Ein Jahr vor der Landtagswahl ist die schwarz-grüne Landesregierung von ihrem Ziel, 1.000 Kilometer neue Radwege in Nordrhein-Westfalen zu bauen, noch ein gutes Stück entfernt. Bis Ende Dezember 2025 seien 661 Kilometer fertiggestellt worden, teilte das NRW-Verkehrsministerium mit. Damit fehlt noch ein Drittel der bis 2027 angepeilten Zielmarke. "1.000 Kilometer neue Radwege sind ein ambitioniertes Ziel innerhalb einer Legislatur, aber wir sind gut unterwegs", sagte Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne).
CDU und Grüne hatten sich bei Regierungsantritt 2022 in ihrem Koalitionsvertrag als Ziel gesetzt, 1.000 Kilometer neue Radwege bis 2027 zu bauen und so ein möglichst flächendeckendes Netz in NRW herzustellen.
Viele weitere Radwege befinden sich laut Verkehrsministerium noch in Planung und Bau. Darüber hinaus unterstütze das Land den Ausbau landwirtschaftlicher Wege, die damit für den Radverkehr im ländlichen Raum attraktiv würden. Seit 2022 konnten dadurch 180 Kilometer für das landesweite Radverkehrsnetz zusätzlich aktiviert werden.
Rekordinvestitionen in Radwege
Das Land treibe den Ausbau der Radwege mit Rekordinvestitionen voran, hieß es weiter. So stelle die Landesregierung gemeinsam mit dem Bund dieses Jahr mehr als 172 Millionen Euro für den Ausbau moderner und sicherer Radinfrastruktur bereit. Das sei das bislang größte Finanzierungspaket zur Förderung des Radverkehrs in der Geschichte des Landes, sagte Krischer.
Den größten Anteil mit gut 98 Millionen Euro hat daran die Förderung der Nahmobilität in den Kommunen. Mit dem Geld werden vor allem der Neu- und Ausbau von Radwegen, neue Fahrradabstellanlagen und eine bessere Verkehrssicherheit an Knotenpunkten unterstützt. Kommunen könnten damit gezielt den Alltagsradverkehr stärken, hieß es.
Zum Nahmobilitätsprogramm NRW gehören Projekte wie zum Beispiel eine Veloroute in Dortmund, die Radvorrangroute Gruga-Trasse in Essen oder die Emscherpromenade in Gelsenkirchen.