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Deutschlands Lieblingsrestaurant Christian Rach hat den Klischee-Italiener gefunden

Christina Rach testet eine Pizza
Ist der Teig ordentlich gebacken? Christian Rach lässt im Restaurant "Guiseppe e Amici" nichts durchgehen. 
© RTL
Die Deutschen lieben die italienische Küche. Aber gibt es wirklich einen Italiener, der den Ansprüchen von Christian Rach genügt? In der dritten Folge "Rach sucht: Deutschlands Lieblingsrestaurant" wird das Restaurant gesucht, in dem es wie bei mamma schmeckt.

Es ist die dritte Folge von "Rach sucht: Deutschlands Lieblingsrestaurant" und die immer gleiche Abfolge. In der Kategorie "Italien" treten drei Restaurants gegeneinander an. TV-Koch Rach hat bereits eine Vorauswahl getroffen, beworben hatten sich rund 10.000 Gastronomien. Ganz dem Klischee entsprechend müssen sich die Italiener in Pizza, Pasta und Amore beweisen und Christian Rach in die italienische Lebensphilosophie der dolce vita, also des süßen Lebens verführen. Abgedroschener geht es kaum.

Wie dem auch sei, das "Ristorante Al Porto" in Stade, der Edelitaliener "Bibulus" in München und die Großpizzeria "Giuseppe e amici" in Kolbermoor haben ihr bestes gegeben, um Christian Rach das Klischee Italien zu verkaufen. Obwohl italienische Küche einfach viel mehr ist, als Pizza, Pasta und Amore. Nämlich regionale Spezialitäten, Antipasti, Fleischgerichte und auch Süßes. Aber gut, die Sendung muss ja massentauglich bleiben.

Klischees überall nur Klischees

Rach geht so vor wie schon in den vorherigen Sendungen. Er isst sich einmal quer durch die Speisekarte und schickt seine Undercover-Tester zu den Italienern, die sich zum Teil unter der Gürtellinie verhalten. Beispielsweise wenn ein Tester lauthals telefoniert und bei Aufforderung des Personals vor der Tür zu telefonieren, patzig und zickig reagiert. Oder die Frechheit besitzt, sich über die Schrift der Speisekarte zu beschweren.  Ob das so in der Wirklichkeit passieren würde, bleibt fraglich. 

Zumindest zwei Italiener, bei denen Christian Rach isst, bereiten die Gerichte mit eigener Handschrift und Passion zu, und interpretieren eher eine regionale italienische Küche als Pizza, Pasta und Amore. Im Münchner "Biblius" beispielsweise wird der Schwerpunkt auf die Küche Kampaniens, rund um Neapel gelegt. Das "Giuseppe e amici" legt den Fokus ganz klar auf Pizza – aus einem heißen, sich drehenden Steinofen.

Gewinner der dritten Folge und somit im Finale ist das "Ristorante Al Porto" in Stade. Ein Italiener, der nicht das Konzept einer regional-italienischen Küche verfolgt, sondern eher gehobenere Speisen serviert, die auch dem deutschen Gaumen entsprechen. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum das Restaurant Rachs Lieblingsitaliener wurde.

 


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