Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter von kommunalen Busunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern für kommenden Freitag zu einem Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist der laufende Tarifstreit für die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs.
Verdi beteiligt sich an einem bundesweiten Aktionstag. Damit solle den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) deutlich gemacht werden, dass die Beschäftigten geschlossen hinter den Forderungen nach spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen stünden, hieß es in einer Mitteilung.
"Wir haben bei den Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern zwar Fortschritte gemacht, eine Einigung war bislang aber nicht möglich. Auch der eine Streiktag bisher hat offensichtlich nicht ausgereicht. Deshalb erhöhen wir den Druck", sagte Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring. Betroffen sind acht kommunale Verkehrsbetriebe mit Ausnahme der Rostocker Straßenbahn AG, wo dafür aber am 9. März begleitend zu den Verhandlungen ein neuerlicher Warnstreik geplant ist.
Acht Betriebe betroffen
Am Freitag soll es in folgenden Unternehmen Warnstreiks geben: VLP (Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim), Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH, Rebus Regionalbus Rostock, MVVG Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH, VBG Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH, VVG Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH, VVR Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH, NVS in Schwerin. Es sei davon auszugehen, dass der öffentliche Personennahverkehr in den betroffenen Regionen weitgehend zum Erliegen kommt, so Verdi.
Der Warnstreik startet mit Dienstbeginn und dauert bis Dienstende. In den Verhandlungen fordert Verdi bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In MV sind 2.800 Beschäftigte von den Tarifverhandlungen betroffen.