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Dschungelcamp 2017: Markus Majowski - der wahre Irre im Busch

Im Dschungelcamp 2017 blühen die Neurosen. Doch wer ist der verrückteste Teilnehmer - die zickige Kader Loth oder doch Hanka Rackwitz? Nein - der wahre Irre im Busch ist Markus Majowski.

Markus Majowski im Dschungelcamp

Ohne Brille, dafür mit Brüsten: Markus Majowski im Dschungelcamp

"In der Geschichte des deutschen Dschungelcamps bin ich wahrscheinlich die Verrückteste, aber die diagnostiziert Verrückteste." Sagt Hanka Rackwitz. In der Tat ragt die 47-jährige Sächsin mit ihren vielen Zwangsstörungen ein wenig heraus aus einem Format, das ohnehin schräge Vögel anzieht. Kandidaten wie Sarah Knappik, Helmut Berger oder der zumeist auf dem Kopf stehende Rainer Langhans. 

Dennoch gibt es in diesem Jahr einen Teilnehmer, der in puncto Verrücktheit selbst Hanka in den Schatten stellt. Markus "Ich bin wie ein Delfin" Majowski. Der Mann, der auf Ohrstöpsel verzichtet und dafür lieber Körperpuder mit ins Dschungelcamp nimmt. Der geistig immer noch in den 80er Jahren steckt und es für lustig findet, wie Donald Duck zu klingen.

Dschungelcamp 2017


Markus Majowski, der König der Passiv-Aggressiven

Was den 52 Jahre alten Schauspieler so unberechenbar macht, ist sein passiv-aggressives Verhalten. Nach außen hin gibt er sich als der sanftmütigste Mensch der Welt. Er spricht mit leiser Stimme, mimt den Verständnisvollen, der stets mit seiner Umwelt im Einklang lebt. Dabei überschreitet er schon mal unfreiwillig die Grenzen zur Parodie, etwa wenn er sich während der Dschungelprüfung bei den Würmern bedankt: "Ich danke euch, dass ihr euch opfert. Ich muss euch trotzdem essen." Anschließend vergibt er sich selbst für diese Untat. Und meinte das völlig Ernst.

Diese übertriebene Rücksichtnahme kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es unterschwellig in ihm brodelt. Markus Majowski sucht permanent Streit, eckt ständig an. Wie dünn seine zivilisatorische Firnis ist, zeigte sich schon am ersten Tag: Da beschwerte er sich am Dschungeltelefon über den angeblich verunreinigten Trinkwasserbehälter. "Der muss mal grundgereinigt werden", brüllte er ins Dschungeltelefon. "Das ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?!" Während die anderen Camper das Wasser anstandlos tranken, wurde Majowski unverschämt: "Es wird jetzt sofort dieser Behälter gesäubert, weil er mit Dreck gefüllt ist - und zwar zackig!", forderte er RTL auf. "Habe ich mich klar genug ausgedrückt?"

Ähnlich streitsüchtig sein Verhalten im legendären "Bettenstreit". Markus unterstellte Sarah Joelle mehrfach, sie wolle ihre Matratze "sperren", als sie sich zu Gina-Lisa ins Bett legte. Der absurde Disput gipfelte darin, dass Majowski ihr vorwarf, sie sei "egoistisch". Verstanden hat das niemand. 

Ständig fühlt er sich zu kurz gekommen

Was fast noch schlimmer ist: Der Berliner hat ständig Angst, zu kurz zu kommen. Als am Montagabend die Bewohner von "Snake Rock" ins "Base Camp" verlegt wurden und neue Sachen bekamen, reagierte Majowski wie ein Pegida-Anhänger auf ankommende Flüchtlinge: Wieso kriegen die etwas, das ich nicht bekomme? So zettelte er den ersten Streik im Dschungelcamp an - der freilich schnell in sich zusammenbrach.

In diesen Momenten ist er ganz anders, gar nicht "der lustige Mann, der auch anders kann, der mit den Ecken und Kanten", als der er sich auf Youtube beschreibt. Wer wissen will, wie sich Markus Majowski selbst sieht, muss sich nur sein 2016 veröffentlichtes Video anschauen. Dort inszeniert er sich als schriller und gleichzeitig einfühlsamer Künstlertyp. Als Mensch, der im Einklang mit der Natur lebt. Der zwischendurch kreativ-verrückte Ausbrüche hat, aber eigentlich ein ganz ganz lieber und verständnisvoller Mitmensch ist. Also genau das Gegenteil von dem Mann, den wir seit vier Tagen täglich im Dschungelcamp erleben.