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Nach schwerer Kindheit Drew Barrymore spricht über ihr schwieriges Verhältnis zur Mutter

Drew Barrymore
Drew Barrymore bei den "Fashion Los Angeles Awards" im Jahr 2022. 
© ason Kempin/Getty Images for the DAILY FRONT ROW
Über das zerrüttete Verhältnis zu ihrer Mutter hat US-Schauspielerin Drew Barrymore schon oft gesprochen. In einem Interview offenbart sie nun, dass allein deren Anwesenheit sie an ihrer weiteren Entwicklung hindert.

Mit Steven Spielbergs "E.T. – Der Außerirdische" wurde sie im Alter von nur sieben Jahren berühmt, heute zählt sie zu den größten Stars Hollywoods: Drew Barrymore. Doch auch wenn man die Schauspielerin für ihr stetiges Grinsen und ihre gute Laune kennt, ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass sie bis heute unter den schwierigen Umständen ihrer Kindheit leidet.

Alkohol, Drogen und Abstürze

Als Tochter zweier Schauspieler wurde die 48-Jährige in die Welt des Showbizz hereingeboren, mit nur elf Monaten sah man sie in einem ersten Werbespot. Eine Kindheit habe sie nie gehabt, verriet sie bereits 2015 in einem Interview mit dem US-Magazin "People". "Ich hatte die schrägste Kindheit überhaupt", sagte sie damals. Nach ihren ersten Filmrollen konnte sie kein normales Leben mehr führen, vereinsamte in der Filmwelt Hollywoods. Mit neun Jahren begann sie damit, regelmäßig Alkohol zu trinken, es folgte Kokain und ab dann ein Absturz nach dem nächsten.

Die Schuld dafür gibt die Schauspielerin bis heute ihrer Mutter. Sie wirft ihr vor, sie zu früh ins Rampenlicht gezerrt zu haben. Zudem soll sie sich kaum um sie gekümmert, sie – wenn überhaupt – nur mit auf Partys mitgenommen haben. Das zerrüttete Verhältnis zu ihrer Mutter hat Barrymore in ihrer Autobiografie "Wildflower" aufgearbeitet, jedoch verfolgen sie die Traumata ihrer Kindheit immer noch. 

18 Monate alleine in der Psychatrie

In einem aktuellen Interview mit dem US-Magazin "Vulture" spricht die 48-Jährige erneut über das Verhältnis zu ihrer Mutter. Nachdem Barrymore mit 13 Jahren alkohol- und drogentechnisch immer noch nicht die Kurve bekam, wies sie ihre Mutter gegen ihren Willen in eine Psychiatrie ein. 18 Monate lang verbrachte die Schauspielerin alleine auf der Station, Beistand ihrer Familie blieb aus. Einzig für ihre Rolle in den Filmen "Far From Home" und "See You in the Morning" holte sie ihre Mutter aus der Klinik, damit Barrymore ihre "Arbeit verrichten" konnte. 

Nach der Klinik zog die damals 13-Jährige dann zu Musiker David Crosby und seiner Familie, den sie aus der Klinik kannte. Er half Barrymore gemeinsam mit seiner Frau Jan Dance aus der Sucht. Von ihrer erfolgssüchtigen Mutter und ihrem gewalttätigen Vater nahm sie ab dann Abstand und ging ihren eigenen Weg. Bis heute versuche sie, die "schmerzhafte" und "sehr schwierige" Beziehung zu ihrer Mutter aufzuarbeiten, erzählt sie "Vulture. Bislang habe sie es aber nicht geschafft, sich emotional vollkommen von ihr zu distanzieren. Bei ihrem Vater hingegen sei ihr das gelungen. "Ich habe einfach verstanden, was für ein unfähiger Mensch er war", erzählt sie. 

Ihre Mutter hindert Drew Barrymore daran, weiter zu wachsen

Auch wenn Barrymore ihrer Mutter ihr Verhalten bis heute nicht verzeiht, unterstützt sie sie finanziell. Dazu sagt sie: "Ich glaube das muss hart für sie sein. Sie muss mit den unangenehmen Gefühlen leben, während er (ihr Vater) einen Freifahrtschein bekommt." Dennoch habe sie die Wahrheit über die Taten ihrer Mutter noch nicht vollends mit der Öffentlichkeit geteilt, da sie noch am Leben ist. In einem Gespräch mit "iCarly"-Star Jennette McCurdy, die ihr zerbrochenes Verhältnis zu ihrer Mutter in ihrem Buch "I'm Glad My Mom Died" verarbeitete, sagt sie dazu: "Ich glaube es ist eine Art Beschützerinstinkt." Solange sie noch auf dieser Welt weile, wolle sie sie vor den Konsequenzen  schützen. Doch genau das hindere sie daran, weiter zu wachsen. 

Gegenüber "Vulture" sagt sie, dass alle ihre Nachbarn und Freunde ihre Mutter bereits verloren hätten. "Und ich habe diesen Luxus nicht." Sie könne aber nicht länger darauf warten, um endlich wachsen zu können. Kurz darauf bereut Barrymore ihre Worte, sagt: "Ich bereue, das gesagt zu haben, es hat sich nicht richtig angefühlt." Und weiter: "Natürlich möchte ich, dass meine Mutter glücklich und gesund ist. Ich muss einfach lernen, mich weiter zu entwickeln, auch wenn sie noch auf diesem Planeten weilt." Sie sorge sich um ihre Mutter, habe sich nie nicht gesorgt. Sie wisse nicht, ob sie jemals vollständig mit ihr abschließen könne. 

"Ich habe nie gesagt, dass ich mir wünsche, dass meine Mutter tot sei"

Auf ihre Aussage, dass sie nicht den Luxus habe, dass ihre Mutter bereits verstorben ist, stürzten sich wenig später verschiedene Boulevard-Medien. Auf Instagram reagierte die Schauspielerin erzürnt. In einem Video äußerte sie sich zu ihren Aussagen und den Geschichten, die die Medien daraus drehen. 

"An alle Boulevardblätter da draußen, ihr habt mein Leben durcheinander gebracht, seitdem ich 13 Jahre alt war", sagt Barrymore in dem Video. "Ich habe nie gesagt, dass ich mir wünsche, meine Mutter wäre tot. Wie könnt ihr es wagen, mir diese Worte in den Mund zu legen?", fragt sie aufgebracht. Jeder, der mit einer problematischen Mutter-Tochter-Beziehung zu kämpfen habe, wisse, wie schwierig es ist, Probleme aufzuarbeiten, wenn die Bezugsperson noch auf der Erde weile. "Ich habe mich verletzlich gezeigt, während ich versucht habe, über eine äußerst schmerzvolle Beziehung zu reden (...) Dreht mir nicht noch einmal die Worte im Mund um", schließt sie.

Quelle:"Vulture", "People", Instagram

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