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George Clooneys Frau Amal: Klug und Clooney

Amal ist keineswegs nur die Frau von. Im Gegenteil. Die Menschenrechtsanwältin aus London hat nach ihrer Heirat ihr Profil sogar noch geschärft. Gatte George sucht unterdessen nach einer neuen Rolle.

Von Michael Streck, London

Amal und George Clooney bei einem Wohltätigkeits-Event in New York

Amal und George Clooney bei einem Wohltätigkeits-Event in New York

Sie hat in den vergangenen Wochen erfahren dürfen, was es bedeuten kann, nunmehr Frau Clooney zu sein. Nämlich: wohl bald nicht mehr Frau Clooney zu sein. Es meldete zunächst das US-Klatschblatt "In Touch": "200-Millionen-Dollar-Scheidung"; fast simultan erschien das auf Beziehungskram aller Art spezialisierte Fachorgan "OK" mit der Zeile "Sham Marriage" (Scheinheirat). Sodann landete das Gerücht dort, wo es vermutlich auch herkam, im Internet und auf der treffenden Seite "celebdirtylaundry". Es nahm im Netz noch einen Umweg über Deutschland, "Bunte": "Alles schon wieder aus?", kriegte schließlich die Kurve und trudelte ganz valentinstagmäßig aus: Amal und George verliebt, verlobt, verheiratet und turtelnd vor ihrem japanischen Lieblingsrestaurant in Los Angeles. Sie im lässig-schicken Cape von Yves Saint Laurent (3000 Euro), er in lässig-schnoddrigen Jeans. Ende gut, alles gut. Mal abwarten.

Amal Clooney, geborene Alamuddin, wird sich gewöhnen müssen an diese Geschichten und den Rummel sowieso. Sie kennt das Spielchen schon. Es ist ja nicht so, als wäre sie vor ihrer Heirat im September eine Unbekannte gewesen. Man kann es auch so sagen: Amal war und ist in ihrem Job als Menschenrechtsanwältin ein ebenso großer Star wie George Clooney in seinem. Und also gilt sie - und das war ihr immer wichtig - nun keineswegs als Frau von. Im Gegenteil. Vor ein paar Wochen bei den Golden Globes bekam ihr Gatte eine Auszeichnung fürs Lebenswerk. Die Laudatio hielten die beiden scharfzüngigen US-Komödiantinnen Tina Fey und Amy Poehler. Sie ratterten eine Liste von Fällen herunter, bei denen Frau Clooney die Hauptrolle vor Gericht spielte - Syrien, Kriegsverletzungen am Gazastreifen, Enron - und schlossen ironisch mit der Frage: "So, und heute kriegt ihr Mann einen Preis für sein Lebenswerk?"

Gelächter im Auditorium, vorneweg natürlich George. Ein Wirkungstreffer trotzdem, mitten dorthin, wo es Mann am meisten trifft: Eitelkeit. Vor der Hochzeit scherzten amerikanische Journalisten: "George heiratet sich nach oben“, und das renommierte Online-Magazin "Slate" vermeldete: "Die Londoner Menschenrechtsanwältin Amal Alamuddin ist verlobt." Clooney wurde nicht mal erwähnt. Das hatte wieder was und illustrierte ihren Status in der seriösen Welt der Juristerei. Und der Politik.

"Mach mir die Amal"

Amal Clooney also. Manchmal hat man das Gefühl, sie sei zu schön, um wahr zu sein. Soll neuerdings auch Stilikone sein, darüber hinaus Rollenvorbild für junge Frauen im arabischen Sprachraum, die im Zusammenhang mit Mrs Clooney vorwiegend die Hashtags "Hirn", "Erfolg" und "Stolz" twittern und obendrein scharenweise zum Schönheitschirurgen rennen, um dort ihre Nasen in Clooney-Form bringen zu lassen ("do the Amal"), obschon das Original gar keine operative Nachhilfe benötigte. Londons besseren Kreisen gilt sie als "High Flyer". Und als wollte die frisch Vermählte der Welt signalisieren, dass sie keinesfalls gewillt ist, auch nur ein Jota von ihrer Reiseflughöhe abzuweichen, nahm sie im Auftrag ihrer renommierten Kanzlei Doughty Street Chambers eine ganze Reihe von aufsehenerregenden Klienten an.

Sie kann nämlich neben hart und herzlich auch unbequem und aussichtslos. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg kämpft Clooney dafür, dass der türkische Massenmord an Armeniern vor 100 Jahren endlich als Genozid anerkannt wird. Sie berät die griechische Regierung im Rechtsstreit mit Großbritannien und verlangt die Herausgabe der Elgin-Marbles - also der berühmten Skulpturen und Säulenfragmente aus dem Athener Parthenon, die Lord Elgin 1803 gestohlen hatte und die seitdem im British Museum lagern.

Sie legt sich offenbar gern mit ihrem Heimatland an und vertritt auch "the hooded men", zehn ehemalige nordirische Gefangene, die behaupten, 1971 zu Beginn des Bürgerkriegs von der britischen Armee mit ähnlichen Methoden gefoltert worden zu sein wie Insassen von Abu Ghraib: Schlafentzug, Lärm, Wasser- und Nahrungsentzug. Amal pflegt damit ihr Image, "an so gut wie allen Top-Fällen beteiligt zu sein", wie Alex Aldridge, Herausgeber der Online-Fachseite "Legal Cheek", beeindruckt notierte.

"Libanons Antwort auf Liz Taylor"

Einige dieser Fälle wird sie womöglich verlieren. Das gehört zum Geschäft; sie ist ja noch jung mit ihren gerade 37 Jahren - aber mehrsprachig, gebildet und, ja, auch: lebenserfahren. Man muss wissen: Amal stammt aus einer prominenten und wohlhabenden drusischen Familie im Libanon mit aristokratischen Wurzeln ins 12. Jahrhundert. Sie wurde 1978 in Beirut geboren, der Vater Ramzi ein hoch angesehener Professor für Wirtschaftsfragen, die Mutter Baria ebenso angesehene Journalistin, Spezialgebiet: Außenpolitik. Auch sie derart attraktiv, dass der Dichter Said Akl eine Ode an ihre Schönheit verfasste und sie als "Libanons Antwort auf Liz Taylor" verehrt wurde.

Die Familie flüchtete in den frühen Achtzigern vor dem Bürgerkrieg nach England, Amal und ihre drei Geschwister wuchsen in Gerrards Cross, Buckinghamshire, auf. Sie studierte an den besten Universitäten, Oxford und New York University of Law, schaffte ihre Abschlüsse mit, natürlich, Bestnoten. Sie arbeitete zeitweilig für die renommierte Kanzlei Sullivan and Cromwell in New York und schuf sich schon in dieser Zeit und ganz zu Anfang ihrer Karriere ein veritables Netzwerk.

Amal und George Clooney bei ihrer standesamtlichen Trauung in Venedig

Amal und George Clooney bei ihrer standesamtlichen Trauung in Venedig

Ihre berufliche Vita klingt nach Hochgeschwindigkeitskarriere und, trotz ihres Alters, bereits nach Schwergewicht des internationalen Rechts: Zu ihren Klienten zählten Wikileaks-Gründer Julian Assange und die ukrainische Oppositionelle Julija Timoschenko. Einerseits. Andererseits vertrat sie aber den amerikanischen Energieriesen Enron in einem der größten Betrugsfälle der US-Geschichte. Stand dem früheren UN-Chef Kofi Annan und Sonia Sotomayor, mittlerweile Richterin am US Supreme Court, zur Seite. Aber auch dem libyschen Geheimdienstchef Abdallah al-Sanusi vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Sie balanciert geschickt mit vermeintlich Gut und vermeintlich Böse, das Wesen Justitias.

Das Erstaunlichste aber: Mit wem man auch spricht, kein negatives Wort. So was ist rar in einem eitlen und hoch kompetitiven Gewerbe. Kollegin Philippa Webbe, mit der sie sich ein Büro teilte, sagt, Amal sei "die Erste, die ich im Fall einer persönlichen oder beruflichen Krise anrufen würde". So oder ähnlich äußern sich alle. Sie sei fabelhaft intelligent, unabhängig und habe einen "Rolls-Royce-Verstand". Sagt Freund und Arbeitskollege Mark Stephens aus der Londoner Kanzlei Doughty Street Chambers. Sie selbst sagt: nichts. Frau Clooney gibt keine Interviews, und wenn sie sich äußert, dann zu juristischen Fragen oder in Fachaufsätzen mit Titeln wie "Anatomie eines ungerechten Verfahrens", einer mutigen Abrechnung mit der ägyptischen Judikative. Zugleich eine Hommage an die Pressefreiheit.

"Sie ist klug, witzig, ein großer Spaß"

Amal Clooney ist eine gewiefte Taktikerin und profitiert fraglos von den Kontakten ihres Chefs GeoffreyRobertson, der bei Doughty Street Chambers die großen Aufträge einholt, nach wie vor der Spiritus Rector ist und zugleich so smart, das Interesse an seiner prominenten Mitarbeiterin gewinnbringend zu nutzen. Win-win eben. Robertson lobt ihren scharfen Verstand und ihr Verhandlungsgeschick, und selbst seine Frau, die Schriftstellerin Kathy Lette, ist von Amal regelrecht hingerissen: "Sie ist klug, witzig, ein großer Spaß. Ich würde sie glatt heiraten. Und, glauben Sie mir, das würden noch ganz andere heterosexuelle Frauen."

Ergo nicht sonderlich überraschend, dass der begehrteste heterosexuelle Mann des Planeten auf sie aufmerksam wurde. Und es passt, dass sich die selbstbewusste Anwältin zunächst einmal geweigert haben soll, Clooneys Telefonnummer anzunehmen. Er schrieb ihr dann eine E-Mail des Inhalts: "Der vermeintlich heißeste Mann der Welt sollte die heißeste Menschenrechtsanwältin der Welt treffen können." Der Rest ist Geschichte. Sie antwortete, man flirtete, man traf sich. Und heiratete in Venedig. Die beiden sind, wie man im Angelsächsischen sagt, ein "perfect match" und "power couple" - langfristig möglicherweise mit politischen Ambitionen.

In den Staaten wurde schon offensiv gemunkelt, Clooney wolle vielleicht das Fach und in die Politik wechseln. Zu Clooneys Freundeskreis gehören Robert F. Kennedy jr. und Al Gore, die demokratischen Senatoren Al Franken und Barbara Boxer sowie Außenminister John Kerry und auch Kofi Annan. Den Obamas führt er gern bei Privataudienzen im Weißen Haus seine Werke vor, den Präsidenten bezeichnet er als Freund. Er kritisierte Bush und den Irak-Krieg, setzt sich für die Menschen im Sudan ein und versteht sich seit Jahren schon als politischer Filmemacher.

Clooney könnte es ins Weiße Haus schaffen

Den Medienexperten Robert Thompson, Professor für Television and Popular Culture an der Syracuse University, würde ein Wunsch Clooneys nach Luftveränderung nicht überraschen: "Die Jobbeschreibungen von Politikern und Schauspielern sind sehr, sehr ähnlich. Man muss gut kommunizieren können. Die Leute müssen einen mögen. Man muss auftreten können. Da muss ein Schauspieler nicht mehr viel lernen." Der Professor versteigt sich sogar zu der These, dass es Clooney bis ins Oval Office bringen könnte, wenn er denn wolle. "Die Kameras wären auf ihn gerichtet. Damit läge er bereits meilenweit vor allen Mitbewerbern." Größtes Hindernis indes wäre eine Frau. Nicht seine. Sondern: Hillary Clinton.

Vorerst aber bleibt Clooney bei seinem Kerngeschäft, dreht Filme, pendelt zwischen Los Angeles, London und seiner Villa am Comer See und ist seiner Frau ein guter Mann. Er ist in diesen Dingen immerhin stilbildend. Soeben erschien eine Umfrage unter fast 6000 Männern. Die meisten von ihnen haben demnach nichts dagegen, wenn ihre Frauen größer, schöner und schlauer sind. Dieser Sinneswandel bekam gleich einen Namen, er heißt: der Clooney-Effekt.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(