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Erfolgsmenschen: Sebastian Frankenberger: Auch bei Morddrohungen freundlich bleiben

Sebastian Frankenberger hat Bayern ein striktes Rauchverbot verpasst und sich damit viele Feinde gemacht. Im stern-Interview erzählt er, wie er auch bei schlimmsten Hass-Mails gelassen bleibt.

Von Gabriele Meister

Gut gelaunt: Ex-ÖDP-Chef Sebastian Frankenberger bei der Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichtes zur Drei-Prozent-Hürde bei Europawahlen

Gut gelaunt: Ex-ÖDP-Chef Sebastian Frankenberger bei der Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichtes zur Drei-Prozent-Hürde bei Europawahlen

Seit Sebastian Frankenberger ein strenges Rauchverbot in Bayern durchgesetzt hat, gilt er als Deutschlands Mr. Nichtraucher. Seine Strategie: Möglichst viele Menschen an der Diskussion beteiligen und selbst bei Morddrohungen ruhig und freundlich bleiben.

Ihr Kampf für das Rauchverbot hat Sie bekannt gemacht, Sie aber auch innerparteilich viele Sympathien gekostet. Gerade sind Sie als Bundesvorsitzender der ÖDP abgewählt worden. War Ihr Erfolg beim Rauchverbot der "Anfang vom Ende"?
Der Erfolg beim Rauchverbot selbst nicht, aber meine Organisation: Ich habe ein zu hohes Tempo vorgelegt und viele meiner Ziehväter überholt. Das ist eine ganz schwierige Situation. Außerdem wollte ich die Partei professionalisieren, um mehr bewegen zu können. Aber viele halten Marketingmethoden schon von vornherein für Teufelswerk und sind zufrieden, wenn sie nicht so viel Verantwortung übernehmen müssen wie in einer großen Partei.

Hatten Sie von Anfang an geplant, mit dem Rauchverbot Karriere zu machen?


Eigentlich wollte die Partei jemand anderen damit nach vorne bringen, ich sollte nur organisieren. Aber es war ein Herzensthema für mich, weil ich auch als Gästeführer arbeite und deshalb viel in Gaststätten unterwegs bin. Die CSU hatte kurzfristig ein Rauchverbot erteilt, war aber wegen schlechter Wahlergebnisse schnell wieder zurückgerudert. Die Zeit ohne Rauch war so angenehm, dass ich mich für das Volksbegehren eingesetzt habe.

Und dann war Ihr Kopf plötzlich überall.
Mir war klar, dass wir die erforderlichen zehn Prozent beim Volksbegehren nur schwer schaffen können. Trotzdem hat sich keiner für Pressegespräche Zeit genommen. Also bin ich an manchen Tagen morgens um sechs zu einem Radiosender nach Rosenheim gefahren, mittags nach Nürnberg und abends um neun zu einem Vortrag nach Aschaffenburg, teilweise auf eigene Rechnung. Plötzlich galt ich als der Ansprechpartner zum Rauchverbot.

Volksbegehren können leicht an Streitigkeiten scheitern. Ihr Erfolgs-Rezept dagegen?


Ich habe immer versucht, möglichst viele einzubeziehen, auch Leute von außen: Wir haben auf Facebook diskutiert, wie die Plakate aussehen sollen und welche Veranstaltungen wir planen. Allerdings hat auch das innerhalb unseres Bündnisses zu viel Streit geführt – Ärzteverbände, Parteien und Nichtraucher-Organisationen gehörten dazu. Manche waren gegen den Einsatz von Social Media, anderen ging es darum, Zigaretten ganz zu verbieten, wieder andere wollten eine Kampagne gegen die CSU daraus machen. Teilweise haben sich die Bündnispartner mit Anwälten gedroht.

Wie haben Sie es da noch geschafft, sich durchzusetzen?
Ich habe immer versucht zu vermitteln, dass es uns um die Sache gehen muss. Weil ich vieles kann, was bei der Kampagne zu tun war – Website programmieren, mit Facebook umgehen, Plakate designen – hatte ich eine hohe Autorität innerhalb des Bündnisses. Außerdem arbeite ich ehrenamtlich als Notfallseelsorger. Dadurch habe ich gelernt, in Krisensituationen ruhig zu bleiben und innerlich erst einmal einen Schritt zurückzutreten, um mir einen Überblick zu verschaffen.

Als das Rauchverbot durchkam, waren Sie ein Held. Wann kam der erste Hass-Brief?


Das fing schon vorher an. Als das Volksbegehren etwa eine Woche lief, lag eine Beileidskarte mit einer Morddrohung bei mir im Briefkasten: „Wir wissen, wo du wohnst und sprechen deiner Familie jetzt schon das Beilied aus“, stand darauf. Komischerweise hatte ich keine Angst. Es ist ja klar, dass zum Beispiel Wirte Sorge haben, Gäste zu verlieren, und das dann an mir auslassen. Später kamen neben bösen E-mails sogar Hanfpalmen, Kuhdung und Sachen per Nachnahme, die ich nie bestellt hatte.

Kann man sich überhaupt noch über Erfolg freuen, wenn man deshalb Morddrohungen bekommt?
Ich habe mir die Freude einfach nicht verderben lassen! Am Anfang habe ich auf böse Mails sogar noch freundlich geantwortet und den Absender gebeten, mal nachzudenken, wie er behandelt werden möchte. Das habe ich als meine pädagogische Aufgabe gesehen.

Wie schaffen sie es, so freundlich zu bleiben?


Meine Mutter hat ein sehr positives Menschenbild. Sie hat mich immer unterstützt – im Gegensatz zu meinem Vater, der nie gelernt hat, einem Kind Liebe zu vermitteln. Mit meiner spirituellen Begleiterin habe ich viel über diese gegensätzlichen Rollenbilder nachgedacht und beschlossen, immer positiv auf andere zuzugehen und mir anzuhören, was sie zu sagen haben – selbst wenn ich ihre Taten verurteile.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(