Die Welt ist ein Dorf Juli Zeh schreibt über Menschen aus der Provinz. Ein Besuch bei der Erfolgsautorin in Brandenburg

Frau und Hund, ein Idyll: Juli 
Zeh, 46, mit Yuki, 3, am Groß 
Behnitzer See
Frau und Hund, ein Idyll: Juli 
Zeh, 46, mit Yuki, 3, am Groß 
Behnitzer See
© Carolin Windel / stern
In ihrem neuen Roman wundert sich Juli Zeh weniger über die Landbevölkerung als über das merkwürdige Verhalten von Großstädtern. Ein Besuch bei der Erfolgsautorin im schönen Brandenburg

Die Straße zum See besteht aus rechteckigen Betonplatten, die aneinandergereiht eine Fahrbahn ergeben. Es rumpelt heftig; zweimal kapituliert der Motor des Mittelklassewagens vor den Löchern im Untergrund. Juli Zeh sagt: "Für solche Wege wurden übrigens SUVs entwickelt." Und nicht, den Zusatz spart sie sich, für Großstadtstraßen.

Es ist 15 Jahre her, dass Zeh aus der Großstadt hierhin gezogen ist, ins Havelland in Brandenburg. Um uns wachsen riesige Kiefern in den Himmel, wir sind im Nutzwald. Früher schauten die Leute Zeh schräg an, als sie hier durchging, so was machten nur Menschen, die nicht von hier sind: Spaziergänge! Heute gingen selbst die Brandenburger ab und zu mal spazieren, sagt Zeh.

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