Zwei Tage
Warnstreik im Nahverkehr am Freitag und Samstag angekündigt

Bereits Anfang Februar organisierte die Verdi einen Warnstreik. (Archivbild) Foto: Georg Moritz/dpa
Bereits Anfang Februar organisierte die Verdi einen Warnstreik. (Archivbild) Foto
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Bereits Anfang Februar stand in einigen Brandenburger Städten der Nahverkehr still. Nun soll es erneut einen Warnstreik geben. Dieser ist gleich für zwei Tage angedacht.

Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag angekündigt, mit einem Warnstreik Teile des öffentlichen Nahverkehrs in Brandenburg einschränken zu wollen. Insgesamt seien 16 Verkehrsunternehmen betroffen, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Germanus in Potsdam. Zudem seien zwei weitere Betriebe, darunter die Oberhavel Verkehrsgesellschaft, zu dem Warnstreik aufgerufen worden. Bereits Anfang Februar hatten die Beschäftigten im Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband die Arbeit niedergelegt.

An dem Verdi-Warnstreik beteiligten sich damals die 16 Unternehmen: Uckermärkische Verkehrsgesellschaft, Barnimer Busgesellschaft, Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder), Busverkehr Oder-Spree, Mobus Märkisch-Oderland Bus, Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn, Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft, Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel, Verkehrsbetrieb Potsdam, Regiobus Potsdam Mittelmark, Havelbus Verkehrsgesellschaft, Verkehrsgesellschaft Teltow Fläming, Cottbusverkehr, Spree-Neiße Cottbusverkehr, Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme Spreewald und Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz. 

Verdi fordert kürzere Arbeitszeit und höhere Löhne

Die Gewerkschaft Verdi fordert im Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg unter anderem eine geringere Wochenarbeitszeit, kürzere Schichtzeiten und längere Ruhezeiten. "Es ist gut, dass die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorgelegt haben. Von einer Lösung sind wir jedoch weit entfernt", sagte Germanus. Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite ein Entgegenkommen mit Blick auf die Arbeitszeit und die Entgelte signalisiert. Das reicht laut Verdi aber nicht aus.

Der kommunale Arbeitgeberverband sprach von einer "unnötigen Eskalation". "Das Volumen der Forderungen würde zu Personalkostensteigerungen von circa 27 Prozent führen", erklärt er. Am Dienstag (3. März) steht die nächste Verhandlungsrunde an.

dpa