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Energiemarkt: Gaskunden können wechseln

Sieben große Gasversorger ermöglichen auf Druck des Kartellamts allen Privatkunden schon vom 1. April an den Wechsel zu einem anderen Gaslieferanten. Die Kartellwächter erhoffen sich davon niedrigere Gaspreise.

Viele Gaskunden sollen bereits vom 1. April an ihren Lieferanten wechseln können. Mit diesem Zugeständnis für mehr Wettbewerb reagierten führende regionale Gasversorger auf den wachsenden Druck durch Verbraucher und Aufsichtsbehörden. Dem Schritt waren monatelange Kritik an den rasant steigenden Preisen und ersten Prozessen vorausgegangen. Die Unternehmen, darunter auch Eon, verpflichteten sich beim Bundeskartellamt zur Öffnung der Kundenversorgung. "Wirksame Wechselmöglichkeiten beleben den Wettbewerb insgesamt", begründete Kartellamtschef Ulf Böge auf der Energiemesse 'E-world energy & water' in Essen die Entscheidung. "Bessere Wechselmöglichkeiten sollten sich letztlich auch in einem niedrigeren Preis niederschlagen", sagte er.

Missbrauchsverfahren eingestellt

Die Kartellwächter hatten Ende Januar Missbrauchsverfahren gegen die Eon Thüringer Energie, die Eon Avacon, die RWE Westfalen-Weser-Ems AG, die Mitgas, die SpreeGas, die Entega und einen Eigenbetrieb der Thüga AG eingeleitet. Sie verdächtigten die Versorger, den Privatkunden überhöhte Preise berechnet zu haben. Das Amt habe zuvor die Preise von rund 730 Versorgern überprüft, nachdem diese "erneut unerwartet drastisch erhöht" worden seien, sagte Böge.

Werden Sie den Gasanbieter wechseln?

Die Wettbewerbshüter hätten Preisdifferenzen von über 40 Prozent zwischen den günstigsten und den teuersten Anbietern in Deutschland festgestellt. "Bei einem funktionierenden Wettbewerb wäre ein solcher Unterschied sicher nicht vorstellbar", betonte er. Auch die Landeskartellbehörden hatten mehr als 80 Verfahren gegen in ihre Zuständigkeit fallenden Gasversorgungsunternehmen eingeleitet.

"Noch kein Anlass zur Euphorie"

Die sieben Unternehmen haben sich Böge zufolge schriftlich gegenüber dem Kartellamt verpflichtet, den Privatkunden von April an Wechselmöglichkeiten einzuräumen. Verbraucher könnten einen Vertrag mit dem neuen Gasversorger schließen, der das Gas wiederum vom etablierten örtlichen Versorger übernimmt. "Sicher gibt es mit dieser Lösung noch keinen Anlass zur Euphorie", räumte Böge ein. Das Modell sei nur eine Zwischenlösung, bis ein wirksames System in Kraft sei, das Gasversorgern die Durchleitung durch das Netz örtlicher Firmen bis zum Endkunden ermögliche.

Verbraucher wehren sich

Ob es zum 1. April auch schon alternative Anbieter - wie etwa auf dem Strommarkt - geben wird, ist noch unklar. Die alternativen Gasversorger müssten aber auch noch einen freien Zugang zum Netz erhalten, so Böge. Bisher ist der Gasmarkt durch Monopolangebote, feste Netzzugänge und eine weitgehend wenig transparente Preisgestaltung bestimmt.

Der Energiekonzern Eon hatte bereits am Montag angekündigt, in eineinhalb Monaten anderen Gasanbietern den Zugang zu den Kunden in den Gebieten seiner Regionalversorger ermöglichen zu wollen. Nach Angaben des Konzerns hat Eon in dem betroffenen Gebiet 1,1 Millionen Kunden und die Thüga 120.000.

Oktober als Starttermin

Die Bundesnetzagentur erwarte aber, dass ein solches System zum 1. Oktober 2006 an den Start gehen werde. Der Chef der Aufsichtsbehörde, Matthias Kurth, hatte eine freie Wahl des Gaslieferanten für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. Vor zwei Wochen einigte sich die Netzagentur dazu mit den Gasunternehmen auf die Grundprinzipien für einen freien Zugang aller Gasanbieter zum vorhandenen Pipelinenetz in Deutschland.

Böge hatte bereits mehrfach die seiner Ansicht nach zu hohen Gaspreise in Deutschland kritisiert. Das Kartellamt setzt dabei nicht nur bei den Endkunden an: Deutschlands größter Versorger E.ON Ruhrgas liegt derzeit mit der Behörde im Zwist, da Böge dessen langfristige Lieferverträge mit Stadtwerken untersagt hat. Der Streit soll vor Gericht geklärt werden. Böge sagte, er erwarte in dieser Frage noch im laufenden Gaswirtschaftsjahr (per Ende September) Rechtssicherheit.

mit DPA, Reuters / Reuters

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