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Rücktritt von König Juan Carlos: Elefantenmörder und Volksheld

Ein Jagdausflug nach Botswana löste Entrüstung aus: Als Elefantenmörder wurde König Juan Carlos I. beschimpft. Doch nach seiner Abdankung kommt auch Wehmut auf. Denn Spanien hat ihm viel zu verdanken.

Von Marina Kramper

Mit einer Bärenjagd in Rumänien machte der König 2004 unfreiwillig Schlagzeilen. Die neun abgeschossenen Braunbären standen unter Artenschutz. In Russland jubelte man dem leidenschaftlichen Schützen sogar einen zahmen und mit Wodka betäubten Braunbär vor die Flinte. Mehr Schande als Häme brachte ihm einige Jahre später eine Elefantenjagd in Botswana ein, als er inmitten der Krise, die sein Land erfasst hatte, in Afrika seinem sündhaft teuerem Hobby nachging und sich dabei auch noch die Hüfte brach. Der spanische König als Bären- und Elefantenmörder. Nicht nur Naturschützer tobten.

Nach seiner Abdankung am Montag sind es vor allem diese Schlagzeilen, die vielen Menschen in Erinnerung über Juan Carlos in Erinnerung geblieben sind. Alt und gebrächlich, war der spanische König kaum noch in der Lage, seinen Amtsgeschäften nachzukommen. Nichts an dem 76-Jährigen erinnerte an den einst strahlenden König. Als Tattergreis verunglimpften die spanischen Medien ihn sogar. Doch das Bild vom störrischen alten Mann, wird Juan Carlos nicht gerecht. Denn Spanien hat dem Bourbonen viel zu verdanken.

Juan Carlos, der Volksheld

Gleich zwei Mal in seiner Amtszeit wurde König Juan Carlos I. von Spanien zum Volkshelden. Das erste Mal 1981. Da saß er gerade Mal sechs Jahre auf dem spanischen Königsthron, den er nach dem Tod des Diktators Franco bestiegen hatte. Das Land fühlte sich zum ersten Mal seit sehr langer Zeit frei, offen und europäisch. Spanien atmete hörbar auf und die jungen Menschen inhalierten die Aufbruchstimmung und Moden der Sechziger, Siebziger und beginnenden Achtziger gleichzeitig. Spanien zeigte sich weltoffen. Zu weltoffen, so befanden Franco-treue Angehörige der Armee, die am 23. Februar 1981 unter General Milans del Bosch einen Militärputsch versuchten.

Wie bei einem Banküberfall besetzten Militärs mit Maschinengewehren das Parlament, ballerten lautstark herum zwangen die Abgeordneten, sich in die Sitzreihen auf den Boden zu legen. Das spanische Volk hielt gebannt den Atem an. Noch in derselben Nacht erlöste ihr König Juan Carlos I. seine Spanier aus ihrem Albtraum und erwarb sich Unsterblichkeit. In einer knappen Fernsehansprache, angekleidet in seinem hochdekorierten Luftwaffenparadeanzug stellte er sich in seinem Palast vor das königliche Wappen und demonstrativ hinter die Demokratie. Als Oberbefehlshaber der Armee befahl er seinen Generälen das Aufgeben. Er machte das so souverän und majestätisch, als habe er nie etwas anderes getan.

Das Volk jubelte. "Unser König ist ein Held!", schallte es durch die nächtlichen Straßen und Gassen. Und ihr König löste in dieser Nacht sein Versprechen aus seiner Krönungsrede ein: Er wurde tatsächlich zum König aller Spanier.

Er maßregelte Hugo Chavez

26 Jahre später stürmte er ein zweites Mal die Hitparade der weltweiten Aufmerksamkeit. Diesmal eher unfreiwillig. Den ständig nörgelnden venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez maßregelte er 2007 auf dem iberoamerikanischen Gipfel mit deutlichen Worten: "Warum hältst Du nicht deinen Mund!". Dank Youtube wurde der Ausspruch schnell Kult - und schaffte es in die Charts der spanischen Handy-Klingeltöne.

Geboren wurde Juan Carlos I. am 5. Januar 1938 in Rom als Juan Carlos Alfonso Víctor María de Borbón y Borbón-Dos Sicilias geboren. Sein Großvater war König Alfons XIII. von Spanien, der bis zur Ausrufung der Republik 1931 regierte. Sein Vater Juan de Borbón y Battenberg vereinbarte 1948 mit dem Diktator Franco während eines Treffens auf der königlichen Yacht, dass nach dessen Abdankung die Monarchie wieder eingeführt werden solle. Spanien ist das einzige Land in Europa, dem das gelang. Als Franco dies 1969 per Gesetz festhielt, setzte er jedoch Juan Carlos als König ein - und nicht seinen Vater. Zwei Tage nach Francos Tod am 20. November 1975 bestieg Juan Carlos I. den spanischen Thron. Darüber war Papa König gar nicht erfreut: Dass er übergangen wurde, kränkte den Patriarchen zutiefst.

Nach spanischem Hofzeremoniell erzogen

Seine frühe Kindheit verbrachte der junge König im italienischen, schweizer- und portugiesischen Ausland. Franco ließ Juan Carlos mit zehn Jahren aus dem Exil mit dem Lousitania Express nach Spanien zurückbringen, um ihn dort nach dem spanischen Hofzeremoniell erziehen zu lassen. Die Ausbildung des zukünftigen Königs Juan Carlos I. präsentierte ihn als einen "gut aufgestellten" Monarchen: Militärakademien mit abschließenden Rängen in der Marine und der Luftwaffe und ein Studium der internationalen und nationalen Rechtswissenschaften. Akademische Grade erwarb er nicht. Die Hochschule für Gewerbetechnik von Bilbao verlieh ihm in frühen Jahren immerhin die Ehrendoktorwürde.

Franco misstraute seinem Nachfolger und setzte ihm einen hochrangigen Militär vor die Nase. Admiral Carrero Blanco wurde zum Regierungschef und Kontrolleur bestimmt. Die Lösung aus dieser Umklammerung kam unerwartet von der anderen Seite: Die ETA sprengte den Admiral samt Auto in die Luft.

Tragischer Tod des Bruders

Eine Episode aus der Jugend des jungen Prinzen überschattet tragisch dessen Jugend. Juan Carlos war nicht der einzige Bourbone, es gab drei Geschwister, darunter einen Bruder, den um ein Jahr jüngeren Alfonso. Alfonso starb, während die beiden Jungs mit einer Jagdwaffe herumhantierten. Eine Kugel traf Alfonso mitten in die Stirn. Wer den Schuss abgefeuert hatte, weiß Juan Carlos allein. Eine Untersuchung fand nie statt. Der Verlust eines seiner Söhne muss auch für einen zur Gefühllosigkeit erzogenen Monarchen ein herber Schicksalsschlag gewesen sein.

Im Alter von 24 heiratete Juan Carlos die griechische Prinzessin Sofia, die auch aus den Adelsgeschlechtern derer von Schleswig und Holstein stammt. Da das Ehepaar so ziemlich mit allen Adelshäusern Europas um irgendeine Ecke verwandt ist, wurde es eine medienwirksame Märchenhochzeit mit Pomp und Gloria, Kronen und Juwelen. Ein Jahr nach der Eheschließung kam die älteste Tochter Elena zur Welt. Es folgten Christina, die mit dem Basken Iñaki Urdangarin verheiratet ist. Allerdings ist der in einer für den Hochadel beispiellosen Korruptionsaffäre verstrickt und soll mehrere Millionen Euro veruntreut haben. Seitdem gilt der Ex-Handballer als unerwünschte Person am Hof.

DIe Hoffnung ruhen daher auf Thronerbe Felipe, verheiratet mit der früheren Fernsehjournalistin Letizia Ortiz Rocasolano. Die beiden haben zwei Töchter, weshalb die spanische Erbfolgeregelung in Zukunft auch für Frauen gelten wird. Die Bourbonen-Großfamilie lebte und arbeitete bis heute im Zarzuela Palast in der Nähe von Madrid.

Er segelte auf hohem Niveau

Dort soll der König von Spanien ein gewisses Hallodri-Leben geführt haben. Aus der Macht und Abgeschiedenheit des Palastlebens heraus soll er Geliebte und Mätressen beschäftigt haben, heißt es. Nun darf die Ehe zwischen Sofia und ihm trotzdem als glücklich gelten. Die Damen der Aristokratie bekamen in der Regel genug Contenance anerzogen, um ihren umtriebigen Gatten die Seitensprünge zu verzeihen. Hauptsache, diese blieben ihrem Hang zum Küchenpersonal treu. Eine Liaison innerhalb des Hochadels wäre der eigentliche Skandal!

In den Sommermonaten kann, wer Interesse zeigt, die Königsfamilie im Yachthafen der mallorquinischen Hauptstadt Palma ein- und ausgehen sehen. Juan Carlos segelte auf hohem Niveau. Diverse Regatten gewann er auf der Yacht "Bribon", dem Schiff eines Freundes. Der von Juan Carlos selbst gestiftete "Copa del Rey" ziert neben dem Sardinia Cup Regal oder Vitrine im königlichen Palast. Bei den olympischen Spielen 1972 landete er im "Drachen" auf Platz 15.

Er stellte sich demonstrativ hinter die Demokratie

Außer auf der königlichen Yacht privatisieren die Bourbonen in ihrem Sommerpalast auf Mallorca. Fotos von Juan Carlos und seinem Sohn Felipe mit Ferienbärten wurden von einem einflussreichen deutschen Promimagazin sauertöpfisch mit den Worten kommentiert: "Es sei sicher nicht Aufgabe eines Königs, sich der Öffentlichkeit wie ein Pirat zu präsentieren" Was genau die Aufgabe eines Königs heutzutage ist, darüber herrscht keine einhellige Meinung. Die Medienöffentlichkeit will vor allem schöne Fotos und schrille Geschichten, die Politiker wollen in Ruhe gelassen werden, das Volk will bewundern und bejubeln. Juan Carlos hat während seiner königlichen Amtszeit seine Kritiker damit zum Schweigen gebracht, dass er darauf hinwies, Spanien sei es wirtschaftlich noch nie so gut gegangen, wie in den letzten 40 Jahren. Ob das nun an ihm lag, ist eine andere Frage.

Seine wichtigste Rolle spielte Juan Carlos nach Francos Tod, als er sich demonstrativ hinter die Demokratie stellte und den Christdemokraten Suarez zum Ministerpräsidenten berief. Alle Parteien, auch die Kommunisten, wieder zuließ und die ehemals politischen Gefangenen mit einer Generalamnestie befreite. Der spätere Putsch und dessen spektakuläre Niederwerfung sind in die Geschichtsbücher eingegangen. Was ihm weniger gut gelang, war die Integration der spanischen Regionen. Den Gegensatz zwischen dem Zentralstaat in Madrid und den Katalanen sowie die Unabhängigkeitsbestrebungen des Baskenlandes konnte er nicht lösen. Eine Aufgabe, mit der sein Sohn Felipe, der neue König von Spanien, sich den Ruhm erwerben könnte, den sein Vater mit der bedingungslosen Unterstützung der Demokratie vorlegte.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(