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Süße Weihnachten: 12 skurrile Fakten rund um Schokolade

Wussten Sie schon, dass die köstliche Weihnachtssüßigkeit aphrodisierend wirken kann? Und dass man eine Schokoladenausbildung machen kann? Wir verraten Ihnen noch mehr kuriose Fakten.

Von Sonja Helms und Linda Gondorf

Des Deutschen liebste Süßigkeit - vor allem zur Weihnachtszeit: Wir futtern fast zehn Kilogramm Schokolade pro Kopf.

Des Deutschen liebste Süßigkeit - vor allem zur Weihnachtszeit: Wir futtern fast zehn Kilogramm Schokolade pro Kopf.

Zu Weihnachten wird gerne und viel Schokolade konsumiert. Zu Recht. Denn die köstliche Süßigkeit schmeckt nicht nur gut, sondern soll auch aphrodisierend wirken. Genau das richtige fürs kuschelige Weihnachtsfest - und nur ein skurriler Fakt rund um den Schokogenuss. Einige Punkte sind natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint, aber wussten Sie, dass es einen 100 Jahre alten Schokoriegel gibt? Oder dass Schokolade nicht in den Kühlschrank gehört? Mehr skurrile Fakten und Ratschläge rund um die Schokolade gibt's hier.

1. Weltmeister im Schoko-Verzehr

Natürlich sind wir Europäer ganz weit vorne, wenn es um den Schokokonsum geht. Der Pro-Kopf-Verbrauch steigt stetig an. Gerade Deutschland und die Schweiz liegen auf den ersten beiden Plätzen. In Deutschland konsumiert jeder Einwohner rund 9,71 Kilogramm des Kakaoprodukts - und das pro Jahr. Danach folgen: Großbritannien, Norwegen und Dänemark.

2. Die Liebesdroge

Wir kennen sie als Seelentröster und Dickmacher. Bei den Azteken aber galt Schokolade auch als Aphrodisiakum. Weil Kakao das Endorphin Phenylethylalanin enthält, ein Glückshormon, entstand früh das Gerücht: Schokolade wirkt stimulierend. Tatsächlich ist die Menge des Endorphins in der Bohne viel zu gering. Es ist wohl doch mehr der Schokoladen-Genuss, der uns verführerisch werden lässt.

3. Ein Springbrunnen voll Schoko

Las Vegas bietet einfach alles. Deshalb auch den "größten Schokobrunnen der Welt" im Hotel Bellagio, der am Eingang der Jean Philippe Pâtisserie steht. Über die Decke des Hotels, die vier Meter hoch ist, läuft knapp zwei Tonnen weiße und dunkle Milchschokolade über verschiedene Ebenen in die Tiefe und überwindet dabei 25 Glasschalen.

4. Warm muss es sein

Ganz schön anspruchsvoll diese Kakaobohne. Sie mag nur warme und regenreiche Regionen und wird deswegen zum großen Teil in Afrika angebaut. Genauer gesagt ist die westafrikanische Elfenbeinküste, mit 40 Prozent des weltweit gehandelten Kakaos, der größte Kakaoexporteur der Welt.

5. Wie der Zufall so will

Der Schweizer Schokoladenhersteller Rodolphe Lindt erfand die Conchiermaschine, die das stundenlange Rühren der Schokoladenmasse übernahm. Es wird erzählt, dass Rodolphe Lindt eines nachts vergaß sein Rührgerät auszustellen. In einer anderen Geschichte soll Lindt die Kakaomasse drei Nächte mit der Hand umgerührt haben. Am Ende entstand die weiche Schokolade, die vollständig auf der Zunge zerschmolz. Bis heute wird dieses Verfahren zur Herstellung angewendet.

6. Wohin damit?

Schokolade mag keine Wärme und keine Feuchtigkeit. Denn dann bildet sich meist ein weißlicher Fettreif aus den Kristallen der Kakaobutter. Ideale Lagertemperatur: zwischen 10 bis 15 Grad und am besten bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent. Experte und Patissier Stephan Franz rät: "Schokolade nie in den Kühlschrank packen, denn sie nimmt Fremdaromen an". Was auch viele nicht wissen: Milchschokolade und weiße Schokolade innerhalb von sechs Monaten aufessen, angebrochene Pralinenpackungen innerhalb von 4 Wochen.

7. Die teuerste Versuchung

Diese extravagante Trüffel Praline "La Madeline au Truffe" von Chocolatier Fritz Knipschildt besteht aus 70 prozentiger Valrhona-Schokolade und kostet satte 250 US-Dollar! Somit ist die ist die teuerste Praline der Welt. Jede dieser Pralinen besitzt ihre eigene Seriennummer. Sängerin Madonna zahlte sogar noch drauf, damit zu ihrem Geburtstag eine "La Madeline au Truffe" mit ihrem Initial "M" versehen wird.

8. Festival der Schokolade

Von Paris bis Tokio, von Moskau bis New York: Das internationale Schokoladenfestival "Salon du Chocolat" findet im Oktober in 15 verschiedenen Ländern statt. Hier zeigen Chocolatiers und Konditormeister, was sie so alles mit der süßen Köstlichkeit anstellen können und kreieren wahre Kunstwerke. Es gibt sogar komplette Modenschauen mit Kleidung aus Kakao.

9. Apropos Chocolatier

Man wird niemals Chocolatier, wenn man nicht vorher eine Ausbildung zum Konditor, Confiseur, Lebensmitteltechnologe oder Lebensmittelingenieur absolviert hat. Denn Chocolatier ist kein eigenständiger Beruf. Durch eine mehrwöchige Schulung können Schokoladenliebhaber aber schnell zu solchen Experten werden. Kulinarische Schulen wie die "École Chocolate" in Kanada oder "The French Culinary Institute" in New York bilden aus.

10. Ein No-Go für Hunde

Hunde und Schokolade? Keine gute Idee. Denn die Vierbeiner vertragen das in Schokolade enthaltene Alkaloid Theobromin überhaupt nicht. Diese Substanz greift das zentrale Nervensystem des Hundes an. Beim Naschen gelangt dieser Stoff über den Darm in das Blut und von dort in die Leber. Folge: Erbrechen und Durchfall. Dazu brauchen die Vierbeiner sehr lange um den gefährlichen Stoff Theobromin wieder abzubauen.

11. Größte Schokolade der Welt

In Armenien stellte man 2011 die größte Schokotafel der Welt her. 25 Zentimeter dick, 5,60 Meter lang und 4,4 Tonnen schwer. Die Produktion dauerte zehn Tage, aber am Ende gab es dafür einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.

12. 100 Jahre-Riegel

Schon fast ekelig: 2001 wurde im Auktionshaus Christie's ein 100 Jahre alter Schokoriegel für 749 Euro versteigert. Die Süßigkeit nahm der britische Forscher Robert Scott Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit auf seine Südpol-Expedition. Scott starb 1912 auf dem Rückweg. Doch der Riegel überlebte und hat nun einen neuen Besitzer. Wohl bekomms!

Von:

Linda Gondorf und Sonja Helms