: Der Gang in die Innenstadt ließ sich nicht vermeiden. Menschen, Tüten, Glühweinduft und Blasmusik in rauen Mengen.

Ich gab mich maximal entspannt und gesellte mich mit einem Heißgetränk, das bei dieser Wetterlage vollkommen sinnfrei ist und noch zuckriger schmeckt als bei null Grad, zur Menschenansammlung. Meine These, dass Weihnachtsmärkte der ideale Flirtort sind, bewahrheitete sich nicht. Heute nicht und auch bei den Besuchen in den vergangenen Wochen mit den neuen Kollegen und Bekannten nicht. Das ist ein bisschen wie in der Großraumdisko (zumindest stelle ich es mir da so vor, denn mein letzter Besuch in einem solchen Etablissement ist fast Jahrzehnte her): Kommt man mit einer Gruppe, bleibt man in der Gruppe. Kommt man allein, ist man suspekt. Wer geht denn schon allein los? Da kann ja irgendwas nicht stimmen … Ein Typ hat mich angesprochen, aber nur, weil er mit seinen leeren Tassen stolperte und quasi am Glühweinstand in mich hineinfiel. Ein Kerl hat mich nicht aus den Augen gelassen. Ich sah nur seinen Ehering aufblitzen, als er die Tasse zum Mund führte.

Ohne Familie zum Weihnachtsfest
Nach einem Glühwein brach ich daher den Selbstversuch ab und verbrachte stattdessen den Abend in meiner Küche, knetete Plätzchenteig und summte Adele-Lieder mit, die so herrlich dramatisch-melancholisch sind. Schön, dass mir hier keiner reinquatscht oder drängelt. Ich war mit mir und meiner Gemütsverfassung ziemlich zufrieden, bis meine Freundin eine Whatsapp schickte. Auch sie ist Single. Auch sie nicht erst seit ein paar Wochen. Sie konnte dem ruhigen Abend auf ihrem Sofa, in ihrer Stadt so überhaupt nichts abgewinnen. Sie sei so optimistisch und beschwingt durch die Adventszeit gekommen. "Doch jedes Mal, wenn jemand 'Weihnachten' sagt, wird mir klar, dass wieder ein Jahr vergangenen ist, und ich immer noch ohne Familie bin." Ich drehte Adele leiser, schaltete den Backofen aus und rief sie an. Sie wollte nicht reden. "Mir fällt nichts ein, wie ich mir das schönreden sollte." Mir fiel leider auch nichts ein. Denn ich finde den Zustand schön.

Erinnert mich bitte daran, wenn mir der Gänsebraten im Hals stecken bleibt, weil meine Mutter in wenigen Tagen fragt, warum ich noch immer Single bin.

Der Singlefrau kann man hier auf Twitter folgen.

Die Facebook-Seite der Singlefrau findet man hier.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.