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Los Angeles Vorwurf des sexuellen Missbrauchs: Polizei durchsucht Anwesen von Marilyn Manson

Marilyn Manson
Marilyn Manson wird vorgeworfen, Frauen sexuell missbraucht zu haben
© Antonio Nava / Picture Alliance
Nachdem mehrere Frauen ihn des sexuellen Missbrauchs beschuldigt haben, laufen gegen Marilyn Manson Ermittlungen. In diesem Zuge durchsuchte die Polizei von Los Angeles jetzt das Haus des Musikers. 

Wie das Promiportal "TMZ" erfahren hat, wurde Marilyn Mansons Anwesen in West Hollywood, Los Angeles, von der Polizei untersucht. Manson selbst soll nicht vor Ort gewesen sein, als Ermittler unter anderem Festplatten von seinen Computern sicherten. 

Marilyn Manson: Hausdurchsuchung durch die Polizei

Erst kürzlich sorgte eine Reportage im "Rolling Stone" für Aufsehen. Das Musikmagazin hatte neue, schwerwiegende Vorwürfe gegen den Musiker gesammelt. Dafür haben die Journalisten Gerichtsakten untersucht und insgesamt mit 55 beteiligten Menschen gesprochen. Ihre Enthüllungen waren schockierend.

So soll Manson eine Aufnahmekabine in seinem Apartment in eine Folterzelle für Frauen umgewandelt haben. Mehrere Zeugen haben dem "Rolling Stone" berichtet, er habe die Frauen dort über Stunden eingesperrt und sie für vermeintliche Fehler bestraft. Die Zelle nannte er angeblich den "Raum der bösen Mädchen". Ganz überraschend kommt die Information allerdings nicht, immerhin hatte Manson bereits in Interviews erzählt, dass er einen "schalldichten" Raum habe, in den er Menschen einsperren könne. 

Angebliche Folterzelle für Freundinnen

Eine der Frauen, die Manson so erlebt hat und mit dem Magazin sprach, sagte: "Zuerst ließ er es cool klingen. Dann ließ er es sehr strafend klingen. Selbst wenn ich schrie, würde mich niemand hören. Zuerst kämpft man, und er genießt den Kampf. Ich lernte, mich nicht zu wehren, denn damit gab ich ihm, was er wollte. Ich war in meinem Kopf einfach ganz woanders." Seine Wohnung, die eine andere Freundin als "schwarzen Kühlschrank" bezeichnete, soll mit Pornobildchen, Hakenkreuzen und Blut dekoriert gewesen sein.

Auch "Game of Thrones"-Darstellerin Esmé Bianco behauptet, Manson habe sie missbraucht. Laut "Rolling Stone" soll er ihr Essen vorenthalten, sie gebissen, ausgepeitscht, mit Stromschlägen malträtiert und sogar vergewaltigt haben. In einer Nacht habe er sie mit einer Axt bewaffnet durch seine Wohnung gejagt. 

Im Oktober vergangenen Jahres setzten sich einige von Mansons Ex-Freundinnen und Geliebten zusammen und sprachen über ihre Erlebnisse. Dabei war auch Schauspielerin Evan Rachel Wood, die erst im Februar dieses Jahres den Namen ihres Peinigers genannt hatte. Vorher hatte sie darüber geschwiegen. Sie wolle nicht mehr "in Angst vor Vergeltung, Verleumdung oder Erpressung" leben, schrieb sie damals und gab so anderen Frauen den Mut, ihre Stimmen gegen Manson zu erheben. 

Manson selbst bestreitet die Vorwürfe und soll laut "TMZ" mit den Behörden kooperieren. 

Quellen: "TMZ" / "The Rolling Stone"

ls

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