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So viel Zucker steckt drin Stiftung Warentest warnt: Wir essen zu süß!

Zucker Stiftung Warentest
Wir essen zu süß, lautet das Urteil von "Stiftung Warentest"
© Getty Images
Das Urteil von Stiftung Warentest ist klar: Die Deutschen essen zu süß. In vielen Fertigprodukten wird Zucker zugesetzt und das in großen Mengen. Verbraucher können ihn entdecken. Das ist aber nicht immer einfach.

Seit langem schon warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass wir zu viel Zucker essen. Höchstens sechs Teelöffel Zucker am Tag – also 25 Gramm sollen wir zu uns nehmen. Das entspricht etwa fünf Prozent des täglichen Kalorienbedarfs. Nur so kann das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies reduziert werden.

Wer jetzt denkt, er muss nur den Zucker im Kaffee weglassen, der irrt. Denn vor allem der versteckte zugesetzte Zucker in Speisen und Getränken ist kritisch. Außerdem auch Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten enthalten ist. Zucker, der in Obst, Gemüse und Milch steckt, soll übrigens nicht schädlich sein. Zumindest haben Forscher bislang keine negativen Folgen nachweisen können. Aber es geht eben um den versteckten Zucker, der sich in verarbeiteten Lebensmitteln befindet.

"Stiftung Warentest" hat sich Fertigprodukte wie Softdrinks und Cerealien, aber auch Joghurts und Saucen etwas genauer angesehen. In allen Produkten wird Zucker satt zugesetzt. In einem 150-Gramm-Fruchtjoghurt beispielsweise stecken bis zu zwölf Gramm Zucker. In manchen Cerealien bereits acht Stück Würfelzucker, also 24 Gramm pro 60-Gramm-Portion. Wenn es nach der WHO gehen würde, sollte man für diesen Tag damit aufhören, Zucker zu sich zu nehmen. Wären da nicht noch der Kaffee und Kuchen am Nachmittag.

Auch Fertigsaucen wie Tomatensauce über Nudeln, French Dressing zum Salat oder Barbecue-Sauce zum gegrillten Steak enthalten den Süßmacher – in allen Produkten hat "Stiftung Warentest" zugesetzten Zucker gefunden. In 120 Gramm Sauce sind schnell zwölf Gramm Zucker aufsummiert. Im Vergleich zu früheren Tests haben sich die Zuckerwerte in Fertigprodukten kaum verändert. Dabei kündigte die Bundesregierung bereits an, dass Hersteller den Zucker in bestimmten Lebensmitteln bis 2020 um mindestens zehn Prozent verringern sollen. Die WHO fordert sogar noch mehr: eine Steuer auf gezuckerte Getränke. Die gibt es bereits in Frankreich, aber noch nicht in Deutschland. 

"Stiftung Warentest" empfiehlt, Zucker einzusparen, mit einem bunten Speiseplan mit vielen unverarbeiteten Lebensmitteln.

Wie man Zucker auf dem Etikett entschlüsselt?

"Zucker" auf dem Etikett bezieht sich nur auf Rüben- und Rohrzucker. Andere Sorten müssen extra genannt sein - beispielsweise Glukosesirup, Dicksäfte, Honig. Am besten man orientiert sich an dem Gesamtgehalt von Zucker und überträgt ihn auf eine realistische Portionsgröße. Oft versteckt sich hinter dem Wort "Zucker" auf der Nährwerttabelle abgesehen vom Haushaltszucker noch Trauben-, Frucht- und Milchzucker. Wer genau wissen möchte, wie viel Zucker dem Produkt zugesetzt wurde, muss den natürlichen Gehalt jeder Zutat nachschlagen und vom Gesamtzuckergehalt abziehen. Verbraucher-orientiert ist etwas anderes.

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