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stern-DISKUTHEK: Hass im Internet: Youtuber trifft Politikerin und Künast-Anwalt

Auf Facebook, Instagram und Youtube tummeln sich unzählige Trolle und Hater. Was können Betroffene von Hassbotschaften machen? Brauchen wir härte Strafen? Darüber diskutieren Youtuber Open Mind, Politikerin Wiebke Winter und Künast-Anwalt Severin Riemenschneider.

Was tun gegen Hass im Netz? Darum geht es in der neuen DISKUTHEK-Folge

Gerade haben im Internet verbreitete Morddrohungen gegen die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Claudia Roth parteiübergreifend für Bestürzung gesorgt. Doch das sind bei Weitem keine Einzelfälle. Besonders in sozialen Medien wird Hatespeech im Sekundentakt verbreitet. Was kann man dagegen tun? Brauchen wir härtere Strafen? Darüber diskutieren in dieser DISKUTHEK-Folge der Drogen-Youtuber Open Mind, die Junge-Union-Politikerin Wiebke Winter und der Künast-Anwalt Severin Riemenschneider. 

DISKUTHEK-Auftritt von Junge-Union-Politikerin löst Shitstorm aus

Wiebke Winter war im August in der stern-DISKUTHEK zu sehen. In der Sendung ging es um das Thema Cannabis-Legalisierung. Schon unter unserem Youtube-Video wurde sie in den Kommentaren heftig angefeindet. Als sich anschließend Deutschlands bekanntester Drogen-Youtuber Open Mind die Politikerin kritisiert und sich in Teilen über sie lustig machte, fand sich Wiebke endgültig im Shitstorm wieder. Ungehemmter Hass prasselte über Instagram und Emails auf sie ein. Sie erhielt sogar Morddrohungen. Ein Hater wünschte sich, dass für sie Auschwitz wieder in Betrieb genommen werden sollte. Wiebke hat sich nicht unterkriegen lassen und stellt sich in dieser DISKUTHEK-Folge unseren Fragen – und vor allem stellt sie sich Youtuber Open Mind, der maßgeblich zu dem Shitstorm gegen sie beigetragen hat. Er distanziert sich in der DISKUTHEK von den Hasskommentaren und rechtfertigt seine Video-Kritik an Wiebke. 

Künast-Anwalt fordert konsequentere Verfolgung von Hass im Internet

Außerdem ist Medienanwalt Severin Riemenschneider, der die Grünen-Politikerin Renate Künast in dem nach übelsten Beleidigungen auf Facebook in einem Prozess gegen die Verfasser der Hasskommentare vertreten hat, zu Gast. Riemenschneider hat deshalb für seine Mandantin Künast versucht, die Klarnamen der Verfasser zur Strafverfolgung bekommen. Das Landgericht Berlin wies die Forderung aber zurück und erklärte, dass die Beschimpfungen gegen die Grünen-Politikerin keine strafbaren Beleidigungen seien. 

Der Medienanwalt gibt in der DISKUTHEK spannende Einblicke in das deutsche Rechtssystem und erklärt, warum er und seine Kollegen von der Entscheidung des Landgerichts Berlin so schockiert waren und warum es nach seiner Ansicht, die Möglichkeit geben müsse, Leute im Netz zu identifizieren. 

Mehr Infos und weitere Folgen der stern-DISKUTHEK finden Sie hier.

hh