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Brexit-Drama: Hulk-Vergleich: Filmstar Mark Ruffalo liest Boris Johnson die Leviten

Im Brexit-Chaos sieht Boris Johnson sein Land als Hulk, der am Ende immer siegen wird. Hollywoodstar Mark Ruffalo, der den Superhelden im Film spielte, stellt klar, wie wenig Ahnung der Premier seiner Ansicht nach von Hulk hat.

Mark Ruffalo

"Hulk ist eine Katastrophe, wenn er alleine ist": Mark Ruffalo an die Adresse von Großbritanniens Regierungschef Boris Johnson

DPA

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson muss für den skurrilen Vergleich seines Landes mit dem Superhelden Hulk scharfe Kritik von berufener Seite einstecken: Der US-Schauspieler Mark Ruffalo, der die Comic-Figur in zahlreichen Kinofilmen verkörperte, darunter der letzte "Marvel's The Avengers"-Blockbuster, twitterte am späten Sonntagabend: "Boris Johnson vergisst, dass Hulk nur für das Wohl des Ganzen kämpft."

"Zornig und stark kann auch beschränkt und zerstörerisch sein", wies der 51 Jahre alte Ruffalo Johnson zurecht. "Hulk funktioniert am besten, wenn er im Einklang mit einem Team ist, und er ist eine Katastrophe, wenn er alleine ist."

Für Boris Johnson ist Großbritannien wie Hulk

Johnson hatte der britischen Zeitung "Mail on Sunday" gesagt: "Je wütender Hulk wird, desto stärker wird Hulk." Er fügte hinzu: "Hulk ist immer entkommen, egal wie eng gefesselt er war - und so ist das auch mit diesem Land." Mit Blick auf den Brexit-Termin sagte Johnson: "Wir werden rausgehen am 31. Oktober, und wir werden es vollbringen."

Britischer Politiker in Nordengland: Johnson spricht über politische Verantwortung – ein Zuhörer konfrontiert den Premier und wird rausgeschmissen

Johnson will das vor einem Jahr ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU ändern und die Garantieklausel für eine offene Grenze in Irland streichen, den sogenannten Backstop. Gelingt keine Einigung, will Johnson einen chaotischen EU-Austritt ohne Abkommen Ende Oktober riskieren. Die EU will keinen No-Deal, lehnt aber eine Änderung des Abkommens strikt ab.

mad / DPA