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Gemüsegarten Tomaten pflanzen: Wie die kleinen Kraftpakete von der Fensterbank ins Beet kommen

Tomaten pflanzen: Blütenstand mit einigen reifen und fast reifen Früchten
Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Wer im Sommer auf dem Balkon oder im Garten die eigenen Früchte ernten möchte, sollte Anfang April die Samen aussäen.
© Andrea Warnecke / Picture Alliance
Ob im Garten oder auf dem Balkon – Tomaten pflanzen kann jeder. Der stern erklärt, wie sich die winzigen Samen binnen vier Monaten zu leckeren Kraftpaketen entwickeln und was die Eisheiligen damit zu tun haben.

Sie heißen "Harzfeuer", "Moneymaker", "Red Zebra" oder "Deutscher Fleiß" – Tomaten gehören nicht nur zu den beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Sie haben auch fantasievolle Namen, sind unglaublich vielfältig und sehr gesund. Experten glauben, dass es auf der ganzen Welt mehr als 10.000 Sorten des genügsamen Nachtschattengewächses gibt. Und das Beste ist: Die kalorienarmen Vitamin-C-Bomben lassen sich leicht auch auf dem Balkon oder im eigenen Garten anzüchten und großziehen. Das macht nicht nur Spaß – die Früchte aus eigener Ernte schmecken auch leckerer als die im Gewächshaus gereifte Importware aus dem Ausland.

Hier erklären wir, wie man mit etwas Geduld, dem richtigen Timing, wenigen Samenkörnern und einem Quäntchen Glück die Tomaten in diesem Jahr nicht im Supermarkt kaufen muss.

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Tomaten pflanzen: Von der Fensterbank ins Beet

Zugegeben, Tomaten auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt zu kaufen, ist deutlich bequemer, als sie in Eigenregie vom winzigen Samen bis zur reifen Frucht zu begleiten. Los geht's schon Ende März/Anfang April. Denn Tomaten müssen vorgezogen werden – es sei denn man entscheidet sich für bereits vorgezüchtete junge Pflanzen aus dem Gartenfachhandel.

Die drei wichtigsten Tipps fürs Vorziehen von Tomaten

  1. Saatgut in nährstoffarme Anzuchterde setzen
  2. Anzucht hell, feucht und warm halten (mindestens 20 Grad)
  3. Keimlinge nach circa drei Wochen vereinzeln

In der Regel kämpfen sich nach acht bis zehn Tagen die ersten Keimlinge durch die Erde ans Sonnenlicht. Um zu verhindern, dass sie eingehen oder sich gegenseitig beim Wachsen behindern, sollte man nach etwa drei Wochen die Tomaten pikieren, also in einzelne Pflanztöpfe verteilt werden. Weil sie sehr kältempfindlich sind, müssen die Tomatenpflanzen danach noch einige Wochen in der Wohnung oder einem kleinen Gewächshaus auf dem Balkon bleiben. Dünger benötigen sie in dieser Zeit nicht. Dafür sollten sie weiter regelmäßig gegossen werden. Trick: eine kurze Trockenphase unmittelbar vor der Aussaat gibt dem Wurzelwachstum einen zusätzlichen Impuls. Hier ist ein Samen-Set mit 12 verschiedenen Tomatensorten erhältlich. 

Tipp: Für den Balkon empfehlen Experten, zu Buschtomaten (z.B. "Miniboy") zu greifen. Die wachsen kompakt und eher niedrig und gelten als ausgesprochen ertragreich. 

Ab ins Freie: Aber Vorsicht vor den Eisheiligen!

Ins Freie dürfen die jungen Tomatenpflanzen frühestens Mitte Mai – genauer gesagt nach den Eisheiligen, die gemäß einer alten Bauernregel im angehenden Sommer noch einmal kalte Polarluft und immer wieder auch Bodenfrost nach Mitteleuropa bringen. In 2020 sollen die Eisheiligen Deutschland zwischen dem 11. und dem 15. Mai erreichen. Stehen die Pflanzen da schon im Freien, könnte die Anzucht umsonst gewesen sein.

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Tomaten sind sogenannte Starkzehrer. Sie entziehen dem Boden viele Nährstoffe. Diese müssen den Pflanzen im Freiland regelmäßig in Form von Dünger – idealerweise organisch – neu zugeführt werden. Bei Fertigdünger aus dem Gartencenter sollte penibel auf die Dosierung geachtet und der Boden im eigenen Garten berücksichtigt werden. Sandige Böden benötigen deutlich mehr zusätzlichen Dünger als beispielsweise lehmhaltiger Untergrund. Profis reichern ihre Tomatenbeete bereits im Herbst mit reifem Kompost an und schaffen so eine perfekte Basis für die Pflanzen, die Mitte Mai in die Erde kommen. Die Setzlinge sollten so tief in die Erde gepflanzt werden, dass der obere Rand des Topfballens mit circa fünf Zentimetern Erde bedeckt ist. Als idealer Abstand zwischen den Pflanzen werden 50 bis 60 Zentimeter empfohlen. Danach müssen sie kräftig angegossen werden. Hier gibt es die passende Erde für Ihre Tomaten.

Wichtig: Tomaten sollten jedes Jahr in ein frisches Beet gesetzt werden. Warum? Weil sich Bodenschädlinge stark vermehren, wenn die Pflanzen jedes Jahr an der selben Stelle stehen.

Als pflegeleichte und beliebte Nachbarn eignen sich übrigens Kräuer wie Basilikum (hier gibt es ein Samenset für den Kräutergarten), aber auch Möhren, Radieschen, Spinat, Knoblauch, Kopfsalat oder Sellerie. Der würzige Geruch der Tomatenblätter soll Schädlinge vertreiben, vermuten Experten. Kartoffeln, Erbsen und Fenchel sollten dagegen zwingend von den Tomaten ferngehalten werden.

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Mit voller Kraft zur Frucht: Richtige Pflege ist alles

Ein grüner Daumen, viel Liebe und einige kleinen Kniffe. Mehr braucht es nicht für eine reiche Tomatenernte. Sobald die Pflanzen Blüten gebildet haben, sollten sie möglichst alle zwei Wochen mit einem Tomatendünger versorgt werden. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Pflanzen nicht zu groß werden. In der Regel reifen pro Pflanze nicht mehr als fünf bis sieben Blütenstände aus. Überzählige, sogenannte Geiztriebe, können bedenkenlos gekappt oder herausgebrochen werden. Auch die Blätter unterhalb des ersten Fruchtstandes sind überflüssig, nehmen den unteren Früchten das Sonnenlicht.

Tipp: Abgesehen von Buschtomaten benötigen alle Tomatenpflanzen eine sogenannte Rankhilfe. Die Spiralstäbe sollten bei der Pflanzung ins Freie in die Erde gesteckt werden. Dabei wird der Haupttrieb laufend durch die Windungen gedreht, um die Pflanze zu fixieren.

Je nach Sorte sind die ersten Freiland-/ Garten-Tomaten spätestens Ende Juli, also circa vier Monate nach der Anzucht auf der heimischen Fensterbank, erntereif. Wir wünschen "Guten Appetit!"

Quellen: Plantura; ndr.de; mein-schoener-garten.de

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