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Clueso: "Ich finde Herbert Grönemeyer cool"

Seit seiner Teilnahme am Bundesvision Song Contest 2005 bei Stefan Raab ist Clueso auch außerhalb von Thüringen ein Begriff. Im stern.de-Interview spricht er von seiner Musik, seiner Heimat und der bevorstehenden Tour mit Herbert Grönemeyer.

Seinen Künstlernamen hat der 27-Jährige von dem Pariser Polizeiinspektor Clouseau aus den Pink-Panther-Filmen geliehen. Musik macht Clueso schon seit über zehn Jahren. Alles fängt 1996 mit Freestyle-Rappen auf kleinen Jams an. Tagsüber macht er seine Friseurlehre, nachts sitzt er im Studio. 1998 nimmt Clueso seine erste Maxi-Single auf, bricht seine Ausbildung ab und geht nach Köln. Dort lernt er Philip Jakober kennen, der bei Four Music arbeitet. Seine Musik stößt auf offene Ohren. Kurze Zeit später hat er einen Plattenvertrag bei Four Music in der Tasche.

Von da an geht es aufwärts. Clueso spielt als Support von den Fantastischen Vier und Wir sind Helden. Für das Goethe-Institut tourt er durch Malaysia, Kanada, Neuseeland und Australien. 2006 spielt er von April bis Oktober ununterbrochen auf Festivals und in Clubs. Sein Album "Weit Weg" erreicht die Top15 der Albumcharts. Und ab dem 24. Mai begleitet er Herbert Grönemeyer als Support-Act auf dessen großer Stadiontour. Clueso steht nicht still und wird trotzdem nicht müde.

Im letzen Sommer spielten Sie permanent auf Festivals und in Clubs. Wie war das für Sie?

Wir waren ständig unterwegs und haben vor ganz vielen Leuten gespielt, sowohl als Support als auch alleine. Die "Weit Weg-Tour war unsere erste große eigene Tour. Bei Festivals ist das aber immer so eine Sache: Du kommst da hin, rockst, findest es saugeil, genießt den Tag - und am Ende weißt du doch nur, was hinter der Bühne passiert ist. Wir machen seit zehn Jahren Musik und haben schon viele Konzerte gespielt, zu denen keiner kam. Das waren Zeiten, in denen man sich sagen musste: "Ja, das wird schon alles irgendwie." Und jetzt kommen die Leute, die Konzerte sind oft ausverkauft.

Vor kurzem gaben Sie mit einem Philharmonie-Orchester ein Konzert im Berliner Postbahnhof. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Freunde von uns spielen schon länger in dem Stüba Orchester. Ich wollte schon immer gern mal was mit einem Orchester zusammen machen. Andi, unser Manager, hat das registriert und hinter meinem Rücken eine Probe organisiert. Philipp, unser Keyboarder, hat dann zusammen mit dem Gitarristen Christoph Partituren für die Songs geschrieben.

Während der Tour im vergangenen Jahr haben Sie Material für eine DVD gesammelt. Was wird darauf zu sehen sein?

Das Konzert mit dem Orchester ist zum Beispiel komplett auf der DVD drauf. Außerdem gibt es Mitschnitte von Konzerten in Berlin und Köln, eine Freestyle-Session und Einblicke in den Zughafen, unsere künstlerische Heimat in Erfurt. Ich mag keine DVDs, auf denen ein Künstler nur was erzählt und nicht wirklich privat und als Mensch zu erkennen ist.

"Bleib einfach hier" vom Album "Weit Weg" erzählt von Ihrer Heimat. Warum sollten die Leute in Erfurt bleiben?

Ich weiß nur, dass ich die Abwanderung von Jugendlichen im Osten nicht gut finde. Ich verstehe auch, wenn Leute wegziehen, um einen Job zu bekommen, die Familie zu ernähren oder sich etwas aufzubauen. Es ist aber ganz wichtig, dass Leute, die Energie haben, da bleiben. Um was aufzubauen in der Heimat, muss man einfach da bleiben und gemeinsam etwas machen.

Ihr Album "Weit Weg" unterscheidet sich von Ihren älteren Sachen. Sie machen nicht mehr so viel HipHop, mehr Pop. Warum kam es zu dieser Entwicklung vom MC zum Songwriter?

Ich bin im HipHop aufgewachsen, hatte aber noch nie diesen festgefahrenen Rap-Blick. Weil ich immer gern gesungen habe, hab ich auf Sessions immer wieder einen Chorus eingeflochten. Die Leute haben oft komisch darauf reagiert. In der Szene ist es schon echt schwer, was anderes zu machen. Schon damals hatte ich den Traum, mit einer Band Musik zu machen.

Hat sich Ihre Fangemeinde durch diesen Stilwechsel geändert?

Teilweise schon. Es gibt Leute, die sagen, das Album "Text und Ton" war so geil, weil da so viel Rap drauf war. Und dann gibt’s Leute, die sagen, dass die Musik jetzt viel besser ist. Letztendlich müssen die Leute merken, ob es authentisch ist, was du machst. Wenn es unehrlich wäre, also wenn ich singen würde, weil einfach der Wind gerade so steht, dann würden die Leute das merken und dann würde ein ganz anderer Gegenwind kommen.

Wie sehr lässt Ihr Plattenlabel Four Music Ihnen freie Hand? Versuchen sie, Einfluss zu nehmen?

Nein, Four Music mischt sich gar nicht ein. Meines Erachtens haben sie sich damals, in der Entwicklungsphase, sogar fast zu wenig eingemischt. Die Fantastischen Vier haben das Label damals gegründet und wollten Künstler so behandeln, wie sie wahrscheinlich selbst gern behandelt worden wären. Das ist deren Philosophie. Sie haben mich natürlich unterstützt. Die Fantas haben zum Beispiel gesagt: "Versteif dich jetzt nicht auf den Rap-Kram. Mach die Sache mit dem Gesang weiter. Das ist cool."

Jetzt spielen Sie als Vorband von Herbert Grönemeyer. Wie ist es dazu gekommen?

Irgendwann kam eine E-Mail, in der stand, wir könnten vielleicht mit Grönemeyer spielen. Als das dann sicherer wurde, hab ich mal gefragt, wie es eigentlich dazu kam. Und da hieß es, er wäre selber auf die Idee gekommen. Ich hab mit ihm noch nie gesprochen. Wir haben dann wild spekuliert. Wir wissen zum Beispiel, dass die Tochter auf einem Konzert von uns in Köln war.

Was bedeutet es für Sie, zusammen mit ihm zu touren?

Das mit Grönemeyer ist natürlich für uns eine Riesenchance, ein älteres Publikum zu erreichen - eines, das auf Texte hört. Ich finde Herbert Grönemeyer cool, ich mag seine Texte.

Interview: Rebekka Drobbe
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(