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Frankreich: Elite-Hochschulen ebnen den Weg zur Karriere

Die Elite-Förderung gehört zu den Kernelementen des französischen Bildungssystems. Sie beginnt bereits im Vorschulalter und setzt sich in Privatschulen und staatlichen Elite-Schulen fort.

Die Elite-Förderung gehört zu den Kernelementen des französischen Bildungssystems. Sie beginnt bereits im Vorschulalter und setzt sich in Privatschulen und staatlichen Elite-Schulen fort, die ihre Spitzenschüler auf einen Besuch der Elite-Universitäten vorbereiten. Die drei traditionellen "Grandes Écoles" sind bis heute Kaderschmieden der französischen Wirtschaft und Gesellschaft. An ihre Seite treten aber zunehmend junge Managementschulen nach angelsächsischem Vorbild.

Bekannteste Eliteuni ist die 1946 gegründete École Nationale d’Administration (ENA). Sie öffnet vor allem den Weg in die Spitzen von Staatsverwaltung und Politik. Zu ihren Absolventen gehörte auch Staatspräsident Jacques Chirac. Das ENA-Studium ist stark an der Verwaltungspraxis orientiert. Französische ENA-Schüler müssen eines ihrer beiden Praktika im Ausland absolvieren. In besonderen Lehrzyklen werden auch ausländische Studenten aufgenommen.

Sollten neue Elite-Universitäten geschaffen werden?

Seit 1970 unter Aufsicht des Verteidigungsministeriums

Stark naturwissenschaftlich-mathematisch ausgerichtet ist die 1794 gegründete École Polytechnique. Unter Napoleon dem Militär zugeschlagen, wurde sie 1970 öffentliche Hochschule unter Aufsicht des Verteidigungsministeriums. Die Elite-Universität, die Topmanager wie den Alcatel-Chef Serge Tchuruk ausbildete, lässt seit 1972 auch Frauen zu.

Dritte im Bunde ist die École Normale Superieur (ENS), deren Wurzeln ebenfalls bis 1794 zurückreichen. Das geisteswissenschaftlich ausgerichtete Institut führt den Philosophen Jean-Paul Sartre in seiner Ahnengalerie. Die ENS bildet Nachwuchs für Hochschulen und Staatsinstitute sowie gesellschaftliche Führungskräfte aus.

Elite-Uni-Konzept der SPD stößt auf große Skepsis

Der Präsident einer privaten Berliner Elite-Hochschule im Aufbau sieht die SPD-Pläne zur Einrichtung von Spitzen-Universitäten mit erheblicher Skepsis. "Das startet vom falschen Ende. Lasst den Wettbewerb wirken - mit so wenig Einflussnahme wie möglich", sagt Derek Abell, Präsident der European School of Management and Technology (ESMT). In deutschen Universitäten fehle es an Geld und außerdem vor allem an freiem Wettbewerb und unternehmerischem Denken. "Das System in Deutschland ist zu langsam. Zu viele Studenten gehen viel zu lange auf die Universität, bevor sie in der wirklichen Welt ankommen." Er traue dem derzeitigen staatlichen System die Schaffung einer Spitzenhochschule kaum zu. "Natürlich ist es möglich, eine staatliche Elite-Universität zu haben, aber wahrscheinlich nicht in dem jetzigen Umfeld. Das dürfte eher aus dem privaten Sektor kommen."

Die ESMT, die in Berlin im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR untergebracht werden soll, befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Im vergangenen Jahr hat die ESMT erste Kurse für Manager angeboten und will spätestens ab 2006 MBA-Titel verleihen. Die Hochschule wurde von 25 deutschen Unternehmen gegründet, darunter Allianz, Deutsche Bank, BMW, DaimlerChrysler, Lufthansa, Deutsche Telekom und SAP.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.