Italien Seilbahnunglück: Von der Schwere der Schuld

Die abgedeckte Gondel an der Unfallstelle in Stresa
Die Unfallstelle der Seilbahn am Berghang in Stresa
© Alessandro Rota
Nach dem Schock kamen Trauer und Wut. Stresa, der Ort der Seilbahnkatastrophe am Lago Maggiore, kämpft um seinen Ruf
Muriel Kalisch

Zwischen dem Leben und dem Sterben steht manchmal nur ein „Wenn“. Wenn die Kabinentür sich früher geöffnet hätte. Wenn sie die Abfahrt verpasst hätten. Wenn es geregnet hätte. Wenn das Seil nicht gerissen wäre. Wenn niemand die Bremsen manipuliert hätte.

Es ist 11.45 Uhr am Pfingstsonntag, als 15 Menschen in die Gondel Nummer 3 der „Funivia Mottarone“ steigen. Unter ihnen: eine sechsköpfige Familie aus Israel; acht Italiener: ein junges Pärchen, ein Familienvater, eine zweite, fünfköpfige Familie; sowie ein in Italien ansässiger Iraner. Sie kennen einander nicht.

Mehr zum Thema