HOME

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Auszeichnung für "Brückenbauerin" Sontag

Die amerikanische Schriftstellerin Susan Sontag hat den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Die erbitterte Gegnerin der US-Politik kritisierte in ihrer Rede das "imperiale Programm" von Präsident Bush und das Fehlen des Botschafters beim Festakt.

Die Nachricht von der Auszeichnung mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels hat Susan Sontag kalt erwischt. Sie habe die Liste der bisherigen Preisträger gesehen und gedacht: "Du musst tot sein. Wenn Du den Preis gekriegt hast, danach ist Schluss", erzählte sie am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse. Die größten Männer und Frauen dieses Jahrhunderts hätten diesen Preis gekriegt, "und so sehe ich mich nicht", sagte die 70-Jährige, die als moralisches Gewissen Amerikas gilt.

Kind einer gutbürgerlichen jüdischen Familie

Susan Sontag wurde 1933 als Kind einer gutbürgerlichen jüdischen Familie in New York City geboren. Die Eltern lebten zeitweise in China, wo der Vater einen Pelzhandel betrieb. Susan blieb mit ihrer jüngeren Schwester bei Verwandten in New York. Nach dem frühen Tod des Vaters - er starb, als Susan sechs Jahre alt war - heiratete die Mutter ein zweites Mal und zog mit ihrem Mann zunächst nach Tucson in Arizona und später nach Los Angeles.

Sontag hatte schon als Kind Interesse an Literatur. Dazu trug auch eine persönliche Begegnung mit Thomas Mann bei: Im Alter von 14 Jahren war sie bei den Manns zum Tee eingeladen. Später studierte sie Philosophie und Literaturwissenschaften an den Universitäten von Berkeley und Chicago. Ihre Promotion schloss sie 1954/1955 an der Harvard-University ab. Später verbrachte sie auch ein Jahr zu Studienzwecken in Paris. Bereits damals war ihr Interesse an europäischer Kultur sehr groß. Sie selbst bezeichnet sich als "europhil", in der intellektuellen Szene Amerikas gilt sie bis heute als Brückenbauerin zwischen dem alten und dem neuen Kontinent.

Heute lebt sie mehrere Monate des Jahres in Europa, oft in Frankreich oder Spanien, manchmal aber auch in Deutschland. "Ich nenne mich gerne die weltgrößte Germanistin, die kein Deutsch spricht", sagte sie. Und sie fügte hinzu: "Die meisten Schriftsteller, denen ich nahe stehe, sind keine Amerikaner."

Erfolg vor allem mit Essays

Ihren ersten Roman veröffentlichte Sontag, die in den 60er Jahren lange Zeit als Hochschullehrerin arbeitete, 1963. "The Benefactor" ("Der Wohltäter") handelt von einem Dandy, der sich zwischen Traumwelt und Wirklichkeit treiben lässt. Aber sehr viel mehr Aufmerksamkeit als mit ihrem literarischen Schaffen erntete sie mit ihren Essays - das blieb übrigens bis heute so. In ihren Artikeln beschäftigte sich Sontag mit allen aktuellen Fragen von Kunst und Literatur. Sie schrieb über Happenings und postabstrakte Malerei, über Hiroschima und Vietnam, über Pornografie und das prämenstruelle Syndrom - und machte solche Sujets damals in der Kulturszene hoffähig.

In vielen ihrer Werke beschäftigte sich die Mutter eines 1952 geborenen Sohnes mit höchst kontroversen Themen. 1968 reiste Sontag für zwei Wochen nach Vietnam und schrieb anschließend den Bericht "Trip to Hanoi" ("Reise nach Hanoi"). Nach ihrer Brustkrebsoperation 1975 verarbeitete sie ihre Ängste und Gefühle in dem Essay "Illness as Metaphor" ("Krankheit als Metapher"). Nach Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1982 setzte sie öffentlich Kommunismus mit Faschismus gleich, was ihr viel Kritik linker Intellektueller einbrachte. Während des Krieges in Bosnien-Herzegowina reiste sie zwei Mal für längere Zeit nach Sarajevo und inszenierte dort im Theater der Jugend die bosnische Erstaufführung von Samuel Becketts "Warten auf Godot".

Ihr 1992 veröffentlichter Roman "Liebhaber des Vulkans" war zwar kommerziell erfolgreich, stieß aber auf wenig Zustimmung der Literaturkritiker. Ganz anders war es dann bei dem Werk "In America" ("In Amerika"). Für die Geschichte einer polnischen Schauspielerin, die in die USA auswanderte und dort Starruhm erlangte, erhielt Sontag 2000 den renommierten Literaturpreis National Book Award. Ihr neuestes Buch "Das Leiden anderer betrachten" handelt von Kriegsfotografie.

Heftige Kritik an US-Politik

Nach den Terroranschlägen am 11. September kritisierte sie heftig die Reaktion der Regierung in Washington. "Die US-Regierung sah den 11. September als Möglichkeit, die Spielregeln zu ändern", bekräftigte sie in Frankfurt ihre Kritik. "Radikale haben die Macht übernommen."

Susanne Gabriel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(