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"Ich bin ein Star" Das Dschungelcamp reagiert klar auf Rassismus – nicht zum ersten Mal

Dschungelcamp Dj Tomekk Janina Youssefian
Für DJ Tomekk war die Zeit im Dschungelcamp schnell zuende
© SCHROE'WIG/CS / Picture Alliance
Weil sie Mitcamperin Linda Nobat rassistisch beleidigt hatte, flog Janina Youssefian aus dem Dschungelcamp. Für die schnelle Reaktion bekam der Sender viel Lob. Dabei war es nicht der erste Rassismus-Eklat bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". 

Die Reaktion kam schnell und sie war eindeutig. Weil Janina Youssefian ihre Dschungelcamp-Kollegin Linda Nobat rassistisch beleidigt hatte, wurde das ehemalige "Teppichluder" aus der Show entfernt. Kameras fingen ein, wie die in Teheran geborene Reality-TV-Darstellerin von Rangern aus dem Camp begleitet und in ein Auto gesetzt wurde. Die Geschichte der Youssefian bei Ibes – sie ist vorbei. 

Dschungelcamp: Janina Youssefian fliegt raus

Im Netz wurde die rasche Reaktion von RTL von vielen Fans der Kultsendung gelobt. Denn auch das Trash-TV trägt eine Verantwortung. Manch andere Sendungen – wie beispielsweise "Promis unter Palmen" 2020 – wurden dieser nicht gerecht. Im Fall des Dschungelcamps ist es nicht das erste Mal, dass schnell gehandelt werden musste. 

Im Jahr 2008 überbrachten Sonja Zietlow und Dirk Bach den damaligen Dschungel-Stars eine überraschende Nachricht. "Heute wird niemand rausgewählt. Es gibt Vorwürfe gegen DJ Tomekk. Er musste das Camp verlassen, damit er persönlich darauf reagieren kann. Er wird wahrscheinlich nicht zurückkehren", sagten sie den Anwesenden. Zietlow und Bach erklärten die Umstände nicht weiter. Nur so viel: "Worum es bei den Vorwürfen geht, können wir nicht sagen. Wir mussten DJ Tomekk aus dem Camp nehmen."

Nicht der erste Rassismus-Eklat bei Ibes

Was damals im Camp selbst noch keiner wusste: Die "Bild"-Zeitung hatte kurz vorher berichtet, DJ Tomekk habe im australischen Hotel den Hitlergruß gezeigt, außerdem sang er "Deutschland, Deutschland über alles" und machte Witze über die "vielen Ausländer im Haus". Anders als im Fall Youssefian, die direkt nach Hause fliegen wird, konnte Tomekk darüber selbst entscheiden. 

"Natürlich stand ihm frei, ob er wie alle anderen ausgeschiedenen Kandidaten bis zum Ende der Show in Australien bleibt. Aber DJ Tomekk wollte gleich nach Hause fliegen", erklärte RTL-Sprecher Claus Richter damals "Spiegel Online". Das Statement nach Youssefians rassistischem Ausraster klingt im Vergleich wie folgt: "Die Verantwortlichen haben Janina Youssefian über diese Entscheidung informiert und sie hat daraufhin umgehend das Dschungelcamp verlassen müssen. Ihr Mitwirkendenvertrag wurde gekündigt und sie wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ihre Heimreise antreten."

Dschungelcamp: Kandidatin Janina fliegt wegen rassistischer Beleidigung raus

Der (kleine) Unterschied zwischen beiden Fällen: Das Tomekk-Video war im Hotel, also vor Aufzeichnung der Sendung, gefilmt worden. Dem heute 46-Jährigen wurde so die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu äußern. Er entschuldigte sich im Anschluss, er sei "alles andere als fremdenfeindlich". Youssefian hingegen war im Camp rassistisch, die Kameras fingen alles klar ein. Der Eklat lässt somit keine Diskussionen zu. 

Quelle: "Spiegel Online" 

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ls

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