Die Warnstreik-Serie im Thüringer Nahverkehr geht in eine neue Runde. Bis Mitte der Woche müssten sich die Menschen deshalb auf Ausfälle und Einschränkungen einstellen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.
Sie hat die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe in Erfurt, Gera, Weimar, Jena und in den Kreisen Saale-Holzland, Nordhausen, Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuser, Gotha und Weimarer Land aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Seit dem frühen Montagmorgen stünden fast überall Busse und Bahnen still, sagte die Gewerkschaftssekretärin Katja Barthold.
Seit Wochen werden die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den kommunalen Arbeitgebern von Warnstreiks begleitet. Die Gewerkschaft fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen - etwa eine kürzere Wochenarbeitszeit und längere Ruhezeiten sowie höhere Nacht- und Wochenendzuschläge.
Einzelne Busse rollen noch durch den Freistaat
Fahrgäste sind angehalten, sich über Notfahrpläne und alternative Transportmöglichkeiten zu informieren. In Weimar, Jena und Gera würden zum Ärger der Gewerkschaft einzelne Busse und Bahnen im Notfallbetrieb fahren, wie Barthold sagte. Bei einem vorangegangenen Warnstreik Ende Februar waren ebenfalls nicht alle Mitarbeiter in den Betrieben dem Streikaufruf gefolgt, etwa im Weimarer Land.
Barthold sprach am Montagnachmittag von gut angelaufenen Warnstreiks."Es gab auch eine hohe Beteiligung." In Jena hätten sich 150 Beschäftigte an dem Warnstreik beteiligt. In Weimar seien vereinzelt Busse rausgefahren. Geplant sei, den Warnstreik bis Donnerstagmorgen 3 Uhr durchzuziehen, in Erfurt bis Donnerstagmorgen um 6 Uhr. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 18. März. Nach den aktuellen Warnstreiks wolle man zunächst auf ein Angebot der Arbeitgeberseite warten.