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Online-Kurs Meditation: Digitalisierte Achtsamkeit: Entspannung per App

Mit Hilfe einer App lehrt ein Leipziger Psychologe Meditation. Dies funktioniert ähnlich wie ein Sprachkurs.

Entspannung per App: Meditieren lernen per Online-Kurs

"Einen Monat sollte man der App Zeit geben", rät der Psychologe Boris Bornemann 

Boris Bornemann ist seit zehn Jahren auf einer Reise. So lange nämlich meditiert der 33-jährige Wissenschaftler schon. Was er dabei gelernt hat, möchte er teilen: "Ich will etwas in die Welt bringen, was mir am Herzen liegt" – in Gestalt einer App (bislang nur für iPhone/iPad). In der "größten Studie, die jemals zu Meditation durchgeführt wurde", dem "ReSource-Projekt", hat der Psychologe am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig zuvor gemeinsam mit vielen Kollegen über elf Monate an 300 Probanden "westliche und fernöstliche Methoden der Geistesschulung" erprobt.


Einen Monat sollte man der App Zeit geben

"Der Name der App, 'Balloon', steht für ein leichtes, schwebendes Gefühl, für Wärme, für eine Herzensqualität", sagt Bornemann. Meditation löse bei ihm regelmäßig solch einen Zustand aus: "Einen tiefen, inneren Frieden, große Wachheit und gleichzeitig große Entspanntheit." Wer weiß, wie dieses Gefühl zu erreichen ist, hat etwas richtig gemacht. Balloon (Anbieter ist ein Tochterunternehmen des Verlags Gruner + Jahr, in dem auch der stern erscheint) funktioniert ähnlich wie ein Sprachkurs. Sieben aufeinander aufbauende Einstiegskurse und mehrere Übungen stehen kostenlos zur Verfügung. Am besten funktionieren die größtenteils von Bornemann selbst eingesprochenen Kurse über Kopfhörer. Dabei kann der Meditations-Einsteiger durchaus in der Regionalbahn sitzen oder in der Mittagspause am Schreibtisch.

Die App bringt ihre Nutzer ohne viel Vorlauf dazu, in sich hineinzulauschen: "Je mehr ich mir meines Körpers bewusst bin, umso mehr bin ich mir auch meiner Emotionen bewusst", sagt Bornemann. Einen Monat sollte man der App Zeit geben, rät er. Wer drei Monate durchhalte, mache sich das Meditieren zur Gewohnheit. Die Abo-Preise für die Nutzung des gesamten, wesentlich umfassenderen Kursangebots betragen 11,99 Euro pro Monat oder 79,99 Euro pro Jahr.

Die eingebaute Ironie einer Meditations-App ist Bornemann bewusst: Ausgerechnet das Gerät, das uns im Alltag durch ständige Erreichbarkeit stresst, könne uns nun dabei helfen, mehr innere Ruhe zu finden.

stern-Serie Achtsamkeit, Teil 1: Mit Zazen-Übungen zur Ruhe kommen

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.