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Ernährung Achtung radioaktiv – von dieser Nuss sollten Sie nicht zu viel essen

Paranuss
Paranüsse wachsen in Südamerika und gelten hierzulande als gesunder Snack. Sie enthalten viele Nährstoffe, aber auch bedenkliche Stoffe.
© Imago Photo/ Adobe Photo
Die in Südamerika wachsende Paranuss gilt als besonders gesund. Sie enthält viele wichtige Nährstoffe. Aber wegen einer Besonderheit beim Aufwachsen, sollte man beim Verzehr vorsichtig sein.

Die Deutschen haben in letzter Zeit zunehmend Spaß an Nüssen gewonnen. Das sieht auch der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. Demnach stieg der Verzehr pro Kopf von 0,5 Kilogramm im Jahr 2014 auf 1,8 Kilogramm in 2019. Erdnüsse, Haselnüsse und Walnüsse sind die Klassiker, aber auch Exoten wie etwa Paranüsse werden mehr verspeist.

Als wir uns kürzlich im Podcast "Sie läuft. Er rennt" über das Thema Ernährung für Läuferinnen und Läufer unterhielten, kamen wir auch auf die Nüsse aus Südamerika. Vor allem, weil sie auf den ersten Blick super gesund sind und viele wichtige Nährstoffe wie zum Beispiel Kalzium, Eisen und das Spurenelement Selen enthalten. Aber, was viele nicht wissen, Paranüsse soll man nur in geringen Mengen essen.

Paranüsse sind besonders. Sie wachsen noch immer wild in den Regenwäldern von Bolivien oder Brasilien. Alle Versuche, sie auf Farmen anzubauen, sind fehlgeschlagen. Vor allem, weil sie nur von einigen wenigen Bienensorten bestäubt werden können. 

Paranüsse enthalten viele für Sportler gesunde Stoffe

Viele der in Paranüssen enthaltenen Stoffe sind sehr gesund. Kalzium ist zum Beispiel gut für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Magnesium hilft der Muskulatur – davon profitieren vor allem Sportler. Das gilt auch für Eisen, das für einen guten Sauerstofftransport im Körper sorgt. Auch enthalten die Nüsse viel von dem Spurenelement Selen. Dieses wird im Körper für Stoffwechselfunktionen benötigt und hilft bei der Zellregeneration.

So weit, so gut. Trotzdem sollte man sich jetzt nicht abends mit einer Schale Paranüsse auf's Sofa setzen. Experten raten, pro Tag höchstens zwei zu essen. Denn, so warnt das Bundesamt für Strahlenschutz, Paranüsse enthalten viel Radium. Grund dafür ist die Art, wie Paranüsse wachsen. Das radioaktive Element kommt von Natur aus im Boden vor und wird über Wurzeln von Pflanzen aufgenommen. Der Paranussbaum hat nun ein besonders feines Wurzelgeflecht und nimmt deswegen überdurchschnittlich viel Radium auf. 

Am besten mit Vorsicht genießen

Aber keine Sorge: Niemand muss komplett auf die leckere Nuss verzichten. Laut Bundesamt für Strahlenschutz sind zwei Nüsse pro Tag (ungefähr acht Gramm) gesundheitlich völlig unbedenklich.


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