Rücktritt der RBB-Intendantin Rettet ARD und ZDF vor dem Populismus der "Bild"!

Patricia Schlesinger ist nach anhaltenden Vorwürfen und wachsendem öffentlichen Druck als RBB-Intendantin zurückgetreten
Patricia Schlesinger ist nach anhaltenden Vorwürfen und wachsendem öffentlichen Druck als RBB-Intendantin zurückgetreten
© Christoph Soeder / Picture Alliance
Nach dem Rücktritt der RBB-Intendantin Patricia Schlesinger fordern rechtspopulistische Stimmen wieder, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu zerschlagen. Keine gute Idee, findet stern-Autor Rolf-Herbert Peters. Trotzdem muss sich bei ARD und ZDF einiges ändern.

"Sende-Paläste, Polit-PR, mieser Journalismus". So lautete vor ein paar Tagen die Schlagzeile der "Bild". Wer glaubte, das Boulevard-Blatt lade zur Nabelschau in seinen neuen Berliner Prunkbau ein, wurde enttäuscht. Die "Bild"-Macher meinten ARD und ZDF. "So kaputt sind die Öffentlich-Rechtlichen", lautete die Hauptüberschrift. Überraschungsfrei hing die Forderung daran, den monatlichen gesetzlichen Rundfunkbeitrag von 18,36 Euro für die elf Fernseh- und 55 Hörfunkprogrammen zu streichen. "Bild" nennt ihn nur "Zwangsgebühr", als lebten wir in einem ausbeuterischen Schurkenstaat. 

Nur zur finanziellen Einordnung: ein "Bild"-Abo kostet bis zu 29 Euro im Monat, da ist die "Bild am Sonntag" nicht einmal eingeschlossen.


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