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Diagnose auf einem Blick: Was das Gesicht über Krankheiten verrät

Eine Studie zeigt: Vielen Menschen genügt offenbar ein Blick ins Gesicht des Gegenübers, um zuverlässig zu erkennen, ob die Person krank ist. Dabei halten wir unbewusst nach bestimmten Symptomen Ausschau.

Welcher dieser beiden Männer ist krank? Offenbar sind Menschen besser in der Lage, kranke Gesichter zu erkennen, als gedacht.

Offenbar sind Menschen besser in der Lage, kranke Gesichter zu erkennen, als gedacht. Rechts ist eine Zusammensetzung aller 16 Probanden zu sehen, die krank waren - links das Placebo-Bild.

"Du siehst heute irgendwie krank aus" - man könnte über diese Bemerkung von Freunden und Bekannten verärgert sein, suggeriert sie doch, dass man nicht besonders vorteilhaft aussieht. Oder sie ernst nehmen. Denn schwedische Wissenschaftler haben in einer neuen Studie herausgefunden,  dass wir zuverlässig in der Lage sind, zu erkennen, ob eine andere Person krank ist oder nicht.

Während sich andere Spezies vor allem auf ihren Geruchssinn verlassen - Hunde können etwa Krebserkrankungen mit ihrer feinen Nase diagnostizieren -, genügt bei uns ein aufmerksamer Blick ins Gesicht. "Wir können subtile Hinweise in der Haut, den Augen und dem Mund deuten", sagt John Axelsson vom Karolinska Institute, einer der Co-Autoren der Studie, die in den "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurde.

Menschen erkennen Kranke zuverlässig

Für ihr Experiment spritzte das Team um Axelsson in zwei Sitzungen 16 Probanden - acht Männern, acht Frauen - einmal ein Placebo, das andere Mal ein Molekül von Bakterien. Weil das Immunsystem nicht weiß, dass es sich bei letzterem um eine harmlose Substanz handelt, dreht es auf, die Folge sind typische Krankheitssymptome. Die Wissenschaftler fotografierten die Teilnehmer zehn Minuten und zwei Stunden nach der Injektion, zu diesem Zeitpunkt gaben die Testpersonen an, sich unwohl zu fühlen.

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Anschließend wurden die Bilder 60 Studenten gezeigt, die einschätzen sollten, ob die gezeigte Person krank ist oder nicht. Dabei wurden die unterschiedlichen Bilder derselben Person niemals direkt hintereinander gezeigt. Von den insgesamt 2945 Bewertungen schätzten die Studenten 41 Prozent der Gesichter als krank ein - richtig sind eigentlich 50 Prozent. Von diesen 1215 "Krank-Bewertungen" waren allerdings 775 richtig und 440 falsch. Die Testpersonen erkannten demnach 81 Prozent der Erkrankten, ein Ergebnis weit oberhalb der Ratewahrscheinlichkeit.

Mikroskop-Aufnahme des Norovirus

Vorteil für die Gesellschaft

Anschließend wollten die Wissenschaftler herausfinden, woran die Studenten die Kranken von den Gesunden unterscheiden konnten. In einer zweiten Runde stellte sich heraus, dass bestimmte Krankheitsmerkmale im Gesicht Indizien sind - etwa blasse Lippen, eine helle Gesichtsfarbe, hängende Mundwinkel, Schwellungen oder gerötete Augen. Bei bekannten Gesichtern (etwa engen Freunden oder Familienmitgliedern) liege die Trefferquote sogar noch höher, so die Wissenschaftler.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Indem man Krankheiten bereits im Frühstadium erkennt, kann man das Infektionsrisiko senken. Wenn erst Symptome wie Schniefen oder Husten auftreten, ist es bereits zu spät. "Wir halten deshalb nach diesen ersten Anzeichen Ausschau", sagt Axelsson der "Washington Post". In einem weiteren Experiment will das Team um Axelsson herausfinden, ob Ärzte und Medizinpersonal geübter sind, Kranke bloß anhand des Gesichts zu erkennen - oder ob sie nicht besser abschneiden als die zufällig ausgewählten Studenten.


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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.