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Eurovision Song Contest: Lordi muss Halbfinale überstehen

Interpreten aus 37 Ländern sind bereits zum Eurovision Song Contest nach Athen gereist. Für das Finale gibt es allerdings nur noch zehn freie Plätze, um die 23 Landesvertreter im Halbfinale kämpfen.

Der 51.Eurovision Song Contest kommt in seine heiße Phase: 37 Interpreten sind angereist, aber nur 24 dürfen beim Finale antreten. 14 Teilnehmer stehen schon fest: das Gastgeberland Griechenland selbst, die neun Bestplatzierten des Grand Prix 2005: Schweiz, Moldawien, Israel, Lettland, Norwegen, Malta, Dänemark, Rumänien und Kroatien. Außerdem haben die größten Geldgeber des Eurovision Song Contests, nämlich Deutschland, Spanien, Großbritannien und Frankreich, eine ständige Startberechtigung. Zehn Plätze bleiben also noch übrig, um die 23 Kandidaten im Halbfinale am Donnerstag abend kämpfen - unter anderem auch Lordi, die Heavy-Rocker aus Finnland.

Die deutschen Grand-Prix-Teilnehmer können sich bis dahin noch etwas Muße gönnen, in Ruhe proben und Athen besichtigen. Die norddeutsche Band Texas Lightning um TV-Komiker Olli "Dittsche" Dittrich ist mit ihrem Hit "No No Never" bereits auf Startnummer 8 für das Finale gesetzt. Auch für Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel wird es bei seiner 18. Finalteilnahme erst am Samstag spannend: Seine junge Band six4one eröffnet mit der Siegel-Komposition "If We All Give A Little" für die Schweiz das internationale Finale.

Kitschige Antik-Pop-Show

Doch zuvor gibt es mit dem Halbfinale die erste große Bewährungprobe für das griechische Fernsehen (ERT) und das Moderatoren-Duo, den Popstar Sakis Rouvas und die Fernsehmoderatorin Maria Menounos. Das griechische Fernsehen hat in wochenlanger harter Arbeit eine spektakuläre Show mit viel Antik-Pop vorbereitet, die aber nach Medienberichten leicht ins Kitschige abgleiten könnte. Unter anderem sollen Göttervater Zeus, Götterbote Hermes, die Liebesgöttin Aphrodite sowie Kriegsgott Ares durch die olympische Basketballhalle schweben. Zudem sollen viele andere Elemente der Antike, wie Helme, Schilde und Gewänder präsentiert werden.

Chancen für Neuling Armenien

Die Presse in Athen sieht den russischen Song "Never Let You Go" mit Dima Bilan als einen der Favoriten für die Finalqualifikation. Chancen werden auch dem Eurovisions-Neuling Armenien mit dem Sänger Andre und dem Song "Without Your Love" vorausgesagt. Ein großes Fragezeichen steht hinter den Chancen der Horror-Rocker rund um den finnischen Sänger Lordi mit "Hard Rock Halleluja". "Sie könnten ganz oben landen. Sie könnten aber auch wegen unerträglichen exzentrischen Gehabes ganz tief fallen", meinen griechische Boulevardblätter.

"Kein Stress und gute Laune"

Texas Lightning schienen von all dem unbeeindruckt. Es gelte das Motto "kein Stress und gute Laune", sagte die aus Australien stammende Sängerin Jane Comerford. "Wir werden singen und das Ergebnis am Samstag gelassen abwarten." Am Donnerstag steht für die Countryband ein Termin in der Residenz des deutschen Botschafters auf dem Programm - mit einer Live-Einlage für die deutsche Gemeinde in Athen.

DPA / DPA