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diplomand: Diplomand des Monats: Christine Dietrich

geb. 1977

International School of Management (ISM) Dortmund

Internationale Betriebswirtschaftslehre

ChristineD77@aol.com

Zur Person:

Nach meinem Abitur 1996 stand ich vor der großen Frage: Was folgt jetzt? Ich entschied mich für eine Lehre bei der Commerzbank AG in Hannover und schloss diese erfolgreich im Sommer 1998 ab. Danach hatte ich die Möglichkeit, das Bankwesen in den USA kennen zu lernen und absolvierte daher mein erstes Praktikum in der Bank One, San Antonio, Texas, USA.

Trotz der interessanten Arbeit und des geregelten Einkommens war für mich klar, dass das Studentenleben nicht an mir vorbeigehen sollte, und daher begann ich im Oktober 1998 mein Studium der Internationalen Betriebswirtschaft an der International School of Management (ISM) in Dortmund, einer staatlich anerkannten privaten Fachhochschule. Während des acht Semester umfassenden Studiums sind zwei Auslandssemester und mehrere Praktika obligatorisch.

Mein erstes Auslandssemester habe ich an der European Business School in Madrid verbracht. Ein wesentlicher Bestandteil des Semesters war, neben der Teilnahme an betriebswirtschaftlichen Vorlesungen, die Erstellung eines eigenen Business-Plans zur Gründung eines Unternehmens in Spanien. An der Bond University, Queensland, Australien konnte ich dann im 7. Semester mein zweites Auslandssemester mit dem schönen Nebeneffekt des verlängerten Sommers in Australien studieren.

Zwei der an der ISM obligatorischen Praktika absolvierte ich bei der Commerzbank AG in Hannover, wo ich in der Kundenberatung tätig war. Es stand für mich zu Beginn meines Studiums fest, dass ich nach meinem Studium in die Bank zurückgehen würde. Dennoch arbeitete ich für zwei Monate im Hotel Suecia, S.A., Madrid, in der Administration des Hotels, um auch dieses Berufsfeld kennen zu lernen - die Entscheidung danach war jedoch einfach: Doch lieber Bank! Von Januar bis März 2001 absolvierte ich dann mein letztes Praktikum, dieses Mal bei der Kraft Foods Deutschland GmbH & Co. KG in Bremen. Inhalt und Aufgabe dieses Projektpraktikums im Key Account des Unternehmens war die Mitarbeit an der Einführung eines Produktes aus der Produktgruppe Jacobs auf dem deutschen Markt. Mein Berufswunsch hat sich seit dem grundlegend geändert. Die Vermarktung und der Vertrieb von Konsumgütern auf einem immer globaler werdenden Markt sehe ich als große Herausforderung für meine Zukunft.

Im Juni 2002 werde ich voraussichtlich mein Diplom mit den Studienschwerpunkten Finanzmanagement, Marketing, Informationsmanagement und Unternehmens-führung in Dortmund abschließen, um dann als Diplom-Betriebswirtin (FH) ins Berufsleben einsteigen zu können.

Aufgrund der gesammelten Erfahrung sowie meiner Studienschwerpunkte strebe ich eine Position im Bereich Marketing oder als Key Account Manager an, vorzugsweise in der Lebensmittelbranche.

Im März 1932 ist die Zugabeverordnung und im November 1933 das Rabattgesetz in Deutschland erlassen worden. Der Grund dafür war, dass das Zugabe- und Rabattwesen für den Einzelhandel Dimensionen angenommen hatte, die nach einer Regelung verlangten. Durch übertriebene Rabatte und Zugaben hatten Händler versucht, die Kaufentscheidung des Kunden wesentlich zu beeinflussen.

In den vergangenen 60 - 70 Jahren haben sich jedoch Vertriebsstrukturen und Verbraucherverhalten grundlegend gewandelt. Ab Anfang 2002 werden die im Mai 2000 entworfenen E-Commerce - Richtlinien mit dem so genannten »Herkunftsland-Prinzip« dem Internet - Handel zugrunde gelegt. Im internationalen Internet - Handel ergaben sich hieraus, aufgrund des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung Wettbewerbsnachteile für den deutschen Anbieter. In keinem europäischen Land sind Einschränkung, wie es sie in der Bundesrepublik im Handel gab, zu finden.

Dieser Nachteil sollte in Deutschland nicht mehr gegeben sein und deshalb hatte der Bundestag am 29.06.01 beschlossen, die Gesetze zur Beschränkung von Rabatten und Zugaben ersatzlos aufzuheben. Verbraucher haben damit jetzt die Möglichkeit, beim Erwerb von Waren und Dienstleistungen um den Verkaufspreis zu handeln; der Einzelhandel und Hersteller kann individuell Rabatte, Zusatzwaren und -dienstleistungen im nationalen und internationalen Wettbewerb gewähren.

Ziel dieser Arbeit ist es, Veränderungen und die damit verbundenen Möglichkeiten im Bereich Marketing in Industrie und Handel - bedingt durch die ersatzlose Streichung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung - zu verdeutlichen und zu beurteilen. Dieses wird an Beispielen der Lebensmittelbranche und, um Zusammenhänge plausibel zu machen, an wenigen Beispielen außerhalb der Branche erläutert.

Die Arbeit ist in sechs Kapitel untergliedert. Das erste Kapitel bildet einleitende, erklärende und vorgehensorientierte Grundlagen zur vorliegenden Arbeit. Das zweite Kapital geht auf das UWG (§ 1und §7) ein und legt die Grundlage für eine in späteren Kapiteln folgende Kennzeichnung der neuen Marketingmaßnahmen.

Im dritten Kapitel sollen zunächst die Hintergründe der Liberalisierungsbestrebungen erläutert werden, wobei Betrachtungen vergleichbarer Entwicklungen in Europa und Amerika vorgenommen werden. Weiterhin werden Preisnachlässe und Zugaben, die durch den Wegfall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung an Bedeutung gewonnen haben, analysiert und anhand von Beispielen aus der Praxis verdeutlicht. Das Hauptaugenmerk soll auf die von der Lebensmittelbranche fokussierten Marketingmaßnahmen - der Einsatz von Coupons, Loyalty Cards und Multibuys - gelegt werden.

Im vierten Kapitel wird der Blick auf die Relevanz der Liberalisierung aus der Sicht unterschiedlicher Marktteilnehmer gelenkt. Eine Erläuterung der Vor- und Nachteile auf Kunden-, Handels- und Unternehmerseite sowie ein Urteil der Verbraucherverbände bilden den Kern des Kapitels.

In dem darauffolgenden Kapitel werden Auswirkungen auf den Marketing-Mix in den Unternehmen im Hinblick auf den Wegfall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung analysiert. Veränderungen in der Preis-, Distributions-, Kommunikations- und Produktpolitik sollen differenziert betrachtet werden.

Im sechsten und letzten Kapitel wird ein Resümee gezogen und ein Ausblick auf mögliche Entwicklungen und Probleme des Konsumgütermarketings in der Zukunft geworfen.

Grundlage der Untersuchung bilden eine umfangreiche aktuelle Sekundäranalyse, eine Recherche im Internet sowie zahlreiche Experten- und Juristeninterviews, welche die Verfasserin mit Mitarbeitern von Unilever Bestfoods Deutschland, KFD, Edeka, Rewe, Metro und der Verbraucher-Zentrale NRW geführt hat.

Abschließend sei angemerkt, dass dies keine juristische Arbeit ist. Daher werden Gesetze, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem RabattG und der ZugabeVO stehen, nur kurz erwähnt und ihre Relevanz dargestellt. Im Mittelpunkt steht die Darstellung der Veränderungen im Konsumgütermarketing bedingt durch den Fall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung.

AbbildungsverzeichnisAbkürzungsverzeichnisInterviewerverzeichnis1. Einleitung

1.1 Abgrenzung zentraler Begriffe

1.1.1 Konsumgütermarketing - Begriff/Inhalt

1.1.2 RabattG

1.1.3 ZugabeVO

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise der Untersuchung

2. UWG

2.1 Generalklausel (§ 1 UWG)

3. Analyse der Hintergründe, gesetzlichen Neuerungen sowie ein Vergleich auf internationaler Ebene

3.1 Hintergründe der Liberalisierungsbestrebungen

3.2 RabattG und ZugabeVO im europäischen und außereuropäischen Ausland

3.2.1 In Europa

3.2.1.1 Beispiel Österreich

3.2.1.2 Beispiel Schweiz

3.2.1.3 Tabellarischer Vergleich der EU Länder

3.2.2 USA

3.3 Zukünftig zulässige Marketingmaßnahmen in Deutschland

3.4 Rabatte und Zugaben - Focus der Lebensmittelbranche

3.4.1 Couponing

3.4.2 Loyalty Cards

3.4.3 Multibuys

4. Status Quo - die Liberalisierung aus der Sicht unterschiedlicher Marktteilnehmer und ihre Erwartungen

4.1 Auf Verbraucherseite

4.2 Auf Handelsseite

4.2.1 Interview mit der Rewe

4.2.2 Interview mit der Edeka

4.2.3 Interview mit der Metro AG

4.3 Auf Herstellerseite

4.3.1 Interview mit Unilever Best Foods Deutschland

4.3.2 Interview mit KFD

5. Auswirkungen auf Marketingstrategien und die Umsetzung im Unternehmen

5.1 CRM

5.2 Marketing Mix

5.2.1 Preispolitik

5.2.2 Distributionspolitik

5.2.3 Produktpolitik

6. SchlussbetrachtungLiteraturverzeichnis

Diplomarbeit: Auswirkungen des Wegfalls des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung auf das Konsumgütermarketing

Hochschule: International School of Management (ISM) Dortmund

Institut:

Fachbereich: Internationale Betriebswirtschaftslehre

Art der Arbeit: Diplom

Abgabe: August 2001

Bearbeitungsdauer: 3 Monate

Seitenzahl: 95

Note:

Preis: 423,72 ?

Preis für Studierende: 211,86 ?

Bestellnr.: 90654472

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