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From nose to tail: Der Teufel steckt im Discounter-Fleisch

Fleischessen gehört für uns zum Alltag, doch das Bewusstsein für das Tier fehlt oft noch immer. Ein Kochbuch klärt darüber auf, warum wir nicht nur Filet essen sollten, und verteufelt Discounterware.

Von Denise Wachter

Bauchlappen  Aus diesem Zuschnitt werden Rinderbrühe oder -fonds zubereitet. Der größte Teil der Bauchlappen gelangt aber in die Wurstherstellung. Gar nicht so klug, denn in den USA ist der Bauchlappen-Cut schon lange als Flank-Steak beliebt - eine günstige Alternative zum Steak.

Bauchlappen Aus diesem Zuschnitt werden Rinderbrühe oder -fonds zubereitet. Der größte Teil der Bauchlappen gelangt aber in die Wurstherstellung. Gar nicht so klug, denn in den USA ist der Bauchlappen-Cut schon lange als Flank-Steak beliebt - eine günstige Alternative zum Steak.

Georg Schweisfurth und Simon Tress essen Fleisch in Würde. Denn Genuss ohne schlechtes Gewissen geht nur mit anständigen Produkten. Ihnen ist es besonders wichtig, dass gut mit Tieren umgegangen wird, die wir essen. Deshalb war es ihnen ein Anliegen, das Koch-Lese-Buch "Fleisch" zu veröffentlichen. Dabei geht es in diesem Buch keinesfalls nicht nur um Fleischrezepte, sondern vor allem auch um die Verwertung des ganzen Tieres. "Die Sau muss aufgehen", sagen die Autoren - und meinen damit, dass das ganze Tier zerteilt und alle Stücke verwertet werden sollten und nicht nur Filet oder Lende. Egal, ob Rind, Schwein oder Lamm. Die Texte im Buch sind sehr mutig verfasst, oft polarisierend - wenn sie beispielsweise den Verbraucher verteufeln, der Fleisch im Discounter kauft. Erst durch billiges Fleisch entstehe ihrer Meinung nach der eigentliche Wegwerf-Wahnsinn unserer Gesellschaft.

Schweisfurth und Tress wollen die ganze Geschichte erzählen: Woher kommt das Tier? Wie hat es gelebt? Wie wurde es geschlachtet? Was bedeutet es, gutes Fleisch zu essen? Und sie wollen dazu animieren, nicht nur das Filet zu essen, sondern alles vom Tier. Ihr Buch soll die Lust zum Verwerten wecken - Kutteln, Hoden, Kopf, Füße. Alles ist essbar und kann, je nach Zubereitung, köstlich schmecken.

Warum sind wir heute eine Filetgesellschaft?

Tress und Schweisfurth haben dazu folgende Theorie: Nach dem Zweiten Weltkrieg musste alles verzehrt werden, was zur Verfügung stand. Irgendwann hatten es die Menschen satt - und wollten wieder "gutes" Fleisch essen, etwa Filet und Lende. Im Jahr 2000 folgte das große Metzgersterben. Aldi und andere Discounter verkauften SB-Hackfleisch, das war vorher nicht möglich. Der Verbraucher hat den Bezug zum Tier verloren und kann die unterschiedlichen Teile des Tieres nicht mehr voneinander unterscheiden. Eigentlich schade, denn andere Stücke wie beispielweise Hals vom Rind sind geschmacklich viel interessanter als Filet - und um einiges günstiger.

Auf den folgenden 17 Bildern können Sie sehen, dass ein Rind nicht nur aus Lende und Filet besteht. Sondern, dass auch andere Zuschnitte köstliche Gerichte liefern könnten.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(