Europol zufolge lösten die Behörden insgesamt 24 Drogenlabore von "industriellem Maßstab" auf und beschlagnahmten rund tausend Tonnen an Chemikalien, die zur Herstellung von Drogen wie MDMA, Amphetaminen und Methamphetamin verwendet worden seien. Neben der deutschen Polizei waren an dem Vorgehen Kollegen aus Belgien, Polen, Spanien und Tschechien beteiligt.
Bei den mutmaßlichen Anführern des Drogenrings handelt es sich demnach um zwei polnische Staatsbürger, ihnen dürfte ein Gerichtsverfahren in Polen wegen Drogenhandels bevorstehen, das in einer Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren münden könnte. Auch ein Großteil der weiteren Festgenommenen seien Polen, erklärte Europol weiter.
Der Einsatz sei ein "wirklich schwerer Schlag für Gruppen der organisierten Kriminalität, die im Drogenhandel tätig sind, insbesondere im Handel mit synthetischen Drogen", sagte der Leiter des für besonders schwere Straftaten zuständigen Europol-Zentrums (ESOCC), Andy Kraag, der Nachrichtenagentur AFP.