Der rote Teppich der 83. Golden Globe Awards wurde am 11. Januar zur politischen Bühne. Mehrere Hollywoodstars zeigten im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles mit Ansteckern Haltung gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE. "Be Good" oder auch "ICE Out" stand auf den Pins. Hinter dem stillen Protest verbergen sich zwei Tragödien.
Marvel-Star Mark Ruffalo (58) gehörte zu den prominentesten Trägern des schwarz-weißen Pins. Im Gespräch mit "USA Today" erklärte der Schauspieler den Hintergrund: "Das ist für Renee Nicole Goode, die ermordet wurde." Die Frau war am 7. Januar in Minneapolis von einem ICE-Beamten in ihrem Auto erschossen worden. Auch Keith Porter, ein Mann aus Los Angeles, kam an Silvester durch einen ICE-Agenten ums Leben, der sich nicht im Dienst befand.
Mark Ruffalo attackiert US-Präsident Donald Trump scharf
Doch dabei beließ es der "Avengers"-Star nicht. In seiner Wut holte er zu einem Rundumschlag gegen US-Präsident Donald Trump (79) aus. "Er ist ein verurteilter Straftäter, ein verurteilter Vergewaltiger", sagte Ruffalo laut "USA Today". Die USA befänden sich zudem mitten in einem illegalen Krieg mit Venezuela.
Seinen Anstecker trage Ruffalo "für die Menschen in den Vereinigten Staaten, die heute terrorisiert werden und Angst haben." Er liebe sein Land, doch was dort gerade geschehe, sei "nicht Amerika".
Auch Wanda Sykes wird deutlich
Auch Komikerin Wanda Sykes (61) zeigte sich mit einem "Be Good"-Anstecker auf dem roten Teppich. "Wir müssen laut sein und diese Regierung stoppen. Es ist schrecklich, was sie den Menschen antun", sagte sie "Variety" in einem Interview vor der Golden-Globe-Verleihung.
Neben Sykes und Ruffalo protestierten auch "Poker Face"-Star Natasha Lyonne (46) und Jean Smart (74), die schon zum dritten Mal für ihr Spiel in der Serie "Hacks" mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde, mit Anti-ICE-Ansteckern.