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Eurovision Song Contest: ESC in Israel: Darum rufen Promis zum Boykott des Events auf

Zahlreiche Kulturschaffende starten einen Boykottaufruf zum ESC in Israel. Auf der Liste finden sich prominente Namen. Grund dafür ist Politik - oder Antisemitismus, wie Kritiker behaupten. Die ersten Reaktionen sind jedenfalls schon da.

ESC 2018 - Fahnen und Fans

Beim ESC 2018 in Portugal räumte die Israelin Netta Barzilai den Sieg ab. Und holte damit das Finale 2019 in den jüdischen Staat. Nun wird's als mal wieder politisch...

DPA

Musiker, Filmemacher, Schauspieler, Regisseure - zahlreiche Kulturschaffende haben sich für einen Boykott des Eurovision Song Contests ausgesprochen, der im kommenden Jahr in Israel stattfindet. Die Veranstaltung, die eigentlich für ihr unpolitisches Format geschätzt wird, steht unter Beschuss. Zu den Unterzeichnern gehören laut der Zeitung The Guardian" der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters und der britische Filmemacher Ken Loach, die beide als Aktivisten bekannt sind. Auch die Regisseure Aki Kaurismäki und Mike Leigh, die Schauspielerin Julie Christie, Sänger Helmut Lotti und der Musiker Brian Eno stehen unter dem offenen Brief auf der Liste. 

Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song "Toy" den ESC in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb im Mai 2019 regulär in Israel statt. In dem Brief vom Freitag wird die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, den Event an ein anderes Land zu vergeben. Grund seien Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser durch die israelische Regierung, heißt es in dem Schreiben. Boykottaufrufe gegen Israel gibt es immer wieder - und sie sind umstritten, weil Kritiker darin die Grenze zum Antisemitismus überschritten sehen. 

ESC: Steckt hinter den wiederkehrenden Boykott-Meldungen Antisemitismus?

In dem Brief vom Freitag wird die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, den Event an ein anderes Land zu vergeben. "Bis Palästinenser Freiheit, Gerechtigkeit und gleiche Rechte genießen, sollte es keine Normalität mit einem Staat geben, der ihnen ihre Grundrechte verwehrt", so die Forderung.

Ähnliche Boykottaufrufe hatte es zuletzt auch in Deutschland gegeben. Dahinter steckt oft die pro-palästinensische und anti-israelische Initiative BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen). Die Rocklegende Roger Waters gilt als prominentester Fürsprecher von BDS. Ihm wird vorgeworfen, mit seiner harschen Kritik an Israels Regierung in Antisemitismus abzugleiten - er bestreitet den Vorwurf der antisemitischen Stimmungsmache. Mehrere ARD-Anstalten verzichteten darauf, Waters' Deutschland-Konzerte im Juni zu präsentieren.

Reaktionen vom NDR und EBU wiegeln ab

Die ersten Reaktionen auf den Boykottaufruf sind auch schon da. Der für die deutsche ESC-Beteiligung zuständige Leiter des Programmbereichs Fiktion & Unterhaltung beim NDR Fernsehen, Thomas Schreiber, hat Forderungen nach einem Boykott des Eurovision Song Contests in Israel zurückgewiesen. "Heute beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh ha-Schana, es zählt zu den wichtigsten Feiertagen für Juden in aller Welt. Aus diesem Anlass zum Boykott des Eurovision Song Contest in Israel aufzurufen bzw. die EBU (European Broadcasting Union) aufzufordern, dem israelischen Rundfunksender Kaan das Recht auf die Ausrichtung des ESC zu entziehen, ist durchschaubar", sagte Schreiber am Sonntag in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Der israelische Rundfunksender habe das Recht und die Pflicht zur Ausrichtung des ESC mit dem Sieg Nettas in Lissabon übernommen. "Wir freuen uns auf den ESC 2019 in Israel."

Auch die EBU selbst meldete sich und sagte, man diskutiere als Veranstalter mit Mitgliedern nicht über einen Boykott: "Der Eurovision Song Contest ist eine langjährige, nicht politische Unterhaltungsveranstaltung, die Zuschauer und Länder zusammenbringen soll", hieß es in einer Mitteilung der EBU am Montag. 

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wlk / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.