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Plus 4,9 Prozent: ZDF-Chef Bellut fordert höhere Rundfunkgebühren - und so viel soll es sein

20 TV-Sender, 75 Radioprogramme, unzählige Online-Angebote: 17,50 Euro Rundfunkbeitrag muss jeder Haushalt pro Monat für die Öffentlich-Rechtlichen bezahlen. ZDF-Intendant Thomas Bellut fordert nun eine Erhöhung des Beitrags.

Im kommenden Jahr entscheiden die Länder über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags

Im kommenden Jahr entscheiden die Länder über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags

DPA

Mindestens 18,35 Euro monatlich statt wie bisher 17,50 Euro – so hoch müsste der Rundfunkbeitrag, also der Nachfolger der sogenannten GEZ-Gebühr, für jeden Haushalt sein, damit ARD, ZDF und Deutschlandradio ihre fast 100 Fernseh- und Radioprogramme auch weiterhin ohne Qualitätsabstriche produzieren könnten. Das sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut in einem Interview mit der Nachrichtenagentur DPA.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD, ZDF und Deutschlandradio melden im Frühjahr ihren voraussichtlichen Finanzbedarf bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) an. Diese reicht dann einen Vorschlag für die zukünftige Beitragshöhe zur Entscheidung an die Bundesländer weiter.

"Wir setzen das vereinbarte Sparporgramm um"

"Unsere KEF-Anmeldung wird bedarfsgerecht und verantwortungsbewusst sein", sagte Bellut. Er sei optimistisch, dass die Länder den Vorschlag der Rundfunkanstalten folgen werden. Er betonte: "Wir arbeiten daran, das vereinbarte Sparprogramm umzusetzen und haben mit der ARD konkrete Schritte der besseren Zusammenarbeit fixiert."

Derzeit lebten die Sender von der Substanz und setzten ihre Rücklagen ein. Der "wirkliche Basiswert" liege bei 18,35 Euro, dies ist ein Plus von rund 4,9 Prozent gegenüber der jetzigen Beitragshöhe. "Alles darunter wäre eine klare Kürzung, die nur durch große Einsparungen im Programm erbracht werden könnte." 

Die Länder entscheiden alle vier Jahr über eine Anpassung der Rundfunkgebühr, der derzeitige Satz ist noch bis 2020 festgelegt. Im Gespräch ist auch eine Kopplung des Beitrags an die Inflationsrate – Bellut zeigte sich im DPA-Interview "offen und gesprächsbereit" für diesen Vorschlag. 

Rundfunkbeitrag für rund 100 Sender von ARD und ZDF

Der Rundfunkbeitrag ist in Deutschland umstritten, vielfach wird die Programmgestaltung der Sender kritisiert. Das Europäische Gerichtshof hatte Anfang Dezember entschieden, dass der deutsche Rundfunkbeitrag mit dem EU-Recht vereinbar ist. Auch das Bundesverfassungsgericht stellte bereits klar, dass der Beitrag nicht gegen das Grundgesetz verstößt. 

ARD und ZDF strahlen zurzeit folgende 20 TV-Programme aus: Das Erste, ZDF, One, Tagesschau24, ZDF Neo, ZDF info, ARD-alpha, 3Sat, Phoenix, Arte, NDR Fernsehen, Radio Bremen TV, WDR Fernsehen, HR Fernsehen, SWR Fernsehen, SR Fernsehen, MDR Fernsehen, RBB Fernsehen, BR Fernsehen. Hinzu kommen 75 Radioprogramme von NDR 2 über WDR 5, BR Heimat und Inforadio bis hin zum Deutschlandfunk.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Dieses Nachbarland Deutschlands schafft die Rundfunkgebühren ab
mit DPA-Material
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.