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Haderer: Streitbarer Österreicher

Abgebrochene Graveurslehre in Stockholm, Flaschenreiniger am Linzer Milchhof und "Panorama-Zeichner" in Salzburg - so sehen die künstlerischen Tiefpunkte im Leben des Gerhard Haderer aus.

Der unregelmäßige Besuch der Fachhochschule für Gebrauchsgrafik verhalf dem 1951 in Leoning, Ober-Österreich, geborenen Gerhard Haderer schließlich zu einer Existenz als freischaffender Illustrator für Werbeagenturen.

1985 vernichtete er alle früheren Arbeiten und stellte sich danach partout für keinen Werbeauftrag mehr zur Verfügung. Seine Karriere als Cartoonist begann. Zunächst veröffentlichte er seine Zeichnungen in der Zeitschrift "Watzmann", im "ORF-Ventil", und im "Kurier", später zierte seine Arbeiten das "profil".

Nach einer Einzelausstellung in Berlin 1989 rissen sich auch die deutschen Blätter um den Österreicher. Seit 1991 veröffentlicht der stern einen wöchentlichen "Haderer". Inzwischen lebt Haderer mitsamt Ehefrau Margit und vier Kindern wieder in Linz.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo